Entenporträt:
Schöne Studie

Der Einsatz des Teleobjektivs ist bei einem Porträt genau die richtige Wahl.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Walter).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Walter).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild einer Ente entstand im August 2008 im Park des Schlosses Nymphenburg in München. Ziel war es, ein intim wirkendes, persöhnliches Portrait eines Vogels, in diesem Fall einer Ente, zu erstellen.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Tobias Walter:

Bei diesem schönen Tier-Portrait sind viele Punkte richtig gemacht worden, die auch auf andere Portraits übertragen werden könnten. Denn grundsätzlich können für beide, Mensch- wie Tierportraits, die gleichen Herangehensweisen gewählt werden:

Bei diesem Bild ist es dem Fotografen durch mehrere technische Punkte gelungen, der Ente in dem Foto etwas Persönlichkeit einzuhauchen. Zum einen ist eine schöne Brennweite gewählt worden, nämlich eine lange. 200 mm ist zwar nicht die optimale Portraitbrennweite, die grundsätzlich von 80 bis 120 mm liegt, aber sie hat den entscheidenden Vorteil, einen sehr kleinen Tiefenschärfebereich zu ermöglichen.

Weitwinkelobjektive kann man für Portraits zwar auch benutzen, jedoch habe diese den großen Nachteil, dass sie die Proportionen des Portraitierten ungünstig verzerren. So werden dem Objektiv nahe liegende Bereiche größer und weiter weg liegende Bereiche kleiner dargestellt. Was sich besonders bei Nasen, Händen usw bemerkbar macht, die dann übergroß im Bild wirken. Bei einer Portraitbrennweite werden die Proportionen am natürlichsten wiedergegeben und man kann das Gesicht formatfüllend aufnehmen.

Hier bei der Ente gefällt mir auch die Schärfe-Konzentration auf die Augen, was auch durch die Wahl der langen Brennweite erleichtert wird. Dadurch habe ich den Eindruck, ein wenig von einer Entenstimmung mitzubekommen, da mich nichts von den Augen ablenkt. Außerdem ist der Hintergrund schön freigestellt von störenden Ästen, Kanten, oder anderen Dingen, die von der Ente hätten ablenken können.

Nur ein wenig mehr Schnabel hätte ich mir gewünscht. Aber den haben Enten wohl immer so eingegraben.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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