Stativ-Fotografie Schnur statt Dreibein

Peter Sennhauser, 5. Februar 2008 07:41 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Ein Stativ ist schwer und sperrig. Wie man es durch eine Schnur ersetzen kann, zeigt dieses Video.

Stativ Schnur Schnurstativ Dreibein Manfrotto
Stativ aus einer Schraube, einem Gegengewicht und einem Stück nichtdehnbarer Schnur: Das Schnurstativ zum Selberbauen.

Ich hielt’s zuerst auch für einen Witz, aber eigentlich ergibt diese kleine Bastelanleitung durchaus Sinn. Ein Stativ stabilisiert die Kamera, indem es die Schwerkraft durch gleichmässigen Druck von unten aufhebt. Der Fotograf könnte das gleiche tun, indem er gleichmässigen Zug nach oben anwendet - das Problem dabei liegt im Wort “gleichmässig”. Dieses Problem kann das Schnurstativ lösen:


http://www.metacafe.com/watch/1041948/1_image_stabilizer_for_any_camera_lose_the_tripod/
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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Stefan Junger

    schrieb am 5. Februar 2008 um 09:15 Uhr (#)

    Die Überschrift sollte wohl lieber “Schnur statt Einbein” lauten, das würde die Sache treffen. Für (verhältnismäßig) leichtes Equipment finde ich die einfache, aber geniale, Lösung gut, weil man so die Kamera tatsächlich etwas stabilisieren kann. Ein Stativ kann man so sicher nicht ersetzen, aber es ist zumindest eine kleine Hilfestellung für unterwegs, die immer dabei sein kann.

  2. Peter Sennhauser

    schrieb am 5. Februar 2008 um 09:56 Uhr (#)

    Stefan: Jupp, stimmt, hab ich mir anfangs auch mal gedacht und dann beim Schreiben gleich wieder vergessen.

  3. Daniel Ebneter

    schrieb am 5. Februar 2008 um 13:49 Uhr (#)

    Der physikalische Clou am ganzen ist aber nicht, dass der Fotograf die Gewichtskraft der Kamera durch “gleichmässigen Zug nach oben” ausgleicht: Das tut er auch sonst, wenn er sie auf einer bestimmten Höhe hält. Mit dem Schnurstativ darf der “Zug nach oben” grösser sein als die Gewichtskraft der Kamera, ohne dass diese sich nach oben zu bewegen beginnt (wenn die Schnur nicht besonders elastisch ist). Dieser Spielraum stabilisiert die Kamera.

  4. claudia

    schrieb am 5. Februar 2008 um 16:42 Uhr (#)

    @Daniel
    Ist auch meine Meinung, die physikalische Wirkung geht spätestens beim «klick» (Hebewirkung geht runter) flöten. Ich glaube, das Ding ist ganz gut für Filmer. Um beim Film die Kamera halbwegs auf einer Ebene zu halten.

    Aber probieren werde ich es.

  5. Peter Sennhauser

    schrieb am 5. Februar 2008 um 17:53 Uhr (#)

    Daniel: Das ist natürlich die korrekte physikalische Erklärung. Demnach muss auch Claudias Einwand nicht stimmen - ich kann durchaus mit beiden Händen so viel übermässige Hebewirkung erzeugen, dass der Fingerdruck auf den Auslöser keinen Einfluss auf die Kamerastabilität mehr hat.

    Ich werds natürlich auch ausprobieren…


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