Salomon-Preis für Letizia Battaglia

Die sizilianische Fotografin Letizia Battaglia erhält den diesjährigen Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).

Einfahrt-2Letizia Battaglia: “Er wurde ermordet, als er auf dem Weg zur Garage war und sein Auto holen wollte.”

Aus dem Pressetext der DGPh:

“Mit dem diesjährigen Salomon-Preis ehrt die DGPh eine Frau, die ihr Leben als Photographin, Stadträtin und Verlegerin (in Palermo, d. Red.) dem Kampf gegen die Mafia gewidmet hat und die gleichsam ein Symbol für zielstrebiges Bemühen um Gerechtigkeit und Freiheit ist. Dabei ist die Kamera ihre Waffe:

Mit ihren Photos rüttelt sie auf, mit ihnen gibt sie der Mafia ein Gesicht, mit ihnen kämpft sie für die Freiheit und gegen Personen, die von Sizilien aus das gesamte System des Landes durchsetzen. Ihre Bilder sind Dokumente von Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder berichten von Trauer.”

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Letizia Battaglia wird dieses Jahr 72 Jahre alt. Mit aller Kraft widmete sie viele Jahre ihres Lebens dem Kampf gegen die Mafia. Ihre Bilder sind Zeugnis einer Brutalität, wie sie in Sizilien an der Tagesordnung war und teilweise heute noch ist, wie der sechsfache Mafia-Mord Ende August in Duisburg gezeigt hat.

Der Salomon-Preis wird ihr am 29. September im Rahmen des 2. Fotofestivals Mannheim/Ludwigshafen im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Centrum verliehen. Gleichzeitig wird dort eine Ausstellung mit ihren Bildern eröffnet.

Der Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) wurde im Jahre 1971 zur Auszeichnung einer “vorbildlichen Anwendung der Photographie in der Publizistik” geschaffen. Er dient zugleich dem Andenken an den großen Photographen der Weimarer Republik, Dr. Erich Salomon, dem der moderne Bildjournalismus starke Anregungen verdankt. Im letzten Jahr hatte ihn der Brite Martin Parr bekommen.

Deutsche Gesellschaft für Photographie
Fotofestival Mannheim/Ludwigshafen

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