Werner Kohn:
Das Leben auf der Straße

Uli Eberhardt, 19. September 2008 11:30 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Klassische Street-Fotografie zeigt in Erlangen die Städtische Galerie: Bilder von Werner Kohn aus rund 50 Jahren, ein Lebenswerk.

Die Ausstellung “Streetlife” zeigt die „Family of Man“ in den großen Städten der Welt und auf dem Land, alleine und in Gesellschaft, heiter und melancholisch. Family of Man? Das ist die große Ausstellung, die Edward Steichen Anfang der Fünfzigerjahre für das Museum of Modern Art zusammengestellt hatte: eine völkerverbindende und bis heute wichtige Fotoschau (wir haben über die Steichen-Retrospektive in Paris berichtet).

Werner Kohn, Jahrgang 1940, lebt in Bamberg. Nach einer Ausbildung als Fotograf, unter anderem an der Essener Folkwangschule bei Otto Steinert (Wiki), arbeitet er seit 1968 freischaffend für deutsche und internationale Zeitungen, Zeitschriften und Verlage.

Kohns überbordendes Werk umfasst Reihen wie Künstler-Porträts und Städtebilder, Arbeiterwelten und Verkehrszeichen, Markttreiben und Stillleben.

Die Ausstellung konzentriert sich auf das Thema “Menschen auf der Straße”.

Zur Ausstellung soll auch ein Fotoband erscheinen, den die elektronischen Buchverzeichnisse allerdings bisher noch nicht verzeichneten. “Blues in my Eyes” ist ein anderes Buch mit Jazz-Fotografien von Werner Kohn und Texten von Rolf Sachsse, der in Krefeld Professor für elektronische Bildmedien ist.

Edward Steichens Ausstellung “The Family of Man” ist übrigens als Dauerausstellung im Schloss von Clervaux in Luxemburg zu sehen. Luxemburg ist Steichens Heimat.

Werner Kohn – Streetlife. Fotografien
Bis 19. Oktober
Städtische Galerie Erlangen im Museumswinkel, Luitpoldstr. 47, 91052 Erlangen
+49 (0)9131-862735, galerie@stadt.erlangen.de
www.staedtische-galerie-erlangen.de Geöffnet Dienstag bis Freitag 11-19 Uhr, Samstag und Sonntag 11-18 Uhr

Städtische Galerie Erlangen

Weiterempfehlen

Mehr lesen

Schattenfoto: Indirekte Gestaltung

8.3.2010, 5 KommentareSchattenfoto:
Indirekte Gestaltung

Schatten sind ein ebenso legitimes Mittel zur Bildgestaltung wie das Licht selbst, von dem sie erzeugt werden.

Sylvia Plachy: Liebend leicht und expressiv

7.2.2010, 1 KommentareSylvia Plachy:
Liebend leicht und expressiv

Die amerikanische Fotografin Sylvia Plachy hat den Salomon-Preis 2009 gewonnen.

Ara Güler: Das Auge Istanbuls

30.9.2009, 3 KommentareAra Güler:
Das Auge Istanbuls

"Das Istanbul meiner Kindheit habe ich wie ein Schwarzweißfoto erlebt", schreibt der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk. Ara Güler, das "Auge Istanbuls", hat die Stadt genau so fotografiert.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.