Mondfotografie:
Heute:
Vollmond!

Einmal im Monat gibt es Gelegenheit für die wirklich guten Mondbilder. Leider sind die besten Zeiten im Juni bereits vorbei – Monduntergänge ausgenommen. Die detaillierte Anleitung.

Aufgehender Mond hinter Alcatraz (© PS)
Der Vollmond hinter Alcatraz (eigentlich nicht vorzeigbar: verwackelt und verrauscht – aber so klein gehts ja…) © PS

Auch wenn Martin auf Kwerfeldein grade einen Sonnen-Untergangs-Fotowettbewerb lanciert – eigentlich wäre dieser Tage Mond angesagt: Es ist Vollmond, den gibts nur zwölfmal im Jahr (wenn ich richtig gezählt habe).

Das spannende daran ist nicht die grosse Silberscheibe – die ist, wie bereits in der Mondfoto-Kurzserie erklärt, eigentlich langweiliger als ein halber Mond. Aber voll ist der Mond ja deshalb, weil er der Sonne genau gegenüber steht. Das heisst, dass er in der Dämmerung auf- und untergeht, und das eröffnet neue Möglichkeiten:

Und erst damit gibt sich die Gelegenheit für Mondaufnahmen, die neben dem Erdtrabanten (oder vielmehr vor ihm) auch Teile der Landschaft, der Stadt oder anderes zeigen.

Aber aufgepasst: Die Geschichte ist sehr viel komplizierter, als einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Der Mond ist nämlich sowohl in seinen Zeiten als auch in der Wahl des Ortes, wo er auftaucht, sehr viel wankelmütiger als die Sonne.

Zumindest für Bilder vom Mondaufgang sind deshalb genaue Bestimmungen der Visierlinie nötig. Aber leider sind die Aufgangs-Zeiten im Juni ohnehin bereits nicht mehr Ideal, sie lagen vor dem Vollmond. Es bietet sich allenfalls der Monduntergang an, der frühmorgens über den Horizont geht und den Vorteil bietet, dass man nicht rätseln muss, wo der Gute auftauchen wird, sondern ihm gemütlich hinterherschauen und den besten Standort fürs Tele-Fernrohr suchen kann.

Die ganze Litanei, was alles für ein Mondbild nötig ist, findet sich in dieser Serie aus dem letzten Jahr:

Mondfotografie 1: Wie belichten, wann aufnehmen?
Mondfotografie 2: Wo, bitte, wird er denn auftauchen?
Mondfotografie 3: Die Kompass-Probe aufs Exempel

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3 Kommentare

  1. Martin Gommel
    schrieb am 22. Juni 2008 um 12:34 Uhr (#)

    ;) Na dann sage ich trotzdem danke für die Erwähung ;)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 22. Juni 2008 um 20:51 Uhr (#)

    Martin, ich grab ja längst im Archiv nach Sonnenuntergangsbildern… Die haben bloss alle eins von zwei Problemen: entweder sie sind banal, oder aber sie sind purer Kitsch.
    Die Aufgabe, die Du da gestellt hast, ist deswegen ganz gemein anspruchsvoll…

  3. Martin Gommel
    schrieb am 22. Juni 2008 um 21:09 Uhr (#)

    ;) Na dann bin ich ja mal gespannt, ws da noch von Dir kommt ;)

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