GigaPan:
Der Panorama-Roboter

Einen “Fotografier-Roboter” haben Forscher der Carnegie Mellon Universität entwickelt: In “GigaPan” wird eine handelsübliche Digitalkamera eingesetzt; das Gerät schießt dann selbstständig eine Fotoserie.


Panorama-Aufnahme Golden Gate, San Franzisco (Bild: Randy Sargent, Carnegie Mellon Universität)

Panorama-Aufnahmen sind immer noch sehr gefragt; statt mit Klebstoff und Schere kann man heute die Fotos in Photoshop oder speziellen Programmen zu einem großen Panorama zusammensetzen lassen. Nur die Aufnahmen, die muß man zuvor mit Stativ und Panorama-Kopf noch selbst machen. Noch.

An der Carnegie Mellon Universität wurde nun nämlich ein “Foto-Roboter” entwickelt, der einem auch diese auf Dauer ja doch etwas monotone, aber für gute Ergebnisse sehr exakt auszuführende Tätigkeit abnimmt: “GigaPan“.


Betaversion der Gigapan-Variante für den Consumermarkt. (Bild: Carnegie Mellon Universität)

Der Name steht für Panorama und Gigabytes voller Daten. Denn da der Roboter nicht müde wird, kann man ihn auch mit einer Kamera mit Teleobjektiv bestücken und dann ein Raster aus Hunderten von Aufnahmen abklappern lassen. Nur vor Sonnenuntergang fertig muß die Aufnahme dann irgendwie noch werden.

Sollte das allerdings nicht klappen, dann ergeben sich interessante Zeitrafferaufnahmen, für die man den Gigapan-Roboter auch programmieren kann – obwohl viele Kameras das ja auch so können.


Indischer Tempel, mit Gigapan aufgenommen (Bild: Matt Deans, Carnegie Mellon Universität)

Neben teuren Profi- und Wissenschafts-Anwendungen soll es von dem “mechanischen Fotografen” auch eine preiswerte Ausführung unter 500 US-Dollar für Fotoamateure geben. Der Prototyp schaut allerdings noch aus, als ob er für die Medizintechnik bestimmt ist.

Momentan kann man immerhin schon enige hochauflösende Panoramafotos in Flash auf der Website des Gigapan Projekts und noch mehr auf der eigens eingerichteten Gigapan-Community bewundern. Ein Gigapan-Foto von der Hanauma Bay in Hawaii besteht aus 25 Reihen und 70 Spalten, was zwei Stunden benötigte. In die innert weniger als zwei Stunden entstandenen 5,63 GB kann man weit tiefer reinzoomen als bei den heftigsten Überwachungs-Webcams.

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