Foto des Monats:
Über New York

Den Fotowettbewerb vom Juli gewinnt Timo Kaan mit einer Stadtansicht von oben. Generell fällt auf, dass Schwarz-Weiss im Vormarsch ist.

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Vielleicht sind es ja die Kritiker-Vorlieben – aber wir erhalten in jüngster Zeit sehr viele Aufnahmen in Schwarz-Weiss. Im Wettbewerb der Bilder, die im Juli zur Kritik eingereicht wurden, schwingt sich allerdings ein – wenn auch entsättigt wirkendes – Farbbild obenauf: Timo Kaans Ansicht von New York wirkt kraftvoll und erhaben:


Dieses Foto habe ich nach einem schrecklich verregneten Sommertag 2010 in New York gemacht. Den ganzen Tag hat man sich nur mit Regencape und wasserdichten Schuhen herausgetraut, keine Touristen unterwegs – und noch eine Karte für das Empire-State Building. Kaum jemand da oben – außer einem einsamen, nassen Wärter – und plötzlich riss der Himmel über dem Hudson auf! Nur für ganz wenige Sekunden sah es aus, als Schickte der Himmel einen Gruß nach unten. Zum Glück war das richtige Objektiv auf meiner Nikon…

Manja Sirch hat uns seinen Tiger aus dem Zoo zukommen lassen, der auf die Kritiker so wirkte, wie sich Manja das gewünscht hat. es reichte leider nur für den zweiten Platz. Die Kritik zur Fotografie ist hier zu finden.

Franz Bogner hat sich in den hochgelegenen Senken im bayrischen Wald auf die Lauer gelegt und ebenfalls eine Schwarz-Weiss-Landschaft der Extraklasse eingefangen.

An einem Sonntag-Sommermorgen erwartete ich nach einer klaren Nacht, den für manche hochgelegenen Senken hier im Bayerischen Wald typischen Morgendunst und wurde direkt an der Grenze zum österreichischen Mühlviertel um ca. 6:00 Uhr nicht enttäuscht. Entlang einer einsamen Straße fand ich diesen kleinen Weiler wo die Sonne den Morgendunst gerade aufzulösen begann. Mit dem Stativ machte ich unter anderem 7 Hochformataufnahmen die ich zu diesem Panorama zusammenfügte. Zuhause am PC fand ich die Farben allerdings viel zu blass und entschloss mich deshalb daraus eine SW-Umsetzung zu machen.

Dietmar Rieders Ansicht von einer Bergwanderung mit Spiegelung habe ich bereits besprochen: Mich hat die verschiebung aus der Symmetrie und die Schwarz-Weiss-Umsetzung angesprochen.

Das Foto ist auf einer Bergwanderung in der Nähe von Innsbruck entstanden. Für mich ist dies ein wunderbarer Ort der Ruhe und Entspannung. Von der Entfernung her ein Katzensprung von den Eindrücken und der Stimmung Lichtjahre weit weg vom alltäglichem Stadtleben.

Reinhard Witt ist ein “alter” Bekannter in dieser Fotowettbewerbs-Rubrik, und auch sein Modell in dieser Aufnahme haben wir schon gesehen. Ich bin ehrlich gesagt dankbar, dass Reinhard nicht gewonnen hat… Bisher haben wir nämlich noch nicht kommuniziert, dass man nur einmal in sechs Monaten den Preis abholen kann. Wir werden das nachholen. Was mir auch auffällt: Kein einziger der Sieger hat uns den Link zu seiner Website angegeben. Dabei ist die Erwähnung hier mit Link eigentlich als eine Art Trostpreis gedacht, die Euch helfen kann, besucher auf den Sites (und einen höheren Google-Rank) zu kriegen.

Eher ein Abfallprodukt eines anderen Shootings. Ich weiß, dass “Rahmen” nicht so gern gesehen sind – ich mag das noch aus der analogen Zeit und finde nichts Schlimmes daran.

Wir gratulieren zum Gewinn und bedanken uns bei allen Fotografinnen und Fotografen für die zahlreichen tollen Bilder, die im Juli eingereicht wurden. Inzwischen haben wir August, und die nächste Chance auf 100 Euro winkt bereits.

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10 Kommentare

  1. Reinhard Witt
    schrieb am 18. August 2011 um 17:46 Uhr (#)

    Bisher haben wir nämlich noch nicht kommuniziert, dass man nur einmal in sechs Monaten den Preis abholen kann.

    Aber Peter, darauf bin ich eh nicht aus. Ist ein schönes Gefühl, wenn Bilder ankommen, und mein Ziel, den Hattrick in den ersten 5 zu machen, habe ich erfüllt. Das da jetzt auch mal der erste Preis mit drin war, war nicht geplant und erst recht nicht vorher gesehen.
    Zur Website: :-) Ich hab noch gar keine. Zwar in verschiedenen FC’s vertreten, aber noch keine eigene Seite. :-( Aber was nicht ist, kann ja noch kommen. :-) Jedenfalls hab ich mich wieder diebisch über die Platzierung gefreut. Und ich glaube Leonie erst recht…
    Nochmals vielen Dank…

    1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 18. August 2011 um 18:47 Uhr (#)

      Reinhard, es ist schön, dass Du nicht dem schnöden Mammon nachrennst – aber es ist umgekehrt so, dass wir ebenfalls mehr einen Anreiz für den Upload toller Bilder geben als Geld verteilen wollen – und dabei, wie bei den Kritiken, möglichst viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer berücksichtigen wollen.

      Dazu sei indes gesagt, dass die Kritiker bei der Bewertung nicht sehen, von wem ein Bild stammt, und damit ziemlich unvoreingenommen urteilen. Was wiederum die Möglichkeit erhöht, dass die immer gleichen Spitzenfotografinnen zum Zug kommen. Deswegen wollte ich schon mal die Regel ankündigen, auf dass wir uns nicht plötzlich mit einem Wiederholungssieger in die Wolle kriegen…

  2. Reinhard Witt
    schrieb am 19. August 2011 um 09:52 Uhr (#)

    Wenn es denn die Regel ist nur einmal in sechs Monaten den Hauptpreis zu erhalten ist es doch in Ordnung. Wenn nun ein Fotograf so sehr begeistert, dass er sechsmal hintereinander den ersten Platz erreicht? So what?… :-)
    Mir wäre das egal. Dabei sein ist alles…

  3. Istvan Lörincz
    schrieb am 20. August 2011 um 11:48 Uhr (#)

    Gratulation an die Gewinner! Schöne Bilder habt ihr geschossen (und nachbearbeitet) :-)

  4. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 22. August 2011 um 18:30 Uhr (#)

    Und noch eine schöne Geste: Timo Kaan hat uns gebeten, seinen Gewinn einer gemeinnützigen Organisation zukommen zu lassen. Das werden wir tun: Brigitte Federi hat die Organisation “Medecins sans Frontières” vorgeschlagen, die “Ärzte ohne Grenzen”. Wir werden ihnen die 100 Euro zukommen lassen.
    Herzlichen Dank, Timo.

    1. Istvan Lörincz
      schrieb am 22. August 2011 um 19:00 Uhr (#)

      Die dann natürlich dafür tausende von USD Dollar teure Medikamente kaufen, das freut sich die Pharmaindustrie… obwohl 2 Tabletten von die Chinesen die Malaria 95 % ausrottet. Da freute sich die WHO aber nicht, es muss bewiesen werden das es ja wirkt. Wird bei diesem Verein auch auf Nachhaltigkeit gedacht dass die Probleme der Menschen nie wieder auftreten dürfen oder wird nur behandelt, so wie in Europa ? Ich finde es schon sehr gut dass geholfen wird, nicht missverstehen, es geht mir nur um die Einstellung der westlichen Medizin.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
      schrieb am 22. August 2011 um 19:05 Uhr (#)

      Istvan – Ärzte ohne Grenzen sind in erster Linie das: Menschen, die, statt sich an Busen-Vergrösserungen eine goldene Nase zu verdienen in Krisengebieten, in denen andere Organisationen sich längst zurückgezogen haben, ihre dringend benötigten Dienste anbieten. Und ich kenne keine Hilfsorganisation, die nicht an irgendeiner Ecke kritisiert wird. Aber abgesehen davon, dass diese Diskussion nicht hierhergehört – die MSF sind für mich aus obengenannten Gründen eine der glaubwürdigsten Organisationen. Das ist indes nur meine persönliche Meinung.

    3. CorinneZS
      schrieb am 23. August 2011 um 12:34 Uhr (#)

      Wenn schon kritisieren, dann bitte richtig. Denn während wir die Vorzüge chinesischer Billigproduktion schätzen und jedem Bereicherungsabsichten unterstellen, der teurer als in China produziert, sind wir auch gerne gegen Sklavenhaltung, Kinderarbeit oder Umweltverschmutzung. Ist aber nicht ganz logisch, finde ich.

      Wie’s China damit hat, kann man z. B. in den vielfach prämierten Fotos von Edward Burtynsky (www.edwardburtynsky.com) sehen. Für sein Buch “Oil” hat er gerade den deutschen Fotobuchpreises 2011 erhalten, was von Uli Eberhard auf fokussiert.com besprochen wurde.

  5. Istvan Lörincz
    schrieb am 22. August 2011 um 19:16 Uhr (#)

    Das ist mir natürlich klar. Das ist auch sehr ehrenswert.

    1. Istvan Lörincz
      schrieb am 23. August 2011 um 19:13 Uhr (#)

      @CorinneZS
      Wir waren auch nicht besser… Die Fotos sehe ich als eine Zeitreise. Was bei uns über viele viele Jahre abgespielt hat, spielt sich hier viel schneller ab.

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