Ralf Brueck:
Verformte Welt

In Ralf Bruecks Fotografien zeigt sich unsere Welt verformt und verzerrt. Die Wirklichkeit ist in Frage gestellt.

Mit den verformenden Eingriffen erhalten Ralf Bruecks Bilder neue Bedeutungen, die teils fantastisch anmuten. Wir sehen die Bilder aktuell in Köln.

Ralf Brueck
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)

Der Ausstellungstitel “Distortion” bedeutet Verzerrung oder Verformung und meint auch eine Verschiebung von Strukturen durch Gewalteinwirkung, so wird uns mitgeteilt. Das führe so weit, dass auch von einem “Zugrunderichten“ des Bildes gesprochen werden könne. Der manipulative Eingriff Bruecks erinnere in seinen Strukturen teils an Barcodes, die die innerste Struktur der Bilder, ihr Erbgut sozusagen offenlegen.

Ralf Brueck bildet greifbare Wirklichkeiten wie Landschaften, Wald und Wüste oder architektonische Details in seinen Bildern ab. Unter dem digitalen Eingriff verzerren sich aber Baumstämme und Felsen zu abstrakten, blockhaften Farbstreifenbündeln und ergeben geometrische Effekte.

In anderen Arbeiten entnimmt Brueck den Formen Farbinformationen und setzt diese in einer Art Abgriff ins Bild. Diese durchsichtigen Körper schweben etwas geisterhaft, sie erzeugen eine geheimnisvolle, fast paranormale Atmosphäre.

Ralf Brueck, Jahrgang 1966, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher und Thomas Ruff. Bei Ruff war er Meisterschüler und legte 2003 sein Diplom ab. Er lebt in Düsseldorf. Auf Ralf Bruecks Website finden wir die Bilder der Reihe “Distortions”. In den Original-Prints sehen wir sie durchweg in Größen von 160 mal 220 Zentimeter.

Ralf Brueck – Distortions
Bis 10. Juli
Galerie Mülhaupt, Deutz-Mülheimer Straße 216, D-51063 Köln
+49 (0)221 97779768, info@galerie-muelhaupt.de
Geöffnet Mittwoch bis Samstag 12 – 18 Uhr

Ralf Brueck
Galerie Mülhaupt

Mehr lesen

Konzertfoto: Musiker ohne Kopf

10.1.2012, 8 KommentareKonzertfoto:
Musiker ohne Kopf

Auch, wenn es in einem Bild hauptsächlich darum geht, Stimmung einzufangen, sollten bestimmte Elemente trotzdem vorhanden sein.

Ephemicropolis und Bostitch-City: Makro-Stadtlandschaften

11.5.2011, 0 KommentareEphemicropolis und Bostitch-City:
Makro-Stadtlandschaften

Was man mit Makro-Fotografie auch noch machen kann: Illusionen einer futuristischen Welt - gebaut aus Heftklammern.

Bewegtzoom: Technik allein ist nicht alles

9.2.2011, 3 KommentareBewegtzoom:
Technik allein ist nicht alles

Gelerntes anzuwenden ist ein guter Weg zum besseren Bild, doch sich nur auf die Technik zu konzentrieren, bringt noch kein gutes Bild hervor.

Landschaftsfotografie: Der Birkenwald voller Bäume

24.10.2011, 3 KommentareLandschaftsfotografie:
Der Birkenwald voller Bäume

Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, können spannende Fotografien entstehen. Eingriffe in die Komposition sind dennoch wünschbar.

\

11.10.2011, 3 Kommentare"Wüstenbild" mit Tiefe:
Auf den Standort kommt es an

Der Fotograf hat Kontrolle darüber, was seinen Weg ins Bild findet, auch wenn das manchmal einen Fußmarsch und Warten erfordert.

Werner Bartsch: Wüstenvögel

8.2.2011, 2 KommentareWerner Bartsch:
Wüstenvögel

Ausrangierte und zwischengeparkte Flugzeuge in der Wüste: Der Hamburger Fotograf Werner Bartsch hat die "Desert Birds", die Wüstenvögel inszeniert wie Skulpturen.

iPhone-Schnapschuß: Vordergrund dominiert Hintergrund

23.12.2011, 3 KommentareiPhone-Schnapschuß:
Vordergrund dominiert Hintergrund

Wenn der Vordergrund mit dem Hintergrund zu sehr konkurriert, kann das einem Foto abträglich sein.

Weitwinkel: Der schiefe Turm zu München

19.12.2011, 0 KommentareWeitwinkel:
Der schiefe Turm zu München

Weitwinkelaufnahmen hoch aufragender Objekte verlangen einen bewussten Umgang mit der Verzerrung. Stürzende Linien können genutzt, aber nicht in Kauf genommen werden.

Hochzeitsfoto: Fischaugen-Tanz

29.9.2011, 1 KommentareHochzeitsfoto:
Fischaugen-Tanz

Fisheye-Objektive machen Spass, sind aber relativ selten wirklich produktiv einsetzbar. Matthias Wassermann hat einen tollen Einsatzzweck an einer Hochzeit gefunden.

1 Kommentar

  1. Sebastian
    schrieb am 20. Juni 2011 um 11:10 Uhr (#)

    Vielleicht fehlt mir da einfach das interesse an Kunst. Aber sehe da nichts schönes dran. Etwas gebastel an PS – mehr nicht. Da gibst echt schönere “Kunst”-Fotos.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.