Einsamkeit des Seglers:
Mitten im Sturm

Menschen oder menschgemachte Maschinen als ruhende Pole inmitten des Ungemachs der Natur ergeben wirksame Symbolbilder. Die Majestät eines Segelflugzeugs eignet sich dazu hervorragend.

Kommentar des Fotografen:

“Wahre Größe” Da ich derzeit unseren Flugplatz mit Fotos unterstütze und gestern mal wieder “einer dieser Tage” war, nämlich ein Tag an dem es zu windig für schönen Kunstflug und zu diesig für gute Sicht und was weiß ich nicht alles war, hatte ich genug Zeit mir Gedanken zu machen wie ich denn diese “Dinger” prominent in Szene setzen könnte. Das oben stehende Ergebnis funktioniert meiner Meinung ganz gut, die Kollegen vom Platz waren begeistert. Hab ich schon erwähnt, dass es sich um einen MODELLflugplatz handelt :) zur Technik: 1/800, f9, -1, LR: Kontrast, downsizing

Peter Sennhauser meint zum Bild von D. M.:

Mich würde ja interessieren, was “was weiß ich nicht alles” auch noch umfasst – aber lassen wir das mal beiseite:

Für einfachen, ruhigen, majestätischen und von den Naturgewalten unbeeindruckten Segelflug hats ja offenbar gereicht.

Und jedenfalls die Majestät des Segelfliegers transportiert dein Bild auf beeindruckende Weise.

Dazu gehört wohl die Mischung aus Weite, die Grösse des Himmels und die Kleinheit des Flugzeugs darin. Auch wenn man das Bild oder Bilder dieser Art bereits kennt, gefallen sie immer wieder, weil sich die ihre Aussage so einfach erschliesst und zugleich die “Gelassenheit” des Vogels mit seinen weit ausgebreiteten Flügeln etwas Zuversichtliches, Beruhigendes vermittelt, das dem Sturm der Lüfte leicht zu trotzen scheint.

Die Kontrastverstärkung hat ein schönes Resultat gebracht, indem die wahrscheinlich nicht ganz so bedrohlichen Wolkenfetzen deutlich mehr Ausdruck erhalten; herausragend an der Aufnahme ist aber, dass sich das Flugzeug nicht nur schemenhaft gegen den Himmel abzeichnet, sondern klar als ganzes mit Schatten- und Lichtseiten modelliert wird.

Dass das Hauptmotiv im Zentrum des Bildes liegt, bietet sich hier wahrscheinlich an, vielleicht hätten andere Bildschnitte mit den Wolkenlinien auch gute Resultate ergeben, aber am vorliegenden Bildschnitt ist meiner Ansicht nach nichts zu bemängeln.

Deine Kollegen sollten sich aber bei aller Begeisterung über das Bild vielleicht wieder einkriegen. Denn es ist zwar ein wunderbares Stimmungs- und Segelflugbild, aber es bringt mit gar nichts den Standort zum Ausdruck und ist somit als Werbebild für den Flugplatz nur sehr bedingt geeignet…

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3 Kommentare

  1. Blue
    schrieb am 10. Juni 2009 um 08:47 Uhr (#)

    “Deine Kollegen sollten sich aber bei aller Begeisterung über das Bild vielleicht wieder einkriegen.” ganz ehrlich…seltsamer Satz, der mir spöttisch und auch unnötig erscheint. sonst Deiner Meinung.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 10. Juni 2009 um 09:52 Uhr (#)

    @blue: Spöttisch ist der Satz nicht gemeint, er soll einen überraschenden Kontrapunkt zum vorgängigen Lob setzen in ähnlicher Art, wie David das im Kommentar gemacht hat (“Modell-Flugplatz”) und dabei inhaltlich zum konkreten Anlass für das Bild zurückführen. Und dazu gehört der durchaus ernst gemeinte Hinweis, dass das Bild für die Werbung für Modellfliegerei, aber weniger für einen konkreten Flugplatz ideal ist.

  3. Corinne ZS
    schrieb am 15. Juni 2009 um 21:32 Uhr (#)

    Ich finde das Bild sehr schön. Schön blau-schwarz. Super wolkig. Wenn auch vielleicht etwas zu hochformatig, wo der Segler die Flügel doch eher in eine andere Richtung ausbreitet. Würde deshalb selber Quadratschnitt ausprobieren. Aber es ist eins der Bilder, das ich hier immer wieder angucke. Da es aus meiner Vorschauliste verschwunden ist, weil Peter Sennhauser dauernd neue Bildbesprechungen online stellt (danke trotzdem), rette ich es mit meinem längst geschuldeten Kommentar kurz vor dem endgültigen Verschwinden hinter den dunklen Wolken des Internethimmels.

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