Leserbilder in der Profi-Kritik:
Flache Felsen

Harsches Licht kann imposante Landschaften auf Fotos geradezu einebnen. Berge und Felsen brauchen ausserdem einen Grössenbezug, meint fokussiert-Kritiker Robert B. Fishman.

Leserfoto (Klick für Vollansicht): „Masca-Schlucht, Teneriffa“ (© Björn Hempel). – Sony DSC-V3 – 1/250s, f4.5, ISO 100, 7mm (34mm)

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Björn Hempel:

Fels-Landschaften sind sehr schwierig zu fotografieren. Vor allem wenn das Licht (mittags und im Sommer) sehr hart ist, entwickeln sie auf den Fotos nur wenig Konturen. Wenn ein Größenbezug zu den Bergen fehlt, kommt ihre in der Natur oft majestätische Wirkung gar nicht zu Geltung.

Dieses Problem sieht man auch in diesem Bild, auch wenn es durch die Palmzweige im Vordergrund geschickt abgemildert ist.

Leider überstrahlt das harte Licht auch hier die Felswand so stark, dass ihre Konturen verschwimmen. Im Morgen- oder Abendlicht würde sie auf dem Foto mehr Konturen und damit mehr Tiefe hinterlassen. Schade auch, dass auf dem Bild nicht sichtbar wird, dass man sich in einer Schlucht befindet.

Dieser Effekt wäre stärker, wenn Sie zum Fotografieren näher an die Felswand herangegangen wären und/oder den Abstand zwischen Palmzweigen und Felsen mit einem leichten Tele verkürzt hätten.

Charmant kann es hier auch sein, wenn man die Palmen anblitzt und dafür das Ganze sparsamer belichtet.

In der Rubrik „Bildkritik“ analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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