Das Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main zeigt einen wahren Außenseiter der Gesellschaft - und unter den Fotografen: den Tschechen Miroslav Tichy.
Miroslav Tichy: Ohne Titel, undatiert
Er nennt sich “Tarzan in Pension” oder einen “Samurai”, dessen einziges Ziel es sei, seinen Gegner zu vernichten. Viele Jahrzehnte lebte er wie ein Eremit völlig zurückgezogen von der Welt in seiner eigenen Welt. Besucher pflegte der Mann, der ungefähr so aussah wie Robinson Crusoe nach vielen einsamen Inseljahren, mit der Axt zu vertreiben. Schließlich überredete ihn ein Jugendfreund, seine Fotografien der Welt zu zeigen.
» weiterlesen
Mit Tele- oder Makroobjektiven lassen sich extreme Kontraste bewirken, die das Motiv beinahe plastisch aus dem Bild herausragen lassen. Der gleiche Effekt kann in der digitalen Dunkelkammer bewirkt werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tanya Naujok). - Leider keine Exif-Daten
Semi-Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Tanya Naujok:
Die Emotionalität dieses Bildes liegt in den Extremen: Der solide, schwarze Hintergrund birgt die ungewisse Zukunft für die Löwenzahn-Samen, die “abflugbereit” nur noch mit minimaler Kraft am Blütenkopf hängen. Drei Elemente verstärken diesen Eindruck:
» weiterlesen
Als einen verstörende Balance-Akt zwischen Selbstverwirklichung und Selbstzerstörung – so zeigt Ivonne Thein das Thema Magersucht: Ihre Bildserie Zweiunddreißig Kilo ist im Berliner C/O zu sehen. Die Reihe Talents widmet sich der Nachwuchsförderung.

Ivonne Thein – aus: Zweiundreißig Kilo: Bildserie zu Magersucht und Fotografie
Für manche ist die Fastenzeit an Ostern nicht beendet. Die Kampagne des italienischen Fotografen Oliviero Toscani wandte sich klar gegen Magersucht und ihre lebensbedrohlichen Folgen – vor allem unter Fotomodels. Ivonne Thein dagegen beschäftigt sich sowohl mit den negativen Folgen extremer Schlankheit als auch mit dem Medium, das dieses als Schönheitsideal erst in Szene setzt:
» weiterlesen
Lensbaby ist das Tilt/Shift-Objektiv für Arme, das Anti-Scheimpflug-Effekte mit jeder Spiegelreflexkamera erlaubt. Das neue Modell der dritten Generation ermöglicht Feineinstellungen dank Feststellschrauben. Wir haben es getestet.

Lensbaby auf der Nikon D200. Ein echter Hingucker. (Bilder: PS/fokussiert.com)
Schön ist es jedenfalls nicht. Das Lensbaby sieht aus wie Frankensteins Objektiv - oder wie ein chirurgisches Instrument zur Fixierung von Wirbelsäulen.
» weiterlesen
Weniger ist manchmal mehr. Ist es notwendig, alles scharf abzubilden, oder können wir durch die Reduktion auf das Wesentliche einem Bild mehr Pep geben?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Markus Kiefer). Fujifilm FinePix S6500fd - 1/320s - f/3.6 - ISO 200 - 12.8mm (58mm KB)
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Markus Kiefer:
Mein erster Eindruck des Bildes war: «Farbstich!«, aber genau das war es, was mich das Foto genauer betrachten liess:
» weiterlesen
“Das HDRI-Handbuch” von Christian Bloch, nach wenigen Monaten bereits das Standardwerk zu HDRI in den USA, ist im Februar nun beim dpunkt-Verlag erschienen.

Auch in der deutschen Ausgabe ist das Buch bisher schon auf allen Trefferlisten ganz oben dabei und wird in den verschiedensten Foren und Communities besprochen und gelobt.
Der Verlag dpunkt ergänzt die Einführung des Buchs mit Workshops in Mannheim.
High Dynamic Range Imaging (HDRI) bezeichnet eine neue Methode, den gesamten Kontrastumfang von Szenen digital zu erfassen und zu bearbeiten. Das uralte fotografische Problem der Über- oder Unterbelichtung wird hier elegant umgangen.
» weiterlesen
In Salzburg sind jetzt Osterfestspiele. Auch in Sachen Fotografie ist die Mozartstadt derzeit einen Ausflugstrip wert – und das in mehrfacher Hinsicht. Ich sage nur: Hiroshi Sugimoto, Eva & Adele, Erich Lessing. Die Mozartkugeln nicht zu vergessen.

Hiroshi Sugimoto: Polar Bear, 1976
Da war die Welt der Eisbären noch in Ordnung, als Hiroshi Sugimoto dieses Bild machte. Oder doch nicht?
Der Japaner, auf den wir auf fokussiert.com schon einmal hingewiesen haben, wird im Salzburger Museum der Moderne Mönchsberg gezeigt. Gleiches Museum, anderer Ort, das Rupertinum: Frühe Fotografie von Eva & Adele. Außerdem: Reise/Wege – eine Ausstellung zum Thema des Reisens mit Bildern aus der Sammlung der Österreichischen Fotogalerie. Den Magnum-Fotografen Erich Lessing gibt’s in der Galerie Fotohof und in der neu eröffneten Leica Galerie Salzburg zu sehen.
» weiterlesen
Ein immer wieder lohnendes, wenn auch nicht immer dankbares Motiv ist der Himmel mit seiner Struktur der Wolken. Aber auch durch rein gestalterische Elemente kann ein Bild interessant werden und durch Farbstimmungen Gefühle vermitteln.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Manuela Derschang). Canon EOS 400D - 1/1600s - f/11 - 400 ISO - 50mm
Kommentar der Fotografin:
Ein Motiv, an dem ich mich immer wieder versuche, ist der Himmel. Ich mag Bilder, bei denen Wolken und Sonne ein wenig dramatisch und kontrastreich dargestellt sind. All zu oft sind meine Aufnahmen jedoch überbelichtet, oder die Wolken verschwimmen ohne jeglichen Kontrast. Diese Aufnahme hier habe ich bei einem Spaziergang in Spicheren/Frankreich aufgenommen:
» weiterlesen
Adobe hat das jüngste Update für die Nachbearbeitungs-Software Lightroom (Mac und Win) zurückgezogen - sowohl Lightroom 1.4 als auch CameraRaw 4.4 wiesen grobe Bugs auf.

Adobe Lightroom, in der vorletzten Version 1.3…
Im Blog auf der Adobe-Site haben sich die Entwickler des hochgepriesenen Nachbearbeitungs-Tools Photoshop Lightroom für den Lapsus entschuldigt:
» weiterlesen
Otto Steinert, Begründer der Subjektiven Fotografie, trifft auf junge Fotografen, die sich von der Darstellung der Wirklichkeit verabschiedet haben. Die beiden parallelen Ausstellungen in der Erfurter Kunsthalle bieten direkte Vergleichsmöglichkeiten.

Otto Steinert: “Die eiligen Touristen”, 1950er Jahre
Copyright Stefan Steinert, Essen; Courtesy Galerie Kicken, Berlin
Otto Steinert setzte den “subjektiven Gestaltungswillen” des Fotografen über die Bemühungen, eine Wirklichkeit möglichst getreu abzubilden. Auf diesem Weg sind heute viele Fotokünstler, darunter ganz ausdrücklich die Gruppe unter dem programmatischen Namen “Absage an die Wirklichkeit”. Dazu bedienen sie sich der digitalen Möglichkeiten, die Otto Steinert nicht mehr erleben konnte – er starb im Jahr 1978.
» weiterlesen