Apple Aperture 2 Schneller und übersichtlicher

Mit der neuen Version von Aperture verbesserte Apple die Geschwindigkeit und sorgte für ein übersichtlicheres Interface. Und auch mit den rund 100 neuen Funktionen rückt Aperture weiter auf zu Adobe Lightroom.

Von Michel Rossier

Screenshot aus Aperture 2 von Apple

Screenshot aus Aperture 2 von Apple


Leistungsstarke Bildbearbeitung: Aperture 2 von Apple

Das erste was bei Aperture 2 auffällt, ist die aufgeräumtere Benutzeroberfläche des Programms im Vergleich zu den Vorversionen (und auch im Vergleich zu Adobe Lightroom). Die Bereiche für Projekte, Metadaten und Anpassungen sind nun auf der linken Seite zügig über Reiterkarten aufrufbar.

Aber die wohl wichtigste Optimierung, die man beim Benutzen bald bemerkt, wurde in der Geschwindigkeit der Funktionen und der Anwendung der Filter gemacht. Mit meinem iMac (mit 2 Ghz Intel Prozessor und 2GB RAM) werden die Bilder nun viel schneller importiert und man kann noch während dem Importieren mit dem Bearbeiten der ersten Bilder beginnen.

Auch das Reinzoomen auf 100% Bildansicht ist jetzt fast so schnell wie bei Adobe Lightroom, aber gefühlt immer noch einen Tick langsamer. Die Anwendung von Korrekturen und Filter geschieht zu Beginn tatsächlich ebenso viel schneller, hat man aber jedoch an einem Bild einige Korrekturen gemacht, kann die Geschwindigkeit des ganzen Verarbeitungsprozesses stark abnehmen, wenn man noch weitere Funktionen anwendet. So wird auch das Scrollen des Bildes in Grossansicht merklich langsamer. Da ist man mit Adobe Photoshop, zum Vergleich, immer noch massiv schneller, was aber daran liegt, dass Aperture nie das Ursprungsbild direkt verändert, sondern alles immer als Filter anwendet und so ein Bild ständig neu berechnet werden muss.

ein in Aperture 2 bearbeitetes Bild

ein in Aperture 2 bearbeitetes Bild


Nach getaner Arbeit – Apples Aperture 2 (Foto: Michel Rossier)

Mit den 100 neuen Funktionen wurde auch die Verarbeitung der Fotos im RAW-Format optimiert. Gerade in sehr hellen Bildbereichen konnte ich damit, bei einem ersten Test, mehr Details herausholen beim Importieren.

Weitere Interessante Neuerungen sind z.B. der Retuschierpinsel, mit welchem man schnell Flecken und störende Elemente entfernen kann – funktioniert ähnlich wie der Photoshop Bereichsreparatur-Pinsel. Auch die Möglichkeit Vignettierungen (Randabunklung) zu entfernen oder hinzuzufügen ist sehr hilfreich. Neu können auch eigene Shortcuts definiert werden, was sinnvoll sein kann, wenn man bereits in Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm gewohnt ist, schnell Funktionen und Fenster aufzurufen.

Für mich fehlt einzig noch ein Abwedler- und Nachbelichter-Werkzeug um Bereiche in einem Bild partiell aufzuhellen oder abzudunkeln. Das wäre ein echtes Killerfeature gegenüber Adobe Lightroom.

Apple bietet auf ihrer Webseite rund 50 Video-Tutorials zu Aperture 2 an, dort kann auch eine kostenlose Testversion heruntergeladen werden.

Apple Aperture 2

 

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2 Kommentare

  1. also für mich kommt aperture hier einfach zu gut weg. während der letzten monate haben aperture-anwender sich primär mit der frage herum geschlagen wie man mit seinen metadaten am besten und ohne datenverlust nach lightroom wechseln kann. eine schnellere version wird daran auch nichts ändern.
    auf verschiedensten webseiten haben anwender dutzende und hunderte funktionsverbsserungen eingebracht, da wäre es also mit ein bisschen abwedeln und nachbelichten bestimmt nicht getan. und von einem killerfeature kann man erst recht nicht sprechen, dafür würde kein mensch zu aperture wechseln.
    das will natürlich nicht heissen, dass adobes lightroom nun perfekt ist, auch dort gibt es noch vieles zu verbessern.

  2. also für mich kommt aperture hier einfach zu gut weg.

    Es kommt immer drauf an, für welche Zwecke man die Software braucht. Ich kenne Fotografen aus beiden Lagern und welche, die nach wie vor nur mit Capture One arbeiten.

    auf verschiedensten webseiten haben anwender dutzende und hunderte funktionsverbsserungen eingebracht

    Das ist auch normal so. Und wenn man alle umsetzt hat man Photoshop und InDesign in einer Software.

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