Fotos im Regen:
Plastiksack um die Kamera

Peter Sennhauser, 23. Februar 2008 11:15 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Fotografie ist kein Schönwetterhobby – Regenstimmung kann bezaubernd sein. Aber braucht man für Shootings im Sturm keine Sonderausrüstung?

Paul Dodson Regennachmittag in Havanna
Regennachmittag in Havanna – ein Bild aus Paul Dodsons Serie “Photos in the Rain” (Bild Paul Dodson )

Es wird ein grässlich stürmisches Wochenende in San Francisco, und einmal mehr habe ich mir überlegt, mit der Kamera im Regen auf Bilderjagd zu gehen – der Golden Gate Park ist in diesem Winterwetter eine märchenhafte Landschaft. Und sogleich habe ich Gedanken mangels Ausrüstung, sprich Regenhülle für die Kamera und einen Schirmhalter für den Monopod, und gute Schuhe und… verworfen (gute Ausrede – bei Windböen von 50mph kann ich den Schirm eh vergessen, wobei ich dann vielleicht auch nicht neben 100 Jahre jungen Redwoods und -alten Eukalyptusbäumen stehen sollte). Dabei brauchts gar nicht viel:

In seinem Blog beschreibt Matt Greer, wie er ganz einfach mit einem transparenten Plastiksack einen Kamera-Poncho macht, um danach an einem Regentag den Park für sich allein zu haben.

Matt hat dazu das gewünschte Objektiv (er war mit einem Makro unterwegs, was die Sache gegenüber einem Tele wie meinem für spontan-Fotogänge bevorzugten 18-200mm gehörig erleichtert) und den Blitz angesetzt, die Kamera in den Sack verpackt und unter dem Body sowie am Objektivende gestrafft. Das Ende unter dem Gehäuse kann mit Schnur zusammengebunden werden – hier sollte auch die Öffnung des Plastiksacks sein. Am Objektivende wir der Plastik mit einem Gummiband festgemacht – Matt hat, um das zu erleichern, ausserdem die Sonnenblende auf das Objektiv aufgesetzt.

Schliesslich schneidet man dircht hinter der Blende den Sack auf, so dass die Linse freiliegt. Jetzt kanns losgehen, wobei die Kamera mit Vorteil zum Boden zeigend getragen wird – und Fotos in heftigen Regenstürmen damit natürlich noch immer problematisch sind.

Aber Matts Makroaufnahmen von Blumen mit Regentropfen haben ihn für den nassen Tag belohnt, und ich habe beschlossen, das Thema näher zu verfolgen.

Eure Tipps und Tricks würden ich sehr interessieren, bitte direkt an mich (Vor- Punkt Nachname Affenschwanz Blogwerk punkt com) schicken. Ich bin dankbar für alles, von Kleidung und Ausrüstung und gadgets bis zu Tricks betreffend die Aufnahmetechnik oder das Aufwärmen nach dem Shooting.

Matts Tipps zur Regenfotografie

Paul Dodsons “Photosintherain”

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1 Kommentar

  1. marco
    schrieb am 2. März 2008 um 18:57 Uhr (#)

    ich habe die plastik-sack-variante bei open-air-regen-konzerten auch eine weile lang praktiziert, habe dann aber irgendwann mal 60 euro für einen regenschutz von kata investiert. per klettverschluss läßt sich die schutzhülle an nahezu jedes objektiv klemmen (bei mir meist das 70-200 vr, 2.8, größere objektive könnten theoretisch mit noch einer optionalen schutzverlängerung ebenfalls geschützt werden. riesenvorteil: rückseite bleibt komplet bedienbar, und man muss nicht durch das plastik auf die knöpfe drücken, sondern ist wirklich direkt an der kamera dran. gerade bei längeren outdoor-sessions angenehmer als die plastik-beutel-lösung. genaue bezeichnung meiner hülle ist: kata element cover e-702, vielleicht funktioniert ja auch der link:
    http://kata-bags.com/Item…tId=4&ProdLine=4

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