Keine entoptischen Phänomene
Von Peter Sennhauser am 9. Oktober 2007 um 13:07 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen, Ästhetik
Der Texaner William Hundley lässt in seinen Bildern seltsame Stoffobjekte schweben. Der Effekt hat ihm viel Publizität und einige bemerkenswerte Bilder beschert.

“Meteor”. Aus der Serie “Eastside” (© William Hundley)
Entoptische Phänomene sind optische Täuschungen, die im Auge des Betroffenen auftreten und nicht auf äussere Einflüsse zurückzuführen sind. “Entoptic Phenomena” ist ausserdem die jüngste Serie von William Hundleys Tuchknollen-Fotos. Man könnte es als eine Masche bezeichnen, aber der Künstler aus Austin, Texas, lotet die Möglichkeiten seiner Idee jedenfalls konsequent aus: Er lässt überall eigenartige Stoffgebilde in seinen Bildern auftauchen, die mal zu schweben, mal zu fallen scheinen.
Hundleys Trick:
Unter dem Stoff, von Bettlaken bis zu grossflächigen roten Seidentüchern, verbirgt sich eine Person, die in die Luft springt.
Besonders spannende Effekte entstehen im Zusammenspiel mit scheinbar zufällig platzierten Personen oder durch den Einfluss von Wind, wie hier (die Aufnahme erinnert mich extrem an die Plattenhülle von 10ccs “Bloody Tourists”).

Telchac Puerto, Yucatan - Mexico (© William Hundley)
Hundleys umfangreiches Werk ist in vielen und vielfältigen Publikationen behandelt worden, und bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere ist jetzt seine Website wegen zu hohen Besucherzahlen vorübergehend geschlossen worden - das Absurditäten-Magazin BoingBoing.net hat ihn letzte Woche vorgestellt.
Aber auch andere Künstler sind auf Hundley aufmerksam geworden. Seine Bilder zieren die CD-Hülle des neuen Albums der Berliner Experimentalmusiker “Taunus”
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