Lochkamera:
Erstaunliche Bilder

Sonntag war internationaler Lochkamera-Tag. Wir haben die erstaunlichsten Pinhole-Bilder zur Ansicht versammelt.

veering left - Darren Constantino, Canfield, Ohio, USA
„veering left“ – Darren Constantino, Canfield, Ohio, USA: „Ich habe eine selber gebaute Pinhole-Kamera an mein Fahrrad geklebt und bin im Hof im Kreis gefahren. Belichtungszeit rund 5 Sekunden, Fuji Reala 120 film (ISO 100).

Die Grundlagen der Fotografie sind ein dunkler Raum, lichtempfindliches Material – und ein winziges Loch, durch das eine bestimmte Menge Licht eingelassen wird. das beweisen die Teilnehmer des Internationalen Pinhole-Photography-Events:

Mehr als eine selber gebaute „Camera Obscura“ und Film braucht es nicht, um grossartige Fotografien zu machen. Die resultate des weltweiten Lockkamera-Tags beweisen es – bisher mit 1200 Aufnahmen. Wir haben die erstaunlichsten Ergebnisse des achten internationalen Pinhole-Photography-Tags zusammengetragen und präsentieren sie im Einvernehmen mit den Fotografen und Fotografinnen.

Beispielsweise Chris Heilman aus den USA:

Ich habe mit einer Nikon D70 auf Infrarot und einer Objektiv-Abdeckung mit 280Mü-Loch meinen Sohn und seine Schwester beim Basketballspiel fotografiert – aus der Hand.

pinholekid - Chris Heilman, USA - http://radio.weblogs.com/0101365/
Chris Heilman, USA: Kid Playing in the Driveway.

mydoor.jpg parking-lot800.jpg danslegaz.jpg
Oben: Dobos Gyula, „Meine Tür“; Hester Keijser, „Parkplatz“, Jacques Demers, „Dans Le Gaz“

Unten: „Treppenhaus“, Giorgio Maria Griffa; „Fork“, Takashi Muramatsu; „PinholeRose“, Cameron J. Stephen (Klick für Vollansicht)
stairwaybygmgriffa.jpg fork.jpg apinholerose.jpg

Interessanterweise handelt es sich grösstenteils um Schwarz-Weiss-Aufnahmen: Die meisten Pinhole-Enthusiasten arbeiten nicht mit Digitalkameras, denen sie eine Lochplatte vor der Objektivöffnung verpassen – obwohl auch das funktioniert, wie Chris Heilman grade gezeigt hat – sondern mit Film. Und viele entwickeln und vergrössern ihre Bilder auch selber. „Fork“ von Takashi Muramatsu allerdings ist als Polaroid-Pinhole-Aufnahme entstanden.

Obwohl Porträts aufgrund der langen Belichtungszeit recht schwierig anzufertigen scheinen, ergeben sich gerade dadurch reizvolle Geisterbilder und unscharfe Züge, die den Fotos einen zusätzlichen Reiz verleihen. Leider haben ausgerechnet die Porträt-Fotografen, die wir angeschrieben haben, nicht rechtzeitig reagiert. Aber die Bildgalerie des Pinhole-Events lohnt sich ohnehin anzusehen, auch wenn nicht alle Aufnahmen derart grandiose Aufnahmen sind wie die hier gezeigten.

Internationaler Tag der Pinhole-Fotografie: Alle 1200 Aufnahmen in der Galerie.

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