Bernhard Moosbauer:
Pudelschönheiten

Glamour mal tierisch: Bernhard Moosbauer fotografiert Pudelschönheiten an einschlägigen Wettbewerben.

Kate Moss könnte kaum blasierter vom Laufsteg herunterschauen als “Black Star Danilo von der Zwergrose” oder “Happyness”. Die beinahe menschlich wirkenden Pudelporträts von Bernhard Moosbauer sind aktuell in Berlin ausgestellt – Ausstellungstitel “Champions”.

Pudel-Schönheitsbewerbe sind eine Welt für sich. Urkunden und Pokale schmücken die Räume ihrer meist weiblichen Besitzer. Diese Wettbewerbe haben jedoch eine lange Tradition. Die klassische Pudelschur hat einen historischen Hintergrund:

Pudel wurden einst als Jagdhunde im kalten Wasser eingesetzt. Um Herz und Lungen zu schützen, gleichzeitig grösstmögliche Beinfreiheit zum Schwimmen zu gewährleisten, wurden die Pudel ab der Rückenmitte am Hinterteil geschoren. Diese Schur gefiel in der feinen Gesellschaft und entwickelte sich deshalb zum angesagten Pudel-Look. Heutzutage finden sich auf den Wettbewerben neben der klassischen Pudelschur auch natürlichere Schnitte, verbunden mit modischen Accessoirs wie Halsbänder und anderes.

Bernhard Moosbauer aber hat sich in seiner fotografischen Serie auf die Pudel-”Champions” selbst konzentriert. Er fotografierte sie in Porträts. Die Absicht, an die menschliche Schönheitskonkurrenz zu erinnern, ist nicht zu übersehen. Stolz, Schüchternheit, Aggressivität, sogar Laszivität scheinen in den Pudelgesichtern klar erkennbar zu sein. Im Moosbauers Fotografien sind im Gegensatz zur Hochglanzästhetik der Mode und Werbung jedoch zurückhaltend schwarz-weiss und matt gehalten. Das lässt sie klassischer, zeitloser, würdevoller wirken. Die “Champions”, das wird gar nicht abwertend erkennbar, sind die edelsten Vertreter ihrer Art, ausgezeichnet für ihre Schönheit, für ihre Ausstrahlung und Haltung.

Bernhard Moosbauer, Jahrgang 1969, arbeitet als Medienkünstler, DJ und Fotograf. Auf Moosbauers Website können wir uns noch mehr von seiner Arbeit anschauen.

Bernhard Moosbauer – Champions
berg19 raum für fotografie, Bergstraße 19, D-10115 Berlin
+49 172 573 9738, info@berg19.de
Geöffnet Donnerstag bis Samstag 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

Bernhard Moosbauer
berg19

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1 Kommentar

  1. Julio
    schrieb am 13. Mai 2010 um 18:29 Uhr (#)

    Schöne Aufnahmen, sehr sehenswert!

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