Gesichtserkennung:
Negativ ist nicht erkennbar

Eigentlich enthalten Negative genau dieselben Informationen wie normale Positiv-Bilder. Doch es ist kaum möglich, auf Negativen selbst gute Freunde zu erkennen.

Kameras können inzwischen auch gezeichnete Gesichter erkennen, hier die Olympus E-30 (Bild: W.D.Roth)Personen erscheinen uns auf Negativfilm gruslig, wie Zombies. Im Film „Der Omega-Mann“ wurde genau diese Umkehrung ins Negative am Filmende als Gruseleffekt genutzt.

Doch warum gruselt es uns nicht nur, warum können wir außerdem auch die eigenen Familienmitglieder auf Negativfilm nicht erkennen, während es mit Alltagsgegenständen durchaus funktioniert?

Der Helligkeitsunterschied zwischen der Augenpartie und Stirn oder Wangen ist der Knackpunkt: Die Augenpartie ist in fast allen Beleuchtungssituationen dunkler als ihre Umgebung, und genau hieran erkennt unser Gehirn Gesichter.

Weil dies auf Negativen umgedreht ist, klappt es mit der Gesichtserkennung nicht mehr. Dies ermittelten Forscher um Pawan Sinha vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge.

Mit der automatisierten Gesichtserkennung durch Kameras, ohnehin eher als „Deppen-Feature“ verschrien, klappt es auch nicht unbedingt besser: Die Gesichtserkennung der Olympus E-30 reagiert auch auf eine gemalte Sonne, wie im Bild zu sehen ist – Google hat dagegen momentan Ärger, weil in Street View zuviele Gesichter zu sehen sind, die die Aufnahme-Software eigentlich automatisch erkennen und verpixeln sollte.

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