Katzenbild:
Mehr Persönlichkeit

Lustige, süße, liebenswerte Tierfotos sprechen fast jeden an – aber die besten Katzenbilder zeigen das individuelle Wesen des Vierbeiners.



Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstand auf der eigenen Terrasse. Jedoch war ich gerade dabei ein anderes Objekt zu fotografieren, so dass ich aufgrund der vorherigen Einstellungen ein sehr dunkles Bild machte, was ich jedoch versuchte in Photoshop zu korrigieren.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Klein:

Eine relativ leichte Art, Leuten mit Deinen Bildern zu imponieren, sind bezaubernde Fotos von Deinen Vierbeinern. Fast jeder hat etwas für solche Fotos übrig.

Macht man Bilder von seinem Haustier, sollte man aber immer daran denken, sie in Momenten erwischen, in denen sie ihren Charakter preisgeben:

Zeig sie in ihrer gewohnten Umgebung, oder wie sie Dinge tun, die Du für typisch hältst (nicht für eine Katze, sondern für Deine Katze).

Vielleicht schläft Deine Katze gern auf Deinem Schreibtisch ein, mit ihrem Kopf auf Deinem Locher, oder Dein Hund sieht gerne fern. Dies sind Dinge, die die Persönlichkeit Deines Haustiers zeigen und Deine Fotos von den normalen Haustierfotos abheben, bei denen die Tiere in die Kamera starren wie ein Reh in die Autoscheinwerfer.

Was dieses Foto anziehend macht, ist erstens der voyeuristische, fast geheime Einblick, und zweitens das strahlende Weiß der Katze, das aus den gedeckten, dunklen, tiefen Farben heraussticht. In diesem Bild sehen wir die Katze in ihrer Umgebung, sie macht den Anschein als sei sie auf der Pirsch. Dies ist interessant, denn es ist eine verborgene Seite des Tierlebens, die wir nicht zu oft zu sehen kriegen.

Würde die Katze aufgeregt auf eine Maus oder einen Vogel blicken und sich zum Sprung bereithalten, wäre das Foto noch stärker. Oder vielleicht hättest Du warten können, bis die Katze einen etwas interessanteren Ausdruck oder ein Gähnen im Gesicht gehabt hätte.

Und zu guter Letzt: Ein etwas weniger ablenkender Hintergrund wäre auch schön.

Der Schlüssel zu einem guten Tierfoto ist allerdings, den Betrachtern ganz genau das zu zeigen, was Dein Haustier für Dich so speziell macht. Und das braucht mehr zeit und Beobachtung als viele von uns wahrhaben wollen.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

Mehr lesen

Haustierfoto: Gefährlicher Plüsch-Tiger

22.11.2011, 3 KommentareHaustierfoto:
Gefährlicher Plüsch-Tiger

Haustierfotografie mal anders: Wer ins Detail geht, lässt manchmal mehr offen als wenn er das ganze Tier komplett abbildet. Dieses Katzenfoto ist der beste Beweis dafür.

Haustierfotografie: Killerblitz

12.4.2011, 1 KommentareHaustierfotografie:
Killerblitz

Kinder und Haustiere sind selten dazu zu bewegen, für eine Fotografie stillzuhalten. Trotzdem lohnt es sich, den Blitz auszuschalten.

Zoo-Foto: Starke Symbolik, perfekt umgesetzt

25.2.2011, 5 KommentareZoo-Foto:
Starke Symbolik, perfekt umgesetzt

Durch Reduktion der Bildinhalte wird hier die Bildaussage verstärkt und Raum für Interpretationen geschaffen.

Vietnamesischer Tempel: Zuviel Symmetrie - oder zuwenig?

25.5.2012, 0 KommentareVietnamesischer Tempel:
Zuviel Symmetrie - oder zuwenig?

Wenn man ein Motiv in perfekter Symmetrie aufnimmt, sollte diese eben auch perfekt sein. Die Frage ist aber, ob Symmetrie von vorneherein die richtige Entscheidung war.

Kunstfoto: Alt und neu

3.5.2012, 0 KommentareKunstfoto:
Alt und neu

Eine zuerst unpassend wirkende Kombinationen verschiedener Dinge - hier alt und modern - hat auf Fotos oft ihren Reiz.

Im Winter auf Bahngleisen

2.5.2012, 8 KommentareIm Winter auf Bahngleisen

Beim Fotografieren muss nicht nur auf die Technik, sondern auch auf das Motiv geachtet werden. Dann werden schnell viele Details sichtbar, die vor dem Auslösen gerne übersehen werden, wie hier beim Portrait einer jungen Frau.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.