Denis Darzacq:
Der Fall als Gefühl der Dringlichkeit

Juri Gottschall, 4. Januar 2008 08:20 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der französische Fotograf Denis Darzaqc friert die Bewegung ein. “Der Fall” ist eine Serie unterhaltsamer Dokumentaraufnahmen.

Schon im vergangenen Jahr machte Denis Darzaqc auf sich aufmerksam, als er im April den “World Press Foto Award” in der Kategorie “Kunst und Unterhaltung” gewann. Dabei wird ihm diese Kategorie gar nicht wirklich gerecht, seine Bilder haben viel mehr dokumentarischen als unterhaltenden Wert. Wenn auch auf eine sehr künstlerische Art und Weise.

«Ich fragte einige athletisch aussehende Männer, ob sie für mich in den neutralen Hintergrund springen könnten. Es ist nicht zu sehen, wo die Bilder gemacht wurden, ob nun in einer armen oder reichen Gegend oder vielleicht sogar in London, Berlin oder Paris.”

Mit diesen Worten beschreibt der französische Künstler seine Arbeit “La Chute” (Der Fall), die jetzt in vollem Umfang zusammen mit weiteren Serien auf seiner Webseite zu sehen ist. Dabei greift er immer wieder die selben Elemente auf, überall begegnen dem Betrachter fallende, gradezu schwebende Menschen an alltäglichen Orten. Die Unwirklichkeit, die diesen Bildern innewohnt, ist allgegenwärtig und faszinierend. So sind die Arbeiten Darzaqcs ein sehr gelungenes Beispiel dafür, dass Dokumentation und Reportage nicht ohne Ästhetik und hohes künstlerisches Niveau auskommen muss. Neben den “fallenden Menschen” zeigt der Künstler auf seiner Webseite auch noch eine Auswahl an Portraits und anderen Motiven.

Webseite: Denis Daszacq

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