Die geprobte Katastrophe
Von Uli Eberhardt am 24. August 2007 um 08:13 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Allgemein, Ästhetik
Wenn Feuerwehr, Katastrophenhilfe oder Bundeswehr den Ernstfall proben, soll es möglichst echt zugehen. Tatjana Hallbaum bekam für ihre Dokumentation solcher Inszenierungen den Förderpreis des Bundes Freischaffender Foto-Designer BFF 2007.
Vermummte Terroristen-Darsteller, rauchende Kulissen und blutig geschminkte Opfer – die Regisseure dieser Katastropenübungen lassen nichts aus. Das Ziel sind möglichst wirklichkeitsnahe Abläufe zur Vorbereitung des Ernstfalls. Und doch ist alles nur simuliert.
Tatjana Hallbaums Fotografien zeigen „echte“ Bilder von „falschen“ Katastrophen. Mit ihren Abbildungen von Inszenierungen zielt sie mitten in die Diskussion über Fiktion und Realität in der Fotografie.
Ihre Arbeit namens „In-Between“ setzt sich zwischen alle Stühle. Die Bilder sind nicht erfunden und schon gar nicht digital erschaffen. Sie bilden die Wirklichkeit ab und lassen doch an dieser Wirklichkeit zweifeln. So entsteht eine ganz neue Realität.
Auf ihrer Website ist die Serie „in-Between“ unter “Inszenierung” abgelegt. Unter dem Button “Reportage” reiht Tatjana Hallbaum auf, was sie unter klassischer Arbeit versteht.
„In-Between“ ist Tatjana Hallbaums Diplomarbeit als Kommunikationsdesignerin an der Fachhochschule Hannover. 1971 geboren, gehört sie zur jungen Fotografen-Generation in Deutschland. Seit 2006 arbeitet sie als freie Fotografin in Hannover.
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schrieb am 12. März 2008, 10:25 Uhr (Permalink zum Kommentar)