6D-Grafik:
Licht und Schatten

Ein Forscherteam von MIT und Max-Planck-Institut hat 3D-Computerbilder entwickelt, die man ableuchten kann.


Dieses 3D-Computerbild reagiert auf das reale Umgebungslicht (Bild: MIT)

Sechs Dimensionen? Was ist das denn – und auch noch ind er Fotografie? Nun, eigentlich klappt es ja schon seit Jahren nicht einmal mehr mit den 3D-Bildern, die am Anfang der Fotografie doch völlig selbstverständlich waren und weshalb man heute das New York um 1900 noch dreidimensional in Stereoskopie-Aufnahmen bewundern kann. Auch spätere Bemühungen um die dreidiemensionale Fotografie scheiterten an mangelndem Publikumsinteresse.

Heute sind alle Bilder flach – auch in sogenannten 3D-Welten wie “Second Life”. Wozu also jetzt auch noch “6D?”

Nun, gemeint ist, daß “6D” ein Objekt nicht nur stereoskopisch und auch nicht nur zum “Drumrum-Gucken” zeigt wie ein Hologramm, sondern auch noch auf den Lichteinfall reagiert, so wie es ein natürlicher Gegenstand ja auch täte – auch noch ein Papierfoto, ein Bildschirm üblicherweise aber nicht. (Video)


Funktionsprinzip: Die dargestellte Weinflasche schaut je nach Umgebungslicht anders aus (Bild: MIT)

Damit wirkt die 3D-Darstellung noch echter, man kann sich den Gegenstand sogar mit einer Taschenlampe genauer ansehen. Sinnvoll kann dies für Ausbildungszwecke sein; so kann das Innere eines Motorblocks oder Atombrennstabs mit der Taschenlampe ausgeleuchtet werden. Und eine virtuelle Rose reagierte wie eine echte auf das Umgebungslicht.

Die Forscher am MIT Media Lab unter Professor Ramesh Raskar entwickelten das System zusammen mit Martin Fuchs, Hans-Peter Seidel und Hendrik P.A. Lensch vom MPI Informatik.

Der Pferdefuß bislang: Der Preis. Pro Pixel ist mit etwa 30 US-Dollar zu rechnen, ein Display in VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) käme also bereits auf über neun Millionen US-Dollar.

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