Von 28 bis 504mm in 8 Megapixeln

Peter Sennhauser, 24. Juli 2007 13:04 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Panasonic stellt mit der Lumix DMC-FZ18 ein kompaktes Multitalent mit “Protzwerten” in fast allen Kategorien vor. Die Bedienungsfeatures lassen Hoffnungen auf hohen Anspruch schwinden – das Modell bringt Point-And-Shoot in Reinkultur.

8 Megapixel Auflösung, ein Zoom von 28mm Weitwinkel bis 504mm Tele bei einer Anfangslichtstärke von 2,8 – 4,2, Bildstabilisator und Aufnahmeoption im RAW-Format lassen aufhorchen.

panasonic Lumix 18

Das Leica-Objektiv mit 11 Elementen in acht Gruppen und der Modus-Wählschalter mit der Betonung auf Zeit-, Blenden- und P-Automatik lassen zusätzlich auf eine Ausrichtung auf Prosumer und ambitionierte Amateure schliessen. Die Freie Wahl von einem der elf Autofokus-Punkte bei der Spotmessung deutet in die gleiche Richtung.

Aber neben dem elektronischen Sucher mit 188′000 Pixeln sprechen weitere Faktoren eher für den Einsatz als Ferienbilder-Kamera. Die Pressemitteilung von Panasonic betont Superlative, welche die Hoffnungen der Amateure auf eine Kompakte mit grosser Brennweitenabdeckung und hohen Leistungswerten vermindern.

Dazu gehört namentlich dieser Abschnitt:

Die manuelle Fokussierung erfolgt schnell und sicher über den schon beschriebenen Joystick, die Umschaltung zwischen AF und MF über eine eigene Taste. Sowohl bei automatischer als auch bei manueller Fokussierung können Motive im Makro-Modus ab
1 cm Entfernung für noch dynamischere Nahaufnahmen eingefangen werden.

Gleich mit drei zusätzlichen Auto-Modi verwöhnt die Lumix Knipser und schreckt Fotografen: Zur Gesichtserkennung gesellen sich jetzt auch noch ein konstant aktiver Autofokus, der dem Objekt selbst dann folgt, denn der Auslöser nicht halb gedrückt wird.

panasonic Lumix 18 rueck

Auf die Spitze getrieben wird die Software-Logik allerdings mit der automatischen Wahl des Motivprogramms. Waren diese Sets von Kameraeinstellungen doch ursprünglich darauf ausgerichtet, dem Fotografen die Wahl einer Abstimmung nicht mehr nach Zeit- und Blendenwerten, sondern ganz einfach nach Szenerie zu bieten, so übernimmt dies die Lumix jetzt auch noch: Sie erkennt die Szenerie (vielleicht…) und wählt das Motivprogramm. Das ganze hat eine geradezu perverse Komponente, indem Hersteller die Auswahl von Szenerien dermassen mutlipliziert haben, dass die Motivprogramme für die Point-And-Shoot-Fotografen bereits wieder zu einer Entscheid-Belastung statt einer Hilfe geworden sind.

Angesichts schliesslich der von Panasonic betonten “intelligenten ISO-Steuerung” und dem Bildstabilisator, einem ISO-Normalbereich bis 1600 und bis zu 6400 im “Hochempfindlichkeitsmodus”, dann kommt man schnell zum Schluss, dass ein ernsthafter Fotograf an dieser Kamera mehr mit dem Ausschalten von Optionen als dem Aufnehmen von Bildern beschäftigt sein wird.

panasonic Lumix 18 face

Was die Leistung angeht, sehen die Daten auf dem Papier beeindruckend aus, und wir sind gespannt, was sich davon in der Praxis bestätigen wird.

Die Lumix FZ18 wird ab Ende August 2007 für 479,- Euro in Titan-Silber und Schwarz erhältlich sein.

Pressemitteilung Panasonic Deutschland

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1 Kommentar

  1. leu
    schrieb am 24. Juli 2007 um 13:32 Uhr (#)

    Ob ich damit wohl meine Spiegelreflexgelüste stillen könnte?

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