Der Fotograf Benjamin Katz:
Der Künstler-Fotograf

300.000 Fotos hat Benjamin Katz gemacht. Auf 20.000 davon ist der Künstler Georg Baselitz zu sehen. Die Portraits von Katz sind ohne Zweifel etwas sehr Persönliches. 3sat widmet ihm heute eine Dokumentation.


Benjamin Katz wurde am 14. Juni 1939 in Antwerpen, Belgien geboren. 1956 begann er in Berlin an der Hochschule für Bildende Künste zu studieren und gründete 1963 die Galerie Werner & Katz.

1972 zog Katz nach Köln und kümmert sich seitdem um die Kunst im Ruhrgebiet, 1976 begann er, beruflich als Fotograf zu arbeiten, wobei er jedoch stets Künstler aufnimmt und auch selbst schon auf der Documenta vertreten war.

Den Maler und Bildhauer Georg Baselitz kennt Benjamin Katz seit 1957, inzwischen hat er über 20.000 Aufnahmen von ihm gemacht.


Benjamin Katz (Bild: Zweites Deutsches Fernsehen / Westdeutscher Rundfunk / Heiter Filmproduktion)

Baselitz hatte zunächst in Ostberlin an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst studiert, doch war er mit dem politischen System der DDR aneinandergeraten: man konstantierte ihm dort «gesellschaftspolitische Unreife«, sodaß Baselitz 1958 “rübermachte” und im Westen weiterstudierte.

2004 wurden die Baselitz-Fotografien von Benjamin Katz in Dresden ausgestellt; Wolfgang Hesse schrieb ein ausführliches romantisch-philosophisches Essay hierzu. Ebenso wurden die Baselitz-Fotos bereits in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle gezeigt.


Benjamin Katz und Georg Baselitz (Bild: Zweites Deutsches Fernsehen / Westdeutscher Rundfunk / Heiter Filmproduktion)

Klar, daß Jürgen Heiter in seinem Dokumentarfilm «Der Photograph – Benjamin Katz«, den 3sat heute um 21.40 Uhr in Erstausstrahlung zeigt, dabei mit Katz Georg Baselitz in seinem Schloss mit 130 Zimmern besucht. Doch nicht nur: Der Essayfilm in 19 Kapiteln ist stolze 135 Minuten lang, zwei Stunden und 15 Minuten!

Auch Markus Lüpertz wird gezeigt, ihm musste Katz vor 25 Jahren nachts immer Spiegeleier braten, als er noch seine Bilder in seiner Galierie ausstellte. Weitere Künstler, die in dem Essay zu Wort kommen sind Rosemarie Trockel, Gerhard Richter, Jan Hoet sowie Jonathan Meese.

Der Fotograf Benjamin Katz, Dokumentarfilm von Jürgen Heiter, 135 min., 3sat, 6. September 2008, 21.40 Uhr.

Mehr lesen

23.5.2012, 0 KommentareJunge Fotografie:
Europäische Identitäten

Zwölf junge Fotografen haben sich in Essays mit dem Thema europäische Identität befasst. Das Ergebnis sehen wir aktuell in Hamburg.

14.5.2012, 0 KommentareDas Foto des Jahres 2011 in Zürich

Anfang Februar wurde in Amsterdam das World Press Photo des Jahres 2011 erkoren.

KEYSTONE präsentiert World Press Photo 12: fokussiert.com verlost Eintritte

19.4.2012, 7 KommentareKEYSTONE präsentiert World Press Photo 12:
fokussiert.com verlost Eintritte

Samuel Aranda hat das beste Pressefoto des Jahres 2011 geschossen. Der World Press Photo Contest ist der renommierteste Pressefoto-Wettbewerb der Welt.

5 Kommentare

  1. sebastian
    schrieb am 6. September 2008 um 23:20 Uhr (#)

    Hallo,

    wie heißt denn die Band die ab und an zu sehen ist.
    Also das Trio mit den drei Plattenspieler?

    Bitte melden

  2. I. D. Eff
    schrieb am 7. September 2008 um 00:45 Uhr (#)

    Blank = Rüdiger Carl, Oliver Augst, Christoph Korn.

    http://www.augst-carl-korn.de/

    Schöner Film.

  3. Andreas Fürbach
    schrieb am 8. September 2008 um 13:51 Uhr (#)

    Ich habe den Film leider verpasst – ist bekannt, ob es kurzfristig eine Wiederholung geben wird?

    Andreas

  4. ts
    schrieb am 8. September 2008 um 14:26 Uhr (#)

    An die fokussiert-Redaktion mal meinen ausdrücklichen Dank. Die Programmhinweise und Künsterportraits sind durchweg interessant und lassen mich täglich hier vorbeischauen.

    @Andreas Fürbach: 3sat.de und diverse TV-Onlinemagaine weisen leider keine kurzfristige Wiederholung aus.

  5. kennethkeen
    schrieb am 8. September 2010 um 19:14 Uhr (#)

    Benjamin Katz wird dieser Woche in Duesseldorf erwartet, zur Austellungen von Beuys und Paik

    2010 08 08

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.