“Deutsche Meisterschaft” in der Digitalfotografie

Uli Eberhardt, 27. Oktober 2007 23:14 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Ist es möglich, den “besten Digitalfotografen Deutschlands” zu finden? Das Fotomagazin “CHIP FOTO-VIDEO digital” jedenfalls kürte 2007 zum dritten Mal den “deutschen Meister. Es ist der 17-jährige Robert Schlesinger aus Berlin.


Ein Siegerbild – Robert Schlesinger: Architektur

Hier findet ihr die Galerie der Bilder, die die Jury im Auftrag von CHIP FOTO-VIDEO digital für die besten Bilder des ganzen Landes hält. Nach einer sechsmonatigen Suche, wie stolz vermeldet wird.

Ist es nicht anmaßend, wenn sich eine Zeitschrift herausnimmt, für das ganze Land zu sprechen? Wer würde andere Zeitschriften daran hindern können, dasselbe zu veranstalten? Und wohin soll das führen, wenn nicht zur größeren Publizität für diese Zeitschriften? Zugegeben, die Gewinner bekommen Sachpreise und ein Forum.

Vielleicht seid ihr aber ganz anderer Meinung als ich, der ich denke, dass ein sportlicher Vergleich in der Kunst immer einer zwischen Äpfeln und Bananen sein muss. Wir wären sehr gespannt auf eure Kommentare.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Bastian Widmer

    schrieb am 28. Oktober 2007 um 03:38 Uhr (#)

    Eine Zeitschrift, welche ein Bild kürt ist in Ordnung, jedoch sich gerade die Freiheit zu nehmen für das ganze Land zu sprechen finde ich ein wenig gewagt. Das sollte einem externen Gremium oder Vereinigung überlassen werden.

    Ein Vergleich von Bildern ist eine schwierige Angelegenheit. Schlussendlich unterliegt die “Schönheit” eines Bildes immer den Vorlieben und Massstäben des Betrachters.

  2. Peter Sennhauser

    schrieb am 29. Oktober 2007 um 04:39 Uhr (#)

    Naja, für Aesthetik gibts schon ein paar allgemeine Grundregeln. Und dass eine Zeitschrift für sich beansprucht, den oder die Beste gefunden zu haben, das ist ja inzwischen normal.
    Solange sie nicht vom deutschen Meister spricht, ist das okay, finde ich - und den hast ja glaub Du erfunden, Uli..? ;-)

  3. Uli Eberhardt

    schrieb am 29. Oktober 2007 um 17:30 Uhr (#)

    Sicherlich ist der Begriff “deutscher Meister” Ironisch zugespitzt. Wer den “besten Digitalfotografen Deutschlands” küren will, nimmt sich doch sehr viel heraus und muss sich an diesem Anspruch messen lassen. Das betrifft in erster Linie die Resultate, i.e. die Bilder. Sollten wir “die besten Digitalfotos Deutschlands” nicht ernst nehmen können, müssten wir den Superlativ in die Rubrik “Boulevardisierung” der Fotozeitschriften einsortieren. Das wäre nun für die Wettbewerbsteilnehmer nicht besonders schön, denn sie müssten sich benutzt vorkommen.


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