T. A. Hoffmanns “Kunst der Schwarzweißfotografie”:
Schule der Bildgestaltung

Thomas Rathay, 19. November 2009 13:18 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Bildgestaltung, Komposition und Blickführung: Dieses Buch deckt die wichtigsten Themen ab und gibt anschauliche Beispiele – und das nicht nur für die Schwarzweiss-Fotografie.

Letztens hatte ich bei einer Bildkritik auf die Bildgestaltung mittels Dreieckskomposition, Bildrhythmik, “Goldener Schnitt” etc. hingewiesen und wurde nach empfehlenswerter Lektüre gefragt. Torsten Andreas Hoffmanns “”Die Kunst der Schwarzweissfotografie” (Affiliate-Link) ist eine Antwort auf diese Frage.

Für Profifotografen und Amateure wurden in den letzten Jahren zahlreiche Lehrbücher über die digitale Technik, Kameras und die neuesten Bildbearbeitungsprogramme geschrieben.

Nur eins schien dabei zum Teil fast in Vergessenheit geraten zu sein:

Auch in der digitalen Fotografie geht es um Bilder und deren Inhalte, Stimmungen und formale Gestaltung. Das ist es was mir schon immer am Herzen lag und liegt, auch an meine Teilnehmer in den Fotoworkshops weiterzugeben.

Es nützt nichts, die Technik zu beherrschen, wenn man von Komposition, Bildaufteilung und emotionaler Wirkung, Licht und Kontrast keine Ahnung hat.

Mit diesem Buch wurde mir ein gutes Werkzeug an die Hand gegeben, denn Bilder haben eine ganz eigene Sprache und ihre ureigensten Gesetze. Vor allem die Schwarzweißfotografie ist ein Medium, das auch im Zeitalter der digitalen Fotografie künstlerisch gestaltet werden will.

Da uns bei der Schwarzweissfotografie die Gestaltungselemente durch Farben fehlen, sind wir gezwungen, alle anderen Register zu ziehen, um das Bild spannend zu gestalten. Grafische Mittel stehen hier im Vordergrund, und sie werden im Buch von Torsten Andreas Hoffmann gut bebildert vorgestellt und anschaulich erklärt.

 

Und natürlich auch speziell zu unserem Thema der Dreiecke gibt es etliche Beispiele, an denen ich mich auch immer wieder orientiere und anhand derer ich gut die Wirkungen der geometrischen Formen verdeutlichen kann.

 

Haupintention des Buches ist jedoch, uns Digitalfotografen nahezubringen, dass wir nie vergessen sollten, uns mit dem Inhalt des Bildes zu beschäftigen: Dem Ganzen eine Aussage zu ermöglichen, und das alles lange vor der Erstellung der Datei auf dem Sensor. Wir setzen die Pixel praktisch schon im Kopf zu einem Bild zusammen.

Warum also Schwarz-Weiss? Auf gar keinen Fall solltet ihr euch von dem Titel abschrecken lassen. “Kunst der Schwarzweißfotografie”ist definitiv nicht “nur” für Schwarzfotografie- Nostalgiker oder sklavische Gestaltungsregel- Einhalter gedacht.

Die vorgestellten Regeln werden aufgezeigt und manchmal im selben Absatz dazu aufgerufen sie wieder zu verwerfen. Dieses Buch ermöglicht es intensiv, an seiner eigenen Bildsprache zu arbeiten. Und das ist es was meiner Ansicht nach jeder ambitionierte Fotograf als Ziel haben sollte.

Am Schluss des Buchs werden ausführlich, aber einfach ausschließlich jene Techniken von Photoshop CS2 vermittelt, die für die Erarbeitung eines perfekten digitalen Schwarzweißfotos wirklich vonnöten sind. Und auf die Möglichkeiten der Nachfolgeprogramme wird auch kurz eingegangen.

 

Torsten Andreas Hoffmann“Die Kunst der Schwarzweißfotografie” (Affiliate-Link) ist erschienen im dpunkt- Verlag

272 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband
ISBN 978-3-89864-501-0
44 Euro (D) / 45,3 Euro (A) / 71 sFr

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2 Kommentare

  1. Michaela
    schrieb am 19. November 2009 um 13:46 Uhr (#)

    Sehr gutes Buch, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Auch das Vorgänger Buch von Herrn Hoffmann “Workshop kreative Schwarzweiß-Fotografie” gibt gute Hinweise auf die Bildgestaltung, auch wenn es noch aus analogen Zeiten stammt.

  2. lulula
    schrieb am 25. November 2009 um 17:51 Uhr (#)

    hay, das is ne coole web-site

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