Geburtstag der BRD:
Sechzig Jahre, sechzig Werke

Die Kunst ist frei – so garantiert es das deutsche Grundgesetz in diesem Mai genau seit sechzig Jahren. Eine Ausstellung in Berlin erzählt von sechzig Jahren Kunst (und Fotografie) in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Ausstellung Sechzig Jahre. Sechzig Werke im Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert eben sechzig herausragende Arbeiten, die das Kunstgeschehen national und international geprägt haben. Die Bandbreite der Werke reicht von Malerei und Grafik über Skulptur und Installation bis zur Fotografie.

Unter den Fotografen ist fast ausschließlich die “Düsseldorfer Schule” vertreten – von Bernd und Hilla Becher, Thomas Ruff, Thomas Struth und Candida Höfer bis zu Andreas Gursky. Einzige Ausnahme: Anna und Bernhard Blume, die wir auf fokussiert.com schon mal vorstellten: Die verrückte Welt.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der ästhetischen Entwicklungen in der Bildenden Kunst, ermöglicht durch die im Grundgesetz in Paragraph 5, Absatz 3 garantierte Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre. Die Sprecher des Kuratoriums, Walter Smerling und Peter Iden, heben hervor:

“Die Ausstellung soll auch zum Nachdenken über das Geschaffene anregen, besonders vor dem Hintergrund der speziellen Historischen Situation der Bundesrepublik Deutschland. Heute sind wir frei und können in aller nur erdenklichen Vielfalt Kunst schaffen und präsentieren. Natürlich hat es in den Jahren von `49 – `89 auch in der DDR Kunst & Kultur gegeben. Sechzig Jahre. Sechzig Werke zeigt aber die künstlerischen Positionen, die auf der sicheren Grundlage des Grundgesetzes, nämlich der staatlich garantierten künstlerischen Freiheit, ihre Entfaltung fanden.“

Sechzig Jahre. Sechzig Werke geht auf eine Initiative des Veranstalters Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn und Deutschlands Tageszeitung mit den großen Überschriften Bild zurück. Als Medienpartner begleitet Bild die Ausstellung und stellt sechzig Tage lang die Hauptwerke vor. Unterstützt wird die Ausstellung vom Bundesinnenministerium.

Begleitend zur Ausstellung finden verschiedene Veranstaltungen statt. Bazon Brock zum Beispiel, Professor für Kunstgeschichte und Ästhetik, bietet täglich um 15 Uhr seine “Besucherschule” an (kostenlos), mit der er das Publikum auf die anstehende Konfrontation mit der zeitgenössischen Kunst einstellt und diverse Verfahren zur kritischen Rezeption bietet.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Katalog im Wienand Verlag, der neben den Abbildungen aller Exponate Beiträge namhafter Autoren enthält. Im Martin-Gropius-Bau ist ja zeitgleich auch die Ausstellung von Hannes Kilian zu sehen, auf die fokussiert.com jüngst ebenfalls hingewiesen hat: Die kunstvolle Bewegung.

Sechzig Jahre. Sechzig Werke – Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland
Bis 14. Juni
Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Ecke Stresemannstraße 110, D-10963 Berlin
+49 (0)30 254 86-0, post@gropiusbau.de
Geöffnet täglich von 10 – 20 Uhr

Sechzig Jahre. Sechzig Werke
Martin-Gropius-Bau

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1 Kommentar

  1. robert
    schrieb am 26. Mai 2009 um 19:57 Uhr (#)

    ogott. grundgesetzkunst. was dümmeres gibts kaum. kann ich nur den kopf schütteln wie sich die dicke suppe aus politik-wirtschaft-kunst in den gropiusbau schwabbelt. reine propaganda. schöner text dazu hier: http://www.zeit.de/2009/19/Meinung-Kunst

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