100 Jahre alte Farbfotos aus dem Zarenreich

Vor rund 100 Jahren begann der russische Fotograf Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii mit einer systematischen Dokumentation des Zarenreiches. Das Besondere: Er fotografierte echte Farbfotos mit Glasplatten-Negativen.


Prokudin-Gorskii kam mit seiner Arbeit im Auftrag des Zaren nicht zu Ende: Der Erste Weltkrieg und die russische Revolution verhinderten die Fertigstellung. Rund 2000 Glasplatten nahm Prokudin-Gorskii mit ins Exil, nachdem er 1918 all seinen Besitz verloren hatte.
Die Sammlung gelangte 1948 in den Besitz der amerikanischen Library of Congress. Dort wurde ein Teil des Werks restauriert, gescannt und 2003 ausgestellt. So entstanden aus jeweils drei Glasplatten-Negativen in rot, grün und blau brilliante digitale Farbreproduktionen aus dem Russland am Vorabend der Revolution. Echte Farbfotos, keine Kolorationen. Auf dieser Internet-Seite der Library sind Bilder zu sehen und ausführliche Texte zu Biografie und Werk von Prokudin-Gorskii.
Alex Gridenko, ein Designer und Fotograf aus Toronto, hat sich auf eigene Rechnung an die Digitalisierung von Prokudin-Gorskiis Platten gemacht. Die Ergebnisse sind auf seiner Webseite zu sehen: Landschaften, Architektur, Porträts, Stillleben aus einem versunkenen Zeitalter. Großartig und sehenswert!
US-Kongressbibliothek
Gridenkos Sammlung

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1 Kommentar

  1. Stefan
    schrieb am 1. August 2007 um 09:18 Uhr (#)

    sehr interessanter Bericht, die Bilder sind klasse.

    Stefan

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