PhotoEspana 2008:
Die Welt zu Gast in Madrid

Uli Eberhardt, 4. Juni 2008 15:17 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

In Madrid startet die PhotoEspana 2008, weltweit eines der bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Fotografie.

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Florian Maier-Aichen: Ohne Titel, 2005
Courtesy Blum & Poe, Los Angeles / 303 Gallery New York

“Place” – Orte, Plätze, Raum – das ist das Hauptthema der zehnten PhotoEspana 2008. Bis zum 27. Juli werden 69 Ausstellungen gezeigt mit 230 Künstlern aus 35 Ländern. Das Festival unterteilt sich in ein “offizielles” Programm und in einen “Off”-Teil.

Im “offiziellen “Teil gibt es einerseits wichtige Vertreter zeitgenössischer Fotografie zu sehen: Thomas Demand etwa, auf dessen Modellfotografie wir hier schon eingegangen sind, Florian Maier-Aichen oder Javier Vallhonrat. Andererseits werden auch Klassiker gezeigt wie Bill Brandt, W. Eugene Smith und Robert Smithson.

Florian Maier-Aichen zum Beispiel, 1973 in Stuttgart geboren, widmet sich der Landschaftsfotografie. Er hat Ansichten der Küste Kaliforniens fotografiert, erstmals ausgestellt 2007 in Los Angeles. Das Museum Thyssen-Bornemisza zeigt davon in Madrid 15 Riesenformate. Diesen Bildern wird eine “erhabene Romantik” nachgesagt, so wie sie in den Gemälden Caspar David Friedrichs zum Ausdruck kommt.

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Bill Brandt: Watery Lane, Small Heath, Birmingham, April 1943
Bournville Village Trust Archive, Birmingham Library and Archive Services

Der deutsch-englische Fotograf Bill Brandt (geboren 1904 in Hamburg, gestorben 1983 in London) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der britischen Fotografie. Über mehr als 50 Jahre entwickelte Brandt ein breites Schaffen – von Landschaft, Porträt und Akt bis zur Sozialfotografie reicht das Spektrum.

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Mathieu Pernot: Meaux, 24. April 2004, aus der Serie “Implosions”

Mathieu Pernot ist einer von sechs Fotografen, die sich unter dem Titel “Utopia” der Nachkriegsarchitektur der fünfziger und sechziger Jahre widmeten. Sie blicken auf diese zweckgebundene Architektur und schauten auch zu, wie der einst utopische Traum wieder zusammenstürzte.

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Javier Vallhonrat: #72, 2003
Courtesy Galeria Helga de Alvear

Javier Vallhonrat (Jahrgang 1953) aus Madrid studierte Malerei, begann aber früh als Fotograf zu arbeiten. Er war unter anderem Fotograf für Glamour-Magazine wie Vogue. Die Vorstellung vom Raum und dessen Darstellung in der Fotografie fand immer Vallhonrats besonderes Interesse. Der Serie “Acaso” (Vielleicht), aus der das gezeigte Bild stammt, widmete er mehr als vier Jahre. 31 Panorama-Fotos werden nun in Madrid gezeigt – die Dramatik des natürlichen Raumes und wie der Mensch diesen zu seinem eigenen machen will.

Wer mehr von der PhotoEspana sehen will, schaut sich am besten erstmal auf der Webseite um, die auch eine englische Version hat. Dort gibt’s eine Programmübersicht – neben den Ausstellungen auch die weiteren Veranstaltungen, zum Beispiel Kino oder Portfolio-Sichtungen.

PhotoEspana 2008
Online-Galerie Florian Maier-Aichen

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