Sozialkritische Strassenfotografie ist ein beliebtes Genre unter Einsteigern. Dabei gilt es, (plumpe) Klischees zu vermeiden.
Kommentar des Fotografen:
Eine sehr dynamische und flüchtige Straßenszene, zudem in Gegenlicht. Um diesen Augenblick der “zwei Hände” festzuhalten, war nicht viel Zeit, so daß ich mit den schon zuvor eingestellten Unterbelichtung von 2/3 Blenden an die Szene heranging, auch um die Schatte nicht allzu sehr absaufen zu lassen. Was ich hier zur Diskussion stellen möchte, ist der überbelichtete Teil links unten. Manchmal stört es mich sehr, dann wiederum finde ich dieses gleißende Licht sogar unterstützend für die Bildwirkung einer sozial auseinanderdriftenden Welt voller “Licht und Schatten”. Was meint Ihr?
Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Brotzler:
Quadratisch geschnittenes Strassenfoto: Eine Frau, offensichtlich gut situiert, marschiert direkt auf die Kamera zu, Sie ist nur bis zur Schulterpartie zu sehen. Sie trägt eine LV-Tasche, ist gut gekleidet und hält sich mit der linken Hand den Mantel zu. In der Rechten trägt sie neben der LV-Handtasche einen Warenhaus-Bag.
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Diese Augen, Blitz und Regenbogen, Hoffnung in Gaza
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Lichtflecken geben Fotos ein interessantes Muster, und eine Tiefe und Bildbearbeitung steigert die Dramatik.
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Kommentar des Fotografen:
Das Bild zeigt die Fähre, die jeden Tag nach Mombasa (Kenia) übersetzt. Dabei werden zig Autos und hunderte Menschen transportiert. Beim Anlegen der Fähre marschierten uns die Menschen förmlich hinterher, was ich vom Aufmarsch her recht spektakulär empfand. Man beachte dabei die verschiedenen Charaktere im Bild und deren Treiben. Ich griff also zu meiner D200 mit 18-70mm Objektiv und versuchte das Treiben bei 1/250s (ISO 400) einzufangen. Da mir die Farben zu kühl erschienen, habe ich dem Bild einen Warmton eingehaucht. Das Schiff im Hintergrund wird von der Nachmittagssonne angestrahlt und war gleissend hell.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Christian Loose:
Eine alltägliche Situation. Menschen verlassen eine Fähre und drängen sich Schulter an Schulter zum Ufer.
Das Schöne an diesem Bild ist das Licht. Einmal beleuchtet es am späten Nachmittag nur eine Seite der Gesichter, was den Gesichtern Spannung verleiht. Außerdem wechseln sich in dem Bild Bereiche im Schatten mit sonnendurchfluteten Stellen ab, was dem Bild nicht nur eine Dreidimensionalität gibt, sondern auch automatisch das Auge auf bestimmte Bereiche lenkt. Diese Stellen unterstreichen die Intention des Fotografen, das Gedränge zu zeigen.
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Hitze und Durst, Stierhatz und Mode am französischen Nationalfeiertag
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Das Kopieren alter Stile und Strömungen ist ein guter Weg, um eigenen Fortschritt zu entwickeln.
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Kommentar des Fotografen:
Das Foto entstand bei einem Shooting für eine lokale Newcomer-Band. Ich habe versucht, sowohl lichttechnisch als auch in der Nachbearbeitung den Stil der 60er Jahre Modefotografie nachzuahmen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Moritz van Heel:
Diese Besprechung ist eine Anmassung – ich bin nun bestimmt kein Experte für Porträt- und ganz sicher nicht für Modefotografie. Aber Dein Bild hat aus mehreren Gründen meine Aufmerksamkeit gewonnen, und ich wage mich hier deshalb auf dünnes Eis:
Zu sehen ist eine junge blonde Frau in einer Schwarz-Weiss-Aufnahme in leichter “Über-die-Schulter-Pose”. Mit sanft geneigtem Kopf blickt sie aufmerksam, geradezu erwartungsvoll, in die Kamera; ihr rechter Arm ist vom Oberköper abgespreizt und angewinkelt, als wolle sie ihr Haar im Nacken richten.
Das Bild fasziniert zunächst durch den Blick des Modells, der vollständig natürlich, aber mit einer Spannung durchsetzt ist, die ebenso glaubwürdig erscheint:
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Vuvuzelas als Protest gegen BP, Miss Salat in Kenia
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
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Es ist nicht alles Gold was glänzt, doch selbst das glänzende Gold braucht etwas Aufmerksamkeit.
Kommentar des Fotografen:
Bei der Kategorieauswahl bin ich mir nicht sicher, zählt das schon zu Architektur? Das Foto zeigt das “Goldene Tor” im Großen Garten Hannover. Im großen und ganzen gefällt mir das Bild, dafür das es mehr oder weniger ein Schnappschuß aus der Hand ist, sehr gut. Hätte aber gerne ein paar Anregungen, wie ich das Tor noch besser in den Vordergrund rücken kann. Werde es bei der nächsten Gelegenheit sicher noch mal mit längerer Brennweite und Stativ versuchen, aber weiter Tips sind willkommen :-)
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Britta Barke:
Gut ist bereits, Britta, dass du dieses Bild gemacht hast und es auch zur Besprechung stellst. Du hast in den Herrenhäuser Gärten ein schönes Motiv gefunden und auch schon richtige Ansätze für das Foto gehabt – oder im Hinterkopf, für die nächste Fototour.
Wie du selber sagst, ist das Tor noch nicht so richtig im Vordergrund.
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Sonnenfinsternis auf der Oster-Insel, nächtliche Monsun-Szene, Porträt im Gegenlicht
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Dramatik lässt sich auch durch fotografische Technik wie das Mitziehen erreichen – oder erhöhen.
Kommentar des Fotografen:
Korat, Thailand. Blaue Stunde. Die Lichter der Geschäfte und das Licht des Himmels vermischen sich. Ich ziehe mit, so dass der Hintergrund verwischt. Foto leicht gesättigt.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Peter von Känel:
Verwischte Bilder durch Mitziehen sind außergewöhnlich. Das liegt daran, dass sie schwer zu machen sind und man sie sehr selten sieht. Manchmal lohnt es sich jedoch, diese Technik einzusetzen. So wie hier.
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Badefreudige Chinesen im Schlauchboot-Meer, Schwimmer im Genfersee, ein Boarder im Münchner Eisbach und tote Fische in Louisiana.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.