Nikon D700 im Test:
“D-Lighting” – was bringt es?

Die Nikon D700 erlaubt mit ihrem hochempfindlichen Vollformatsensor erstaunliche Nachtaufnahmen. Doch wie verhält sie sich bei ungünstigen Lichtverhältnissen am Tage?

Der Radio-DXer Christian Brülhart ist hier nicht gerade ins richtige Licht gerückt... (Bild: W.D.Roth)

Der Radio-DXer Christian Brülhart ist hier nicht gerade ins richtige Licht gerückt... (Bild: W.D.Roth)

Canon-Kameras haben inzwischen teils erstaunlich intelligente Algorithmen integriert, um auch ungewöhnliche Belichtungssituationen mit Automatik zu meistern. Zum Entsetzen des Veranstalters eines Treffens von Radiofans in Augsburg (“Du weisst doch, warum wir nicht im Fernsehen sind, sondern Radio machen”) nahm ich die Nikon D700 auch auf diese Veranstaltung mit, so wie zuvor die Canon 40D auf ein Treffen ehemaliger Kollegen, um ihre Alltags- und Schnappschußtauglichkeit zu testen.

Dabei schnitt sie zunächst nicht so gut ab. Grund war eine fotografisch ungünstige Anordnung: Die Bank im Biergarten war abgeschattet, die Wand dahinter dagegen in der prallen Sonne. Die Belichtungsautomatik produzierte daraus prompt lauter Neg Mitbürger dunkler Hautfarbe vor weißer Wand.

Mit (passivem) D-Lighting sieht man von Christian deutlich mehr (Bild: W.D.Roth)

Mit (passivem) D-Lighting sieht man von Christian deutlich mehr (Bild: W.D.Roth)

Die naheliegende Lösung, die infolge der ungünstigen Lichtsituation abgesoffenen Bilder per RAW-Bearbeitung aufzuhellen, war jedoch zunächst nicht möglich, weil Adobe Camera Raw die D700 noch nicht kannte und die Original-Nikon-RAW-Bearbeitungssoftware bei der Mietkamera von Lens Avenue nicht mitgeliefert worden war.

Doch hat Nikon die sogenannte “D-Lighting”-Funktion vorgesehen, um Schatten aufzuhellen und übermäßige Kontraste zu reduzieren. Die aktive Variante ist allerdings vor der Aufnahme einzuschalten, dazu war es hier nun zu spät.

Die passive Variante erlaubt es dagegen, den Algorithmus auch nachträglich auf die bereits geschossenen RAW-Bilder anzuwenden. Die Kamera generiert hieraus dann weitere JPGs.

Mit D-Lighting in schwacher... (Bild: W.D.Roth)

Mit D-Lighting in schwacher... (Bild: W.D.Roth)

...mittlerer und.... (Bild: W.D.Roth)

...mittlerer und.... (Bild: W.D.Roth)

...starker Einstellung werden die Gesichter hell, doch auch bleich! (Bild: W.D.Roth)

...starker Einstellung werden die Gesichter hell, doch auch bleich! (Bild: W.D.Roth)

Mit RAW-Nachbearbeitung entsteht ein ordentliches Bild aus Kerzenlicht (Bild: W.D.Roth)

Mit RAW-Nachbearbeitung entsteht ein ordentliches Bild aus Kerzenlicht (Bild: W.D.Roth)

Auch nach Einsetzen des bei solchen Veranstalungen obligatorischen Gewitters und dem Rückzug in die Innenräume des Lokals blieben die Aufnahmen dunkel – ok., es sollen sich an jenem Abend auch ein paar Schwarzfunker unter den Anwesenden befunden haben, doch erschwerte dunkles Holz statt heller Wände wie am anderen Treffen zusätzlich eine ausreichende Belichtung ohne Blitz.

Hier sieht man von den hinteren Teilnehmern fast nichts mehr... (Bild: W.D.Roth)

Hier sieht man von den hinteren Teilnehmern fast nichts mehr... (Bild: W.D.Roth)

D-Lighting verwandel die Neger in Bleichgesichter (Bild: W.D.Roth)

D-Lighting verwandel die Neger in Bleichgesichter (Bild: W.D.Roth)

Mit RAW-Nachbearbeitung kommen natürlich wirkende Bilder zustande (Bild: W.D.Roth)

Mit RAW-Nachbearbeitung kommen natürlich wirkende Bilder zustande (Bild: W.D.Roth)

Zwar ist eine gute RAW-Bearbeitung D-Lighting angesichts der individuellen Einstellbarkeit deutlich überlegen, aber immerhin: Die Bilder werden so auch ohne Nachbearbeitung im Computer verwendbar.

Offensichtlich ist Nikon daran gelegen, ohne aktiviertes D-Lighting die hohen Kontraste von Aufnahmen unverändert abzulegen – in der Hoffnung auf Displays, die eines Tages mit solchen Situationen auch ohne Nachbearbeitung klar kommen.

Ups...die rechts müssen wohl Schwarzfunker sein! (Bild: W.D.Roth)

Ups...die rechts müssen wohl Schwarzfunker sein! (Bild: W.D.Roth)

D-Lighting läßt auch die Personen im Schatten sichtbar werden (Bild: W.D.Roth)

D-Lighting läßt auch die Personen im Schatten sichtbar werden (Bild: W.D.Roth)

RAW-Nachbearbeitung liefert allerdings das bessere Ergebnis (Bild: W.D.Roth)

RAW-Nachbearbeitung liefert allerdings das bessere Ergebnis (Bild: W.D.Roth)

Störend ist bei D-Lighting – jedenfalls der getesteten passiven Variante – allerdings, daß alle so aufgehellten Bildpartien stark an Farbsättigung verlieren: Man sieht nun zwar etwas, aber schön ist es nicht mehr.

Im Endeffekt ist es sinnvoller, in RAW aufzunehmen und die Bilder in solchen Lichtsituationen nachzubearbeiten.

Die aktive Variante von D-Lighting wirkt auch in überbelichteten Bildpartien, was in den hier gegebenen Lichtsituationen allerdings irrelevant war: Die Personen saßen ja stets in den dunkleren oder zumindest normal hellen Bildteilen.

 

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9 Kommentare

  1. D-Lighting verwandel (sic!) die Neger in Bleichgesichter

    so spannend der test der nikon d700 auch sein mag, war ich doch etwas überrascht, hier das politisch doch etwas heikle wort “neger” zu lesen (auch wenn es nur sehr begrenzt im eigentlichen sinne verwendet wurde).

    wohl eine etwas unglückliche formulierung. denn das “neger”, das wikipedia im zusammenhang mit fotografie noch nennt, kann ja wohl kaum gemeint sein … .

  2. … hat zwar nix mit dem artikel zu tun – aber beim kommentieren ist eben folgende fehlermeldung erschienen:

    Warning: session_start() [function.session-start]: Cannot send session cache limiter – headers already sent (output started at /var/www/topicblogs/fokussiert.com/wp-content/plugins/sk2/sk2_second_chance.php:16) in /var/www/topicblogs/fokussiert.com/wp-content/plugins/blogwerk/blogwerk_comments.php on line 18
    Too many unlock attempts.

  3. Ein merkwürdiger Artikel…
    Der verklinkte Artikel zu Canon hat doch nichts mit “Algorithmen” zu tun, sondern schlicht mit einem lichtstarken Objektiv. Mit einem 1,4er (1,2er mit AF gibts glaube ich bei Nikon nicht) wären die Bilder hier auch besser geworden.
    Es ist außerdem wichtig, den Unterschied zwischen “D-lighting” und “Active D-lighting” klar zu betonen. Letzteres agiert nicht “auch” auf den Lichtern, sondern wurde vor ausschließlich gegen das Überlaufen bzw Kontrastverlust in den Lichtern konzipiert. Die Kamera macht eine leichte Unterbelichtung und schiebt die Tiefen in der Nachbearbeitung ein wenig nach oben, da dort in der Regel mehr “Reserve” in der Dynamik ist, als bei den Lichtern.
    Allgemein finde ich eure “Tests” mit für ein paar Tage geliehenen Kameras, vor allem bei solchen aus dem Profisegment, methodisch fragwürdig. In solche Geräte muss man sich meiner Erfahrung nach einarbeiten. Was einem in kurzer Zeit damit gelingt oder nicht ist nicht wirklich aussagekräftig wenn es um die Qualität der Kamera geht. Ein paar Schnappschüsse machen sind noch kein Test. Es wäre ehrlicher, das ganze “Erfahrungsbericht” oder ähnlich zu nennen.

  4. @martin: Ja, und Bleichgesichter kommen auch noch vor. Sogar eine Rothaut ist zu sehen!

    “Neger im Tunnel” ist in der Fotografie eine bislang nicht von “political correctness” beeinflußte, saloppe Formulierung für Fotos, auf denen nichts zu erkennen ist.

    @David: Daß die Canon-Aufnahmen ordentlich belichtet sind und die Nikon-Aufnahmen nicht, hat nichts mit dem 1,2er-Objektiv an der Canon zu tun. Die Nikon D700 hat einen hochempfindlichen Sensor – der in Kombination mit dem Nikon AF Nikkor 35 mm 1:2 D (keinesfalls ein lichtschwaches Zoom, sondern eine Festbrennweite mit 1:2,0!) für diese Aufnahmen ist mindestens ebenso available-light-tauglich wie die Canon 40D mit der 1,2er-Linse. Außerdem sind die Kontrastprobleme ja auch am Tag deutlich. Ein 1,2er-Objektiv hätte hier nun rein gar nichts geändert. Ebenso ist es etwas merkwürdig, daß die Schattenaufhellung durch D-Lighting mit einer so starken Entsättigung einhergeht. Hier will man wohl das Rauschen gering halten, aber das Ergebnis erfüllt meine Ansprüche nicht. Das kann ich mit Adobe Camera Raw besser.

    Wenn es darum geht, die Qualität der Automatikmodi zu dokumentieren, ist so ein Kurz-Praxistest durchaus relevant, denn auch ein Fotograf, der sich eine Ausrüstung leiht, kann sich nicht mehr einarbeiten. Daß man als Besitzer einer Kamera viel mehr manuell macht und sie intensiver kennt, ist klar, aber so etwas wird Dir kein Kameratest – ob bei uns oder z.B. bei Color Foto – bieten. Das ist dann eher was für Bücher.

    Was den Active-D-Lighting-Modus betrifft: Das ist bei RAW-Aufnahmen ohnehin gängig, z.B. 0,7 Stufen herunterzuregeln, um die nach unten größere Dynamik auszunutzen. Das alleine würde ich nicht als tolle Neuigkeit ansehen.

    Und schätze Profifotografen nicht falsch ein: Ein Reporter muß auch schnelle Aufnahmen liefern, hat möglicherweise gar keine Zeit, mit einem PC und RAW rumzuspielen. Der wird genau so arbeiten. Nicht jeder Profi macht Landschafts- und Werbeaufnahmen, wo alles mit Licht und Spiegeln optimiert werden kann. Solche Aufnahmesituationen habe ich in anderen Beiträgen besprochen.

  5. Man sieht nun zwar etwas, aber schön ist es nicht mehr.

    Es wäre schon mal wesentlich schöner, wenn der Fokus richtig sitzen würde. Ok, jedem seine Künstlerische Freiheit, dem Test tut es auch keinen Abbruch, doch für meinen Geschmack sitzt die Schärfe bei den Bildern deutlich zu weit hinten.

  6. Das sind – ebenso wie die Belichtung – die Einstellungen der D700 gewesen. Ich habe keinen manuellen Fokus gemacht. Auch von einer Profikamera sollte man ja erwarten, daß Grundfunktionen ab Werk stimmen. Entweder hatte die D700 bzw. das Objektiv Backfocus oder das ist im Programm.

    Mit “künstlerisch wertvoll” hatte das wenig zu tun, ich habe die D700 halt auf einen Termin mitgenommen, wo ich sowieso fotografieren sollte.

  7. Ihr habt ja dolle Probleme. Mal was generelles zur Matrixmessung und dem EV-Wert (“exposure value” oder Belichtungswert), aus dem die Kamera per Steuerkurve des jeweiligen Objektivs eine Kombination von Blende und Zeit ermittelt (Das kann man übrigens seit meiner ollen F80 bis heute zur D700 auch unverändert im Handbuch nachsehen!): Die Matrixmessung ermittelt den EV-Wert aus dem Motiv selbst, nicht aus der blanken Helligkeits- bzw. Farbverteilung über die Meßfläche. Dann würden alle Bilder nämlich gleich hell aussehen. Damit Aufnahmen bei Dunkelheit auch wirklich so wirken, konzentriert sich die Matrixmessung darauf, die Spitzlichter (Lampen, Kerzen, usw.) nicht zu stark ausfransen zu lassen, damit die noch annehmbar Zeichnung haben und das Gesamtbild dadurch den Eindruck einer Nachtaufnahme bekommt. Aktives D-Lighting verstärkt den Effekt mit den Spitzlichtern, ohne die dunklen Stellen ganz absaufen zu lassen. Ihr könnt ja mal die mittenbetonte Messung (die ja nicht intelligent ist!) auf Integralmessung umschalten und ein paar Nachtaufnahmen damit machen, dann wißt Ihr, was ich meine. Dann sind alle Bilder im Mittel exakt 18% grau.
    - Bei gleichem EV kann bei verschiedenen Objektiven auch das gewählte Paar Zeit/Blende variieren. Für’s 50/1,4 ist die Steuerkurve z.B. im Handbuch der D700 auf S. 426. für ein 24-120 oder ein 300/2,8 sieht die Steuerkurve natürlich anders aus. Das hat aber nix mit der “Helligkeit” zu tun, mit der belichtet wird – die Menge Licht ist natürlich bei EV14 – egal ob f/4-1000 oder f/8-250 – die gleiche.
    - zu 3. (David): Es ist aus o. g. Gründen scheißegal für die Belichtung, welche Linse drauf ist. Wenn eine EOS 5D mit einem 85/1,2 bei f/1,2 mit 1/1000 belichtet, wird die D700 das mit dem 85/1,4 mit einer 1/750 tun, um die halbe Blende heller von 1,2 nach 1,4 mit zusätzlicher Zeit auszugleichen. Lichtstärkere Objektive sind übrigens in der Regel nicht ganz so scharf, wie lichtschwächere – die Riesenlinsen kommen auch erst beim Abblenden auf 4,0 oder so richtig in Fahrt. Dann stellt sich aber die Frage, wieso so viel Glas rumschleppen. Bei 8,5µm Pixelabstand bei der D700 sind die Anforderungen an das Auflösungsvermögen des Objektivs eh relativ gering (eher in den Ecken!). Außerdem stellt sich die Frage, was man mit den paar wenigen cm Schärfentiefe beim Fotografieren bei so weit geöffneter Blende überhaupt anfangen soll – das ist was für Spezialfälle! Ich erinnere mal an die Gruppe F/64, zu der auch Ansel Adams gehört hat, und ich denke, der konnte fotografieren.
    - an 4.: Genau!!! Sprichtst mir aus dem Herzen… (schnüff)
    - Allgemein was zum Fotografieren von Personen im Gegenlicht bei Sonnenschein: Ich bin kein Profi, weiß aber schon seit zig Jahren, daß man da den Blitz als Schattentöter benutzt. Vielleicht hätte man das einfach tun sollen! (Natürlich aber nicht bei den Nachtaufnahmen!) Entweder den internen, der hätte es beim ersten Bild auf jeden Fall getan, oder einen der Marken “Hiroshima” und “Nagasaki” (SB600/800/900). Beim Blitzen am Tag ist eigentlich nur wichtig, daß Ihr die Zeit ein bißchen im Auge behaltet: Wenn die Kamera wegen korrekter Belichtung in die FP-Synchronisation muß (was beim internen Blitz nicht geht), bricht nämlich die Reichweite ein (Merke: Die Blitzreichweite am Tag hängt nur – und auch wirklich N-U-R – von der Belichtungszeit bzw. kürzesten “direkten” Synchronisationszeit ab!). Bei Nikon gibt’s da für die FP-Synchronisation folgende Regeln: im Modus “P” geht die Kamera grundsätzlich nicht in den FP-Modus, solange man nicht die Kamera mit der Programmverschiebung dazu zwingt. Im Modus “A” wählt die Kamera auf jeden Fall die passende Zeit – es gibt keine Warnung, daß mit FP geblitzt wird (man sieht’s am Blitzgerät, wenn die Reichweite “kollabiert” oder im Sucher, wenn die Zeit kürzer als 250 oder 320 wird).
    - an 5.: Es kommt drauf an, mit welchem AF-Feld oder in welchem Modus man wo drauf gehalten hat. In der Regel trifft der Fokus bei Nikon nun wiklich sehr, sehr genau. Und das auch bei sehr wenig Licht und Kontrast. Im Handbuch steht, der AF geht von -1 bis 19. EV -1 heißt bei f/2,8 und ISO200 15″ Belichtungszeit!
    - an 6.: So ist es auch. Bei “handelsüblichen” Blenden (also vielleicht ab 4,0 bei f=50mm) – und damit sind die Bilder entstanden – sieht man sowieso keine Probleme mit Front-/Backfocus. Die Schärfentiefe ist da schon so groß, daß dadurch die Fokussierfehler überdeckt werden. Fokusprobleme bekommt man nur bei zig Fokussierversuchen am jeweils gleichen Motiv (auf Millimeterpapier) und mit offener Blende raus!

  8. das was auf den bilder zu sehen ist hat auch nix mit front/back-focus zu tun, da wurde einfach auf die mauer-textur scharfgestellt statt auf die gesichter…

  9. Kommentar zurückgezogen…(ganz löschen ging nicht)

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