Gregory Colbert –
Der mit den Elefanten spricht
Von Uli Eberhardt am 30. November 2007 um 11:30 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Allgemein, Hingehen, Ästhetik
In Gregory Colberts Welt sprechen die Elefanten zu den Menschen und die Menschen zu den Tieren. Der kanadische Fotograf und Filmemacher arbeitet bereits seit 1992 an seinem einzigartigen Projekt namens “Ashes and Snow”.

Gregory Colbert – aus "Ashes and Snow"
Nicht nur die Elefanten sprechen zu Colbert und er zu ihnen, viele andere Tiere auch: Wale, Orang Utans, Geparden oder Adler sind darunter. Mit der Erforschung der gemeinsamen Sprache aller Tiere wolle er den die gemeinsame Basis wiederentdecken, die einst bestand, als die Menschen mit den Tieren in Harmonie zusammenlebten, sagt Colbert.
Die Sepia-getönten Bilder strahlen diese Harmonie und Übereinstimmung aus. “Sie zeigen eine Welt ohne Anfang oder Ende, Hier oder Dort, Vergangenheit oder Gegenwart.” Wer buddhistische Gedanken vermutet, liegt nicht falsch. “Ich hoffe”, sagt Gregory Colbert, “dass die Bilder eine Erfahrung von Wunder und Kontemplation, Heiterkeit und Hoffnung bewirken.”
Erstmals zeigte Colbert seine Ausstellung “Ashes and Snow” 2002 im Arsenal in Venedig. Seitdem zieht die Schau um die Welt. Für diese Weltreise wurde extra ein zerlegbares Gebäude aus 152 Containern gebaut, das “Nomadic Museum”.
Die Ausstellung in Tokio ging im Sommer zu Ende. Jetzt, ab 15. Dezember, wird die Ausstellung in Mexico City zu sehen sein (bis 27. April 2008). Mehr als eine Million Menschen sollen “Ashes and Snow” bereits gesehen haben. Einen wahrscheinlich nur unzulänglichen Eindruck davon gibt die schöne Website des Projekts. Dort gibt’s “Ashes and Snow” auch in einer Flash-Version zu sehen – neben den Fotografien auch Filmausschnitte, das Buch und die Installation.
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