Mit Kunstlicht Akzente setzen

Mit der Lightbrush-Technik lassen sich mit wenigen Mitteln stimmungsvolle, interessant-ausgeleuchtete Fotos erstellen. Für diese Technik benötigt man nur ein paar Dinge, die jeder zu Hause haben dürfte – also eine richtig günstige Art, gute Fotos zu machen.

Eine Voraussetzung ist ein stabiles Stativ, eine weitere ist eine Kamera mit BULB-Einstellung: Das heißt, sie muss Langzeitbelichtungen ermöglichen. Das waren auch schon die größten technischen Hürden. Eine leuchtstarke Taschenlampe und vielleicht noch ein paar farbige Folien, die vor die Taschenlampe geklebt werden können, Kerzen, Fackeln, oder eben alles was leuchtet – und schon kann es losgehen.

Die Grundidee der Lightbrush ist es, Leuchtspuren auf Objekten festzuhalten. Der Sensor oder Film “merkt” sich nämlich die Lichteinwirkung und speichert sie latent. Wenn der Fotograf nun in der Dunkelheit den Verschluss der Kamera lange Zeit geöffnet läßt, kann er selber Figuren mit den vorhanden Lichtquellen malen. Ein gutes und aktuelles Beispiel sind die Lightmarks von Cenci Goepel und Jens Warnecke.

In der “normalen” Fotografie kann der Lichtbildner aber auch zusätzliche Akzente setzen, in dem er bestimmte Details durch den Einsatz der Lightbrush hervorhebt. Hierbei müssen diese Teile möglichst punktuell angestrahlt werden.

Aber auch fahrende Autos deren Scheinwerfer leuchten malen ihr Licht auf den Film.

Apropos Film, niedrig empfindliches (50 ISO) analoges Aufnahmematerial ist hier den digitalen Alternativen vorzuziehen, obwohl es etwas aufwendiger ist, den Schwarzschildeffekt für das verwendete chemische Material zur ermittelten Belichtungszeit hinzu zu rechnen. Die Sensoren der meisten Kameras verstärken ihr Bildrauschen bei langen Verschlusszeiten erheblich, und es ist nicht weniger aufwendig, dieses später wieder am Computer zu vermindern.

Nun heißt es eine laue Sommernacht abwarten, dunkle Sachen anziehen, die Phantasie spielen lassen und Ideen entwickeln.

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1 Kommentar

  1. daniel k. gebhart, fotograf wien
    schrieb am 3. August 2007 um 17:00 Uhr (#)

    eine gute zusätzliche hilfe für noch längere belichtungszeiten auch in der dämmerung sind sogenannte schwarzfilter.rebekka arbeitet damit z.b. sehr eindrucksvoll. zu sehen hier:

    http://flickr.com/photos/rebba/sets/1260435/show/

    viel spass!
    daniel

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