Landschaftsfotografie:
Nach Sonnenuntergang

Es muss nicht immer Vollmond sein: Aufnahmen nach Sonnenuntergang können auch bei Sichelmond oder scheinbar vollständiger Dunkelheit grossartige Fotos ergeben. Ein paar Tricks helfen dabei.

Nächtliche Motive: Sternspuren (© 2009 Rick Trautner) am Mono Lake; Wolkentreiben im Sonnenuntergang am Mount Whitney und von der Erde beschienener Mond über Lone Pine Peak (© 2009 PS)

Nächtliche Motive: Sternspuren (© 2009 Rick Trautner) am Mono Lake; Wolkentreiben im Sonnenuntergang am Mount Whitney und von der Erde beschienener Mond über Lone Pine Peak (© 2009 PS)

Ein Faszinosum der Wüste oder einfach abgelegener Gebiete (in den Weiten der USA beispielsweise) sind die absolut sternenklaren Nächte. Und wer hier draussen auf Fotopirsch ist und ohnehin jeden Sonnenauf- und Untergang erlebt, der sollte sich auch nach anderen Möglichkeiten umsehen, diese unglaubliche Szenerie zu nutzen. Wir haben das im Death-Valley-Workshop getan, sehr viel Spass gehabt, unheimlich gefroren und am Ende staunend die Sternspuren-Bilder heimgetragen, die unsere Digitalkameras ausgespuckt haben. Das weitaus beste darunter hat Rick Trautner allerdings später am Mono Lake, etwa hundert Kilometer nördlich, geschossen.

Vor und während der Aufnahme kann die Fotografin bei diesen Bildern grade hier in der fast totalen Dunkelheit (abgesehen mal vom unglaublichen Widerschein der Lichtverschmutzung aus dem hunderte Meilen entfernten Las Vegas) nämlich nicht viel Einfluss nehmen: Die richtigen technischen Daten, ein standhaftes Stativ und ausreichend Geduld belohnen einen (vielleicht) mit einem spektakulären Bild.

Aber auf die Sternspuren möchte ich später zurückkommen, bleiben wir mal beim wohl meistfotografierten Himmelsobjekt – dem Mond.

Sichelmond vor dem Lone Pine Peak in der östlichen Sierra Nevada. (©PS)

Sichelmond vor dem Lone Pine Peak in der östlichen Sierra Nevada. (©PS)

Dass sich der Erdtrabant in seinem vollen Stadium als tolles Zusatzelement vor romantischen Motiven eignet, das habe ich schon früher rausgefunden – und mehrere Postings zur Mondfotografie-Wissenschaft geschrieben, wie man den idealen (und häufig einzigen) Zeitpunkt für solche Bilder und den Standpunkt für die Kamera ermittelt.

Dass aber auch ein Sichelmond sich für wunderschöne Fotos eignet, das habe ich im Death Valley von Gary Hart gelernt.

Unser Workshop-Leiter ist ein Wetter- und Sterndatensammler, der nichts dem Zufall überlässt. Vor der Anfahrt zu einem Shooting überprüft er im Internet die Wetterdaten auf Wolkenbilder und die einschlägigen Websites nach den Zeiten von Dämmerung, Sonnenauf- und Untergang und all den andern wissenswerten Dingen. Dann zeichnet er in der Kartensoftware von National Geographic ein paar Vektoren und spielt ein bisschen mit den Pfeilen herum, bis er zum Beispiel weiss, wo man im Death Valley wann stehen muss, um den zunehmenden Mond kurz nach dem Untergang der Sonne dieser hinterher eilen zu sehen und dabei eine markante Bergspitze als Silhouette nutzen zu können.

Wir haben mit dieser Bildidee auf Zabriskie Point im Death Valley herumgespielt und den höchsten Berg über dem unter Meereshöhe liegenden Valley auf der anderen, westlichen Talseite, den Telegraph Peak, als Vordergrund genutzt.

Das ergibt tolle Bilder, wenn man zum Beispiel mit der Spotmessung auf die helle Sichel des Mondes belichtet und ein bisschen mit den Belichtungszeiten herumspielt, um die Bergkante als Silhouette ins Bild zu kriegen.

Erdschein auf der Schattenseite des Mondes. (© PS)

Erdschein auf der Schattenseite des Mondes. (© PS)

Grosse Augen haben wir aber allesamt gemacht, als wir erkannten, dass hinter der Sichel des Mondes der Rest des Trabanten sichtbar wird. der “Erdschein”, das von der Erde abgestrahlte Licht, beleuchtet die Schattenseite des Mondes, erklärte uns Julie, die im Jet Propulsion Lab der Nasa arbeitet und so viele dumme Scherze über sich ergehen lassen musste wie noch kaum jemand während eines Nachtshootings (und sich, obwohl wir mitten drin standen, standhaft weigerte zuzugeben, dass Death Valley die Kulisse für die gefälschte Mondlandung von Armstrong und Co war.)

Jetzt lässt sich dieser Mond als rundes Ding mit gleissender Sichel und Zeichnung im Schattenteil über der Silhouette ablichten.

Das geht am besten mit einer nicht gar so langen Brennweite. Ich habe mit meinem 400mm (600mm auf der Nikon D300) herumprobiert. Das ergibt leidliche, aber nicht sehr scharfe Mondbilder.

Erdschein und Bewegungsunschärfe: 4 Sekunden bei 400mm. Rechts des Mondes werden zwei Sterne zu Strichen. (© PS)

Erdschein und Bewegungsunschärfe: 4 Sekunden bei 400mm. Rechts des Mondes werden zwei Sterne zu Strichen. (© PS)

Denn der Mond wandert ziemlich rasch übers Firmament: Bei einer Brennweite von 100mm ist die maximale Belichtungszeit sechs Sekunden, alles darüber lässt Bewegungsunschärfe und Sternspuren entsehen. Bei 400/600 Millimetern ist alles über eine Sekunde bereits zu lang – ich musste aber bei 400 ISO und Blende 8 ganze vier Sekunden belichten.

Rick, der Fotograf, der das umwerfende Sternspurenbild vom Mono Lake gemacht hat, war überzeugt, dass jemand seine manuelle Scharfstellung verändert hatte, weil sein Mond nicht ganz scharf war. In den Bildern sind aber deutlich Sternspuren zu erkennen – bei 4 Sekunden und einer langen Brennweite werden die Sterne bereits zu Strichen!

Deshalb habe ich später im Workshop, als wir vor dem höchsten Berg der zusammenhängenden USA, dem Mount Whitney bei Lone Pine in der östlichen Sierra, die Mondfotos nochmals wiederholten, nur noch mit dem 200mm-Objektiv fotografiert.

Mount Whitney, der höchste Berg der zusammenhängenden USA, im Profil (© PS)

Mount Whitney, der höchste Berg der zusammenhängenden USA, im Profil (© PS)

Dort haben wir dann auch beim Warten auf das Auftauchend es Mondes aus dem zunächst noch zu hellen Himmel das Glück gehabt, dass Wolkenfetzen über die Sierra trieben: über den Silhouetten der Berge und von der untergehenden Sonne in knalliges Orange, Blutrot oder Pink getaucht, ergaben sich ebenfalls faszinierende Bildmöglichkeiten.

An einer Stelle habe ich beim Herumspielen mit Mond und der relativ nahe bei ihm stehenden Venus aus Versehen den Auslöser gedrückt und danach die Kamera ein paar Sekunden bewegt. herausgekommen ist ein faszinierendes, wenn auch etwas esotherisch anmutendes Strichbild.

Mond und Venus beim Tanz.

Mond und Venus beim Tanz.

Später, nachdem der Mond der Sonne nach am Horizont verschwunden war, haben wir die “Königskategorie” der Nachtaufnahmen, die Sternspurenbilder, erprobt.

Bei dieser Bildgattung kommt uns zwar die moderne Technik ebenso entgegen wie bei vielen anderen Motiven, indem wir Empfindlichkeit und Belichtungszeit fast beliebig anpassen können.

Ein grosser Unterschied allerdings besteht darin, dass weit weniger Möglichkeit zum Experimentieren besteht. Denn erstens müssen die Bilder, um mit einem Weitwinkel richtig lange Spuren der Sterne einzufangen, rund eine halbe Stunde lang belichtet werden.

Vor allem aber verdoppelt sich diese Zeit, weil unbedingt die Rauschunterdrückung für Langzeitaufnahmen eingeschaltet werden muss: Die Kamera rechnet dann nach der Aufnahme die fehlerhaft bunten Pixel aus dem Schwarz des Nachthimmels heraus, und dafür braucht der Prozessor ungefähr so lange, wie die ganze Belichtung gedauert hat!

Sieben Minuten Belichtungszeit, Kamera ausgerichtet nach Norden: Die Spuren sind zu kurz (Ausschnitt) (©PS)

Sieben Minuten Belichtungszeit, Kamera ausgerichtet nach Norden: Die Spuren sind zu kurz (Ausschnitt) (©PS)

Das Rauschen kommt dabei auch bei einer niedrigen ISO-Zahl zustande. Wir haben mit einer Empfindlichkeit von 400 ISO fotografiert – meine Nikon D300 lässt sich bei kurzen Zeiten locker mit 3200 ISO benutzen. Je länger allerdings der Sensor unter Strom steht, desto mehr erwärmt er sich – und das erhöht die Fehlpixel, das Rauschen.

Wir haben die Kameras also auf “Rauschunterdrückung bei langer Belichtungszeit” ein- und zugleich sichergestellt, dass voll geladene Akkus drin waren. Dann haben wir bei Blende 5.6, möglichst kurzer Brennweite und ISO 400 per Autofokus auf die Venus (einziges ausreichend helles Gestirn) scharf gestellt, die Kameras auf dem Stativ so ausgerichtet, dass (wahrscheinlich – zu sehen war eh nichts) die Bergkette vor uns in der untern Bildhälfte enthalten war, die Kamera auf “bulb” gestellt und die Fernauslöser gedrückt.

Die Spuren sind bunt, die Venus ist sehr hell. (Ausschnitt. Klick für volle Bildgrösse) (© PS)

Die Spuren sind bunt, die Venus ist sehr hell. (Ausschnitt. Klick für volle Bildgrösse) (© PS)

Dann haben wir gewartet. Und wann immer jemand aus Versehen seine Taschenlampe anknipste oder die Scheinwerfer eines in der Ferne vorbeihuschenden Autos über uns hinweg strichen, haben wir alle laut geschrieen. Was bekanntlich gegen Licht nicht hilft.

Ich habe übrigens diese Aufnahme nicht eine halbe Stunde, sondern nur 20 Minuten, dafür mit Blende 5 belichtet, weil ich vorher eine sieben minütige Belichtung nach Norden vorgenommen hatte (Bild oben) und den Startzeitpunkt unseres Sternenspurenbildes nach Westen verpasst hatte.

Also musste ich vierzehn Minuten warten, bis die erste Belichtung fertiggerechnet und abgespeichert war: Aber immerhin hatte ich eins der kreisrunden Sternspurenbilder mit dem Polarstern im Zentrum und der Silhouette eines der Alabama-Hügels im Vordergrund.

Auch die zweite Aufnahme lässt sich sehen: die Sternspuren sind länger, der extrem helle Strich im Bildzentrum ist die Venus, und die Berge darunter haben dank Schnee grade genug Licht wiedergespiegelt, um sichtbar zu werden. Dass sich übrigens die Spuren der Sterne auf der linken Bildhälfte um einen anderen Pol drehen als in der rechten ist keine Verzerrung meines Weitwinkels, sondern ganz einfach die Tatsache, dass die Sterne am Äquator geradeaus wandern, im Norden um den Nord- und im Süden um den Südpol. Das hat mir zumindest später Julie, unsere Astronomin erklärt, als wir in der warmen Pizzeria von Lone Pine sassen und mein Bild als erstes sichtbar wurde, weil ich ja nur zwei Drittel der Zeit belichtet hatte.

Die 30 minütige Belichtung - das Licht der Venus erhellt die Berge nicht mehr. (©PS)

Die 30 minütige Belichtung - das Licht der Venus erhellt die Berge nicht mehr. (©PS)

Als dann die Aufnahmen aller anderen fertiggerechnet waren, gab es ein paar Enttäuschungen. Die Canons weisen nämlich, wenn sie im Dunkeln den Verschluss per “bulb” geöffnet haben, diesen Zustand mit einem roten LED aus. Und es zeigte sich, dass wir uns mal wieder nicht in einer sauberen Reihe aufgestellt hatten und deshalb so manche Aufnahme einen grellen roten Schein einer davor stehenden Kamera aufwies.

Profi Don Smith hingegen ging mit sich streng ins Gericht, weil er vergessen hatte, den Polfilter abzuschrauben. Keine gute Idee im Dunkeln, wo der Filter nichts bringt ausser einem Lichtverlust von vielleicht zwei Blenden…

Don wollte deswegen unbedingt noch mal hoch in die Hügel und einen weiteren Versuch machen. Gestärkt von der Pizza und gewärmt vom Bier, schlossen sich sämtliche Kursteilnehmer dem Unterfangen an; wir fuhren nochmals hoch auf den Parkplatz in den Alabama Hills und starteten eine Belichtung – diesmal per Taschenlampen-Kommando in einer exakten Reihe ausgerichtet.

Weil die Venus inzwischen hinter dem Horizont verschwunden war, wurden Fokussierung und Kameraausrichtung zu noch mehr Rätselraten als zuvor. Und nach dem Auslösen hatte keiner mehr Lust, neben der Kamera stehen zu bleiben, und wir setzten uns in die verdunkelten Autos.

Die Resultate des Shootings konnten wir erst am nächsten Morgen vergleichen, weil wir nach der Belichtung umgehend ins Motel gefahren waren. Und während die Kameras allesamt noch elektronisch -, waren die meisten von uns schnell schlafend am Rauschunterdrücken.

Was ich gelernt habe:

  • dass der Mond auch zu seinen Sichel-Phasen ein gutes Motiv sein kann, weil er dann kurz nach der Sonne auf- und untergeht, allerdings nicht wie bei Vollmond in der Sonne gegenüberliegender, sondern in der gleichen Himmelsrichtung.
  • dass der Mond sich so schnell über den Himmel bewegt, dass bei langen Brennweiten schon eine Sekunde Belichtungszeit Bewegungsunschärfe hervorrufen kann.
  • dass über die “Blaue Stunde” hinaus mit Silhouetten am Horizont der untergehenden Sonne spannende Motive gefunden werden können.
  • dass Sternspurenbilder mit vollem Akku, eingeschalteter Rauschunterdrückung, Blende 5.6, ISO 400 und rund einer halben Stunde Belichtungszeit gelingen können, es damit aber doppelt so lange dauert, bis das Bild am Monitor betrachtet werden kann.
  • dass es nicht ganz einfach ist, im Stockdunkeln eine Bildkomposition für die Sternspurenbilder zusammenzukriegen und Dämmerlicht – sehr dunkles Dämmerlicht – dafür besser geeignet ist, wobei kürzere Belichtungszeit sofort auch deutlich kürzere Sternspuren bedeutet.
  • Dass man am besten vor dem Auslösen der Kamera mit einer Taschenlampe alle Einstellungen nochmals ganz genau überprüft – und einen Blick aufs Obektiv-Ende wirft um zu sehen, ob dort ein Pol- oder sonstiger Filter aufgeschraubt ist…
 

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6 Kommentare

  1. Hallo sehr interessanter und guter Artikel!

    Eine Anmerkung allerdings: “die Rauschunterdrückung für Langzeitaufnahmen” sollte unbedingt DEAKTIVIERT werden, diese Funktion hat keinerlei erkennbaren Nutzen.

  2. rodam:
    Die Funktion hat keinen erkennbaren Nutzen, wenn Du Rauschunterdrückung sowieso eingeschaltet hast. Andernfalls macht sie den ganzen Unterschied.

  3. Nach meinem Wissensstand dauert die Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung so lange, weil die Kamera für die selbe dauer der Belichtung mit offenem Verschluss noch eine Belichtung mit geschlossenem Verschluss macht.
    Das mit geschlossenem Verschluss erstellte Bild enthält dann das Rauschen des Sensors, sowie “heisse Pixel” und wird von der eigentlichen Aufnahme subtrahiert um das Rauschen & die heissen Pixel zu elliminieren.
    Dies ist also mehr eine physikalische Funktion als eine Software Funktion.
    Ein schönes Beispiel auf folgender Seite zu Unterst: http://dpreview.com/learn…/key=noise+reduction

  4. @Peter Sennhauser: Nach meiner Erfahrung hat die Funktion keinen erkennbaren Nutzen im Vergleich zu einem Bild das mit deaktivierter Funktion gemacht wurde. Das Rauschen ist vielleicht minimal geringer, das rechtfertigt aber in keinster Weise den Aufwand.

  5. @rodam: Ich habs bisher nicht ohne Unterdrückung ausprobiert, kann mir aber vorstellen, dass das Rauschen mit der Belichtungszeit nicht linear, sondern progressiv zunimmt. Und in einem Sternenspurbild stören Rauschpunkte natürlich erst recht.

    Abgesehen davon ist der Aufwand für mich minimal ;-) – Kamera eingeschaltet lassen. Aber ich werd bei Gelegenheit mal einen Vergleichstest starten. Bei 30 Minuten Belichtung ist das dann eine Sache von 1.5 Stunden…

  6. Es fällt mir auf, daß speziell Canon-Nutzer häufig sagen, die Zweitbelichtung mit geschlossenem Verschluß (genau darum handelt es sich ja) brächte nichts.

    Dies kann ich bei meinen Kameras so nicht bestätigen. Hot Pixels rechnet sie heraus, und mit Hot Pixeln muß man bei 30 Minuten Belichtung auch bei guten Bildsensoren durchaus rechnen.

    Es mag sein, daß die Funktion bei Zeiten von einer halben oder einen Sekunde nichts Wahrnehmbares bringt. Aber bei den meisten Kameras schaltet sie sich unterhalb einer bestimmten Zeit (abhängig von der eingestellten ISO-Zahl) ohnehin automatisch ab. D.h., dann kann auch kein Unterschied mehr erkennbar sein.

    Abenteuerlich finde ich allerdings, wenn z.B. jemand schreibt, Lightroom würde Hot Pixel auch kompensieren. Mag sein, daß Lightroom einzelne Hot Pixel erkennt und anulliert. Mit “kompensieren” hat das dann allerdings nichts zu tun und ich fürchte, wenn dem so wäre, würden auch die Sterne aus den Aufnahmen “herauskompensiert”. Es gibt Dinge, die gehen per Software nicht so gut.

8 Pingbacks

  1. [...] Landschaftsfotografie nach Sonnenuntergang – eine wirklich toll geschriebene Reportage [...]

  2. [...] Die Sterne sind bei einer halben Minute Belichtungszeit tatsächlich auch bei einem 50mm-Objektiv bereits als Sternschweife zu erkennen -wir haben generell die Tendenz, die Drehgeschwindigkeit unserer Erde zu unterschätzen: Je nach Brennweite reichen ein paar Sekunden, um den Mond oder die Sterne auf dem Bild zu verwischen. [...]

  3. [...] dachte ich, und so dachte auch Peter Sennhauser. Leser waren in den Kommentaren anderer Ansicht. Also haben wir mal nachgemessen: Ganz simpel, mit dem Deckel auf dem Objektiv, Blende 22, und dann [...]

  4. [...] und dann aus dem ursprünglichen Bild herausrechnet. Und ob das was bringt, darüber gehe n die Meinungen auseinander – und die Testberichte auch. Ich habs deshalb am Samstag zum Vergleich mit und ohne probiert. [...]

  5. [...] Landschaftsfotografie nach Sonnenuntergang – eine wirklich toll geschriebene Reportage [...]

  6. [...] andere Aufnahme hat meine Aufmerksamkeit gewonnen, weil sie offenkundig sehr lang belichtet, aber sternstreifen-frei [...]

  7. [...] Canons zeigen eine laufende Belichtung mit einem grellroten Alarmlicht nach hinten an. Das hat sich bei anderer Gelegenheit schon als katastrophales Detail in einem Gruppenshooting [...]

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