Nachwuchsfotografie:
Thomas Epping – „Cika“

Von Kindern im Asyl erzählt Thomas Epping in seiner Abschlussarbeit an der ecosign/Akademie für Gestaltung.


[photos title=“Cika“]

Gastbeitrag von „Flare

Zwei Monate lang hat Thomas Epping, Jahrgang 1983, einen Sozialarbeiter begleitet, der sich um Roma-Flüchtlingskinder in Köln kümmert. Das Ergebnis seiner Abschlussarbeit sind intime Portraits und Einblicke in das Leben von Flüchtlingsfamilien in Deutschland, ohne plakative Sozialromantik oder langweilige Klischees.

Gesucht: Top Ten
Nachwuchs-Fotografen

Das Online-Magazin Flare sucht in einem Wettbewerb die zehn besten Nachwuchs-Fotografinnen und Fotografen – vorschlagen kann sich jeder und jede selber, man kann aber auch Leute nominieren: Flare sucht die Top Ten unter 30.

Wir zeigen eine Auswahl der insgesamt 50 Bilder umfassenden Arbeit. In den ersten Tagen seiner Fotoreportage ließ Thomas die Kamera oft zu Hause, um zunächst das Vertrauen der Familien zu gewinnen. Das hat sich, wie die vertraut wirkenden Aufnahmen zeigen, mehr als ausgezahlt.

Geholfen hat dabei auch, dass der Sozialarbeiter Tihomir D., selber in den siebziger Jahren aus Serbien eingewandert, sich bereits seit Jahrzehnten um Flüchtlingskinder kümmert.


„Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie gut es die meiste Zeit lief. Ich habe viele Aktionen begleitet und viele Bilder gemacht beim Sport, im Unterricht. Nebenbei habe ich in ruhigeren Momenten versucht, Portraits zu machen und Bilder die eine größere Ruhe haben. In der Bildauswahl sind ganz viele dieser Aktionsbilder rausgeflogen und die ruhigeren Bilder haben sich als stärker erwiesen. In den Gesichtern der Menschen zeigen sich meiner Meinung nach deutlich die Emotionen. Den Menschen ist ihre Geschichte anzusehen, so unterschiedlich sie auch sein mag. Detailaufnahmen, die den Lebensraum dieser Menschen zeigen, erweitern das Bild.“

Zu denken gibt Thomas, dass Roma in Europa immer noch häufig als Flüchtlinge zweiter Klasse angesehen und entsprechend behandelt werden. Er wünscht sich deshalb:

„Ich würde mich freuen, wenn bei den Leuten die sie sehen, das Bild von Roma über die Klischeehaften Bilder hinaus ein wenig erweitert wird.“

In Deutschland wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits mehr als 100 Roma ohne feste Aufenthaltsgenehmigung in den Kosovo abgeschoben. Weil die Behörden die politische Situation vor Ort mittlerweile als stabil ansehen, droht 12.000 Flüchtlingen, darunter viele Roma, dasselbe Schicksal (mehr auf Zeit Online).

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