Amy Stein:
Gestrandet auf dem Highway

Auf der Suche nach gestrandeten Autofahrern fuhr die New Yorker Fotografin Amy Stein wochenlang kreuz und quer durch die USA. Die Serie “Stranded” kann nun auf ihrer Homepage besichtigt werden.


Amy Stein: Third Street, Memphis, Tennessee, aus: Stranded

Im August 2007 zum Beispiel fuhr sie durch Nevada, das südliche Idaho und Oregon ins nördliche Kalifornien. Ihre Reisebeschreibungen hören sich dann so an:

“Langer Tag gestern. Wir fuhren von Winemucca, Nevada, nach Wells, Nevada, dann hoch nach Twin Falls, Idaho, und westlich nach Boise. Viele Meilen und nur drei gestrandete Motoristen.”

“Stranded” ist eine Meditation über die Anspannung und die Leere, die auf den amerikanischen Highways und Interstates zu finden ist, meint Amy Stein:

“Wir sehen mit diesen Fotos in die Gesichter von gestrandeten Leuten und erkennen am Rand der Straße gebrochenes Leben.”

Bei Google Maps hat Amy Stein eine Karte ihrer Reisen eingerichtet und die Bilder dazugestellt. So können wir ortsunkundige Europäer direkt mitverfolgen, wo die Route 10 in Texas verläuft und welcher Fahrer das Pech hatte, von seiner Technik im Stich gelassen zu werden.

Weitere Bilder sind zu erwarten: Amy Stein arbeitet noch an dieser Serie.

Das American Photo Magazine notierte Amy Stein 2007 auf seiner Liste der 15 kommenden Fotografen weltweit. Ihre Arbeit ist hier in Europa vor allem durch ihr Projekt “Domesticated” schon etwas bekannt geworden. Darin konfrontiert sie die Zvilisation mit dem wilden Tier und spielt so mit dem Konflikt zwischen Mensch und Natur. In diesen Bildern mit (ausgestopften) Bären und (echten) Truthähnen erzählt Amy Stein tatsächliche und berichtete Begebenheiten nach.

Amy Stein zeigt noch weitere sehr sehenswerte Bildreihen auf ihren Seiten: “Women and Guns” und “Halloween in Harlem”.

Amy Steins Website

Google Maps der gestrandeten Automobilisten

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