Miyamato, Sugimoto, Araki Aktuelle japanische Fotografie

Uli Eberhardt, 17. November 2007 09:15 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Japanische Fotografie kennzeichnen Konzentration und Reduktion statt Opulenz und Bombast. Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt drei Vertreter dieser zeitgenössischen Richtung bis März 2008.

Hiroshi Sugimoto
Hiroshi Sugimoto: Theaters – South Bay Drive-In

Um das Phänomen der Reduktion, der Konzentration und des Minimalismus in der japanischen Ästhetik beispielhaft zu zeigen, präsentiert das Wolfsburger Museum die Arbeiten dreier Fotografen: Nobuyoshi Araki, Ryuji Miyamoto und Hiroshi Sugimoto.

Miyamato und Sugimoto wurden während ihres Kunststudiums nachhaltig von den amerikanischen Kunstströmungen der Minimal Art und der Konzeptkunst beeinflusst. Beide arbeiten nach dem Konzept der Serie, indem sie die Idee einzelner Bildideen über längere Zeit konsequent verfolgen.

Nobuyoshi Arakis Werk ist stark von der Alltagsästhetik des heutigen Japan geprägt, dem Lebensgefühl der japanischen Großstadt mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Die ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Wolfsburger Museums selbst.

Sugimotos strenge Fotoserien der “Theatres” und “Seascapes” verführten die Wolfsburger Kuratoren zur Benutzung von Superlativen: “Perfekter, reduzierter und klarer können Fotografien nicht sein”, heißt es in ihrem Text zur Ausstellung. Seine poetischen Werke sind weltweit in den Kunstsammlungen vertreten.

Ryuji Miyamoto richtet seine Kamera auf die Vergänglichkeit von Architektur. Ausgestellt wird eine Serie aus der Sammlung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt, die in der Stadt Kobe aufgenommen wurden – nachdem diese in den neunziger Jahren durch ein starkes Erdbeben zerstört worden war. Die zerborstenen Häuser, die Fassaden, Etagen und Wände erhalten durch Miyamotos Aufnahmen “eine schier skulpturale Qualität”, so die Wolfsburger Ausstellungsmacher.

Bis 24. März 2008
Kunstmuseum Wolfsburg
Geöffnet Mittwoch – Sonntag: 11 – 18 Uhr
Dienstag: 11 – 20 Uhr
Montag: geschlossen

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