Studioporträt:
Allzu weich ist ungesund

Ein wunderschönes Gesicht und ein weiches Beautylicht sind die Basis für ein klassisches Beautyporträt. Wenn allerdings mit der Weichzeichnung so stark eingegriffen wird, verliert das Gesicht seine Persönlichkeit.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Diana Roscher).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Diana Roscher).

Kommentar der Fotografin:

Mein erstes Beauty Shooting mit einer Freundin in meinem Low-Budget Studio. Fotobearbeitung mit Gimp

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Diana Roscher:

Die Maler hatten es viel leichter als die Fotografen. Sie konnten ihre Porträts nach Belieben beeinflussen und so unschöne Stellen weglassen und ihre Kunden viel schöner Malen, als sie eigentlich waren.

Die Fotografie wurde auch erst dann für das Porträtieren von Menschen interessant, als auf der einen Seite die Belichtungszeiten kürzer wurden (aufgrund lichtstarker Objektive und lichtempfindlicheren Filmen) und es möglich wurde, die Bilder nachträglich zu retuschieren:

Die wenigsten Menschen möchten die gnadenlose Härte der Realität sehen – lieber ist uns da ein etwas geschöntes Porträt, das mehr unseren Vorstellungen (und vielleicht auch Wünschen) entspricht. Deshalb sind die Beautyretuschen heute so beliebt – und werden im grossen Stil, vor allem in den Zeitschriften, durchgeführt. Sie vermitteln uns allerdings ein ziemlich einseitiges und oft auch falsches Bild von der Schönheit der Menschen.

Natürlich ist es sinnvoll und auch legitim, ein Porträtbild zu retuschieren: Die Kamera zeichnet oft die Bilder in einer brutalen Härte auf, zeigt jede Hautpore und jeden Pickel. Da schadet es nicht, wenn wir etwas mit Photoshop und Co. nachhelfen. Die Frage ist allerdings, wie weit wir dabei gehen sollen.

Diana Roscher hat ein sehr schönes Porträtbild einer jungen Frau aufgenommen. Die diagonale Bildgestaltung ist spannungsvoll und der gewählte Bildausschnitt passt sehr gut dazu. Der Blick und das elegant geschnittene Gesicht unterstreichen die besondere Schönheit dieser Person, und die Farben des Kopfschmuckes, der Augen, der Augenbrauen und der Lippen wurden geschickt aufeinander abgestimmt.

Dann aber Griff Diana Roscher zum digitalen Pinsel und machte aus dieser wunderschönen jungen Frau einen unpersönlichen, fast puppenhaften Menschen: Durch eine so starke Weichzeichnung werden alle Hautporen überdeckt und die Haut so stark geglättet, dass der Charakter der Person nicht mehr erkennbar wird. Auch die starke Aufhellung des Augenweiss entspricht so nicht mehr der Realität, denn unsere Augen sind nie reinweiss.

Solche starken Weichzeichnungen, kombiniert mit einer starken Schärfung der Augen und der Augenbrauen, sind sehr beliebt und wirken auch auf den ersten Blick attraktiv und effektvoll. Allerdings finde ich den Einsatz bei diesem Bild viel zu stark, was den puppenhaften Charakter enstehen lässt.

Ich möchte vorschlagen, dieses an sich sehr schöne und gelungene Bild in mehreren Versionen zu bearbeiten, von einer ganz leichten Retuschierung in verschiedenen Zwischenstufen bist zu dieser sehr stark retuschierten Form. Vor allem sollte dabei darauf geachtet werden, dass die Hautporen nicht vollständig überdeckt werden (dazu gibt es heute einige gute Methoden). Dann lässt sich sehr bald entscheiden, welche Stärke der Beeinflussung noch soweit im Rahmen bleibt, dass das Model in seiner ganzen Schönheit gezeigt wird und trotzdem die Persönlichkeit noch sichtbar bleibt und nicht durch die Bildbearbeitung überdeckt wird.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

 

Mehr lesen

26.2.2013, 14 KommentareLeserfoto:
Die verborgenen Schnappschüsse der Festplatte

Oft ist von längst verloren geglaubten Perlen der Fotografie die Rede, die jahrelang unbemerkt auf der heimischen Festplatte schlummerten und erst durch eine spätere Bildbearbeitung zu vollem Glanz emporsteigen. Nur: Nicht jedem Foto ist dieses Märchen vergönnt.

Werner Kiera: Das verlängerte Auge

25.2.2013, 2 KommentareWerner Kiera:
Das verlängerte Auge

Werner Kiera aka Datenverarbeiter findet seine Motive in aller Welt – über Live-Webcms. Zuhause in Bonn setzt er daraus Kompositionen zusammen, die uns in eine phantastische Film-Noir-Welt entführen.

20.2.2013, 2 KommentareLeserfoto:
Bild des Montas Dezember

Jeden Monat erhalten wir eine Vielzahl Bildeinsendungen zur Besprechung in unserer Kategorie Bildkritik. Die Autoren von fokussiert.com wählen sich ein Bild aus, welches sie sich gerne genauer anschauen möchten und beschreiben dann, was der Fotograf gut gemacht hat und wie er vielleicht mit einem kleinen Schritt nach links einen optimaleren Ausschnitt hätte kreieren können oder mit etwas mehr - oder manchmal auch weniger - Bildbearbeitung noch mehr aus seinem Bild herausgeholt hätte.

Leserfoto: Mit der Unterhose in den Alpen

8.2.2013, 2 KommentareLeserfoto:
Mit der Unterhose in den Alpen

Wenn nackte Haut reichen soll, um einen Überraschungseffekt zu provozieren, wird eine ansonsten gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Bildbearbeitung: Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2)

23.1.2013, 4 KommentareBildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2)

Der nachfolgende Artikel unseres Gastautors Thomas Brotzler befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im vorangegangenen ersten Teil ging es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im heutigen zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.

Christian Patterson: Redheaded Peckerwood

14.1.2013, 0 KommentareChristian Patterson:
Redheaded Peckerwood

Christian Pattersons rekonstruierte mit Fotografien und historischem Material einen Kriminalfall, der in den Fünfzigern Amerika erschüttert hatte: Redheaded Peckerwood.

26.2.2013, 14 KommentareLeserfoto:
Die verborgenen Schnappschüsse der Festplatte

Oft ist von längst verloren geglaubten Perlen der Fotografie die Rede, die jahrelang unbemerkt auf der heimischen Festplatte schlummerten und erst durch eine spätere Bildbearbeitung zu vollem Glanz emporsteigen. Nur: Nicht jedem Foto ist dieses Märchen vergönnt.

Digitale Nachbearbeitung von Fotos: Das Salz in der Suppe

6.2.2013, 3 KommentareDigitale Nachbearbeitung von Fotos:
Das Salz in der Suppe

Die Digitalfotografie ermöglicht uns, „einfach mal drauflos zu schiessen“ und anschliessend zu löschen, was nicht gefällt. Oft tritt dabei der Akt des Fotografierens an sich in den Hintergrund. Aber auch in Zeiten der Digitalfotografie hat ein gutes Bild unsere volle Aufmerksamkeit beim Fotografieren verdient.

Bildbearbeitung: Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (1)

16.1.2013, 3 KommentareBildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (1)

Der nachfolgende Artikel unseres Gastautors Thomas Brotzler befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im heutigen ersten Teil geht es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im folgenden zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt

13.8.2012, 1 KommentareJodi Bieber:
Zwischen Dunkelheit und Licht

Sie hat das World Press Photo des Jahres 2010 gemacht: die Südafrikanerin Jodi Bieber. Ihr vehementes Werk aus 15 Jahren sehen wir aktuell in Ulm.

Floris Neusüss: Traumbilder

24.7.2012, 1 KommentareFloris Neusüss:
Traumbilder

Seit den späten Fünfzigern experimentierte Floris Neusüss damit, statt fotografischer Abbilder Traumbilder herzustellen. Also lange vor den Möglichkeiten der digitalen Ära.

Axel Pfennigschmidt: Das Alltägliche ist Schönheit

19.1.2012, 2 KommentareAxel Pfennigschmidt:
Das Alltägliche ist Schönheit

Axel Pfennigschmidt findet seine Bilder draußen in den Straßen: "Das Alltägliche ist Schönheit", so sein Credo.

12 Kommentare

  1. Ich kenne mich nun gar nicht mit Studio- und noch viel weniger mit Beauty-Photographie aus, aber auf den erste Blick fand ich das Photo farblich gut abgestimmt – wie ja auch kritisiert. Allerdings irritiert mich die Pose. Sie mag klassisch sein, aber bei Gesichtern, die auf dem Kopf stehen, fällt es schwer, den Ausdruck zu erkennen. Ich ertappte mich dabei, wie ich den Kopf drehte, um die Person besser “sehen” zu können.

  2. Ich finde das Bild Klasse! Sehr schön finde ich, dass du die Farben des Kopfschmucks und des Lidschattens angepasst und auch noch in deinem Rahmen wiedergegeben hast. Ich kann die Kritik von Martin Zurmuehle bezogen auf die Weichzeichnung der Haut zwar ein wenig nachvollziehen, andererseits denke ich, dass du bewusst so weichgezeichnet hast um diesen “PuppetLook” zu bewirken?! Ich sehe eine gute Mischung aus klassischer Beauty-Fotografie und Digital Art. Ein gelungenes Bild mit einem hübschen Model,gutem Bildschnitt und gekonnt eingesetzten Farben. Aber das ist nur meine Meinung! weiter so!

  3. Was mich stört: Der Rahmen und besonders der schwungvolle-kitschige Schriftzug, noch dazu mit dem Kleeblatt…

    Klar, das ist Geschmackssache, ggf. kann das ja auch eine Art Markenzeichen sein. Soll “Lady Shamrock” der Titel des Bildes sein und eine bestimmte Aussage vermitteln – oder ist das der Künstlername der Fotografin? Oder ist das das Logo der Make-up-Firma?
    Mich lenkt so etwas beim Betrachten ab.

    Die doppelte farbige Rahmung ist für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten, obwohl ich die Farbe selbst sehr mag. Für mich dient hier der farbige Rahmen nicht der Akzentuierung, sondern entzieht dem Bild leider die Aufmerksamkeit.

    Das Foto als solches finde ich gelungen, wobei es mir durch die Retusche auch etwas zu puppenhaft und artifiziell ist, was natürlich auch intendiert sein kann.
    Den Gesichtsausdruck, den leicht geöffneten Mund und den Bildausschnitt finde ich hingegen stimmig, allerdings neigte ich automatisch meinen Kopf zur Seite, um “nachzuschauen”, was denn eigentlich in dem Gesicht los ist… Das Piercing sorgt zusammen mit der Farbe dafür, dass mein erster Eindruck “wie ein Stummfilmstar” gebrochen wird.

  4. Ich habe mich auf Dianas Fotocommunity Seite umgeschaut und finde, dass sie bei der Bildbearbeitung handwerklich sehr fortgeschritten ist und nichts dem Zufall überlässt. Der bei diesem Bild an eine Porzellanpuppe erinnernde Teint ist wohl bewusst so gestaltet worden, genauso wie die perfekte Lichtsetzung, das Make-up und die Accessoires.

    Nicht die Persönlichkeit des Models, sondern die unpersönliche Maske der äußeren Schönheit ist das Thema. Deshalb irritiert mich der Titel “Beauty-Portrait” ein wenig. Ist das ebenfalls Absicht?

  5. Ich kann Uwe leider nicht Recht geben.
    Habe mir ebenfalls die Fotocommunity-Seite von ihr angeschaut, sehe bei fast allen Bildern diese puppenhaftige Bearbeitung der Gesichter mit dem Weichzeichner und das hier ebenfalls monierte reinweiße Augenweiß.
    Besonders stark kommt der Weichzeichner hier zur Geltung:
    http://fotocommunity.de/p…871/display/22936183
    Am rechten Arm der Person erkennt man leicht, wie die “Unschärfe” des Weichzeichners über die Kanten des Arms tritt.

    Von einer handwerklich fortgeschrittenen Bearbeitung kann man hier leider beim besten Willen nicht sprechen.

  6. Ich werde dann mal einige Unklarheiten beseitigen.

    Die Haut hatte ich erst nicht so weich gezeichnet, aber irgendwie gefällt mir dieses weiche einfach. Ich weiß manchmal ist so was zu viel des Guten, aber ich neige einfach immer dazu zu übertreiben und manchen Leuten gefällts und manchen nicht, das ist auch gut so.
    Ich finde natürlich auch zu manchen Fotos passt es auch wirklich nicht, aber bei diesem Bild fand ich es gerade gut.

    Zu Ute:
    Also Lady Shamrock…das ist mein Logo als Fotografin!!!

    Zu Uwe:
    Erstmal Danke dass du dir überhaupt die Mühe gemacht hast und mich auf meiner Seite besucht hast.
    Du hast recht die bezeichnung “Beauty-Portrait” ist nicht sehr passend, aber ehrlich gesagt wusste ich nicht in welche kategorie ich es packen sollte.
    Dieses Bild sollte definitiv NICHT ihre Persönlichkeit wiederspiegeln, sondern ich sehe die Fotos die ich mache eher aus einer künstlerischen Sicht.

  7. Diana, falls Du Dich angegriffen fühltest durch die Lady-Shamrock-Nachfrage: das war nicht meine Absicht. Über Geschmack lässt sich nicht (sinnvoll) streiten. ;-)

    Hier bei fokussiert in der Rubrik Bildkritik seh ich erst einmal nur ein Foto, das zur Besprechung eingereicht ist und eben von einem der Blogautoren dann analysiert wird. Und in diesem Fall eben mit diesem nicht gerade neutralen Schriftzug dekoriert ist, bei dem ich nicht wusste, was er genau besagen soll, ob “Lady Shamrock” Titel des Fotos ist oder Dein Künstlername oder obs als eine Art Wasserzeichen dient, daher ja die Frage.

    Das Logo hat _mich_ zusammen mit dem doppelten Farbrahmen vom eigentlichen Foto abgelenkt. Darauf wollte ich hinweisen, weils ja um das Foto gehen soll, das auf dem Betrachter wirkt, und in der Hinsicht ablenkendes Beiwerk wie ein aufwendiger Rahmen von Nachteil ist.
    Weniger ist mehr – für meinen Geschmack.

  8. Ich sehe den Unterschied zum nekrophilen Kitsch nicht, den zur Kunst jedoch schon.

    Die Kritik ist äusserst präzise und mutig, hilfreich, lehrreich zudem. Sie weist auf Dinge hin, die mir nicht aufgefallen wären – und erweitert damit meinen Blick. Danke.

  9. Es bereitete mir ein ausgesprochenes Lesevergnügen, wie Martin hier seine Thesen zu “Fluch und Segen der Beautyfotografie” darlegte.

    Das Bild als solches, die abgebildete Person und jene Mischung aus ornamentalen Bildelementen und Schmuckrahmen ist durchaus eindrücklich. Daß die junge Frau so artifiziell wirkt, scheint mir in zulässiger Weise dem Genre geschuldet.

    Auch ich habe (Uwes Link folgend) Dianas FC-Account besucht, wobei das dortige Portfolio nicht sehr groß, insofern vielleicht nicht repräsentativ ist. Unter den dort gezeigten Bildern erscheint mir die hier diskutierte Arbeit am reifsten, überzeugendsten, vielleicht am ehesten auf die sich künftig entfaltende “persönliche Handschrift” hinweisend. Über das Letztgenannte hatten wir in der Vergangenheit ja schon diskutiert – erst mit einem eigenständigen, unverkennbaren Stil wird man aus der heutigen “Bilderflut der Digitalfotografie” dauerhaft herausragen können.

    Der Blick auf das FC-Portfolio zeigt mir weiterhin, daß Diana ihre bildnerische Ausdruckssprache derzeit noch zu testen und finden scheint. Dies möchte ich am “etwas kraß” wirkenden Gegenüber von einerseits (im Dunkelkammerjargon) stark gepushten und andererseits weichgezeichneten Porträts festmachen.

  10. Hallo Ute,
    ich habe mich nicht angegriffen gefühlt, sonst würde ich auch kein Bild zur Kritik hier rein stellen, wenn ich damit nicht umgehen kann. Ich wollte nur Deine Frage beantworten.
    Ich freue mich über jede Kritik, denn nur so kann man lernen besser zu werden.
    Es hat mir zumindest schon mal sehr geholfen!
    Dass der Schriftzug sehr ablenkt vom Bild, werde ich bestimmt beim nächsten Foto berücksichtigen, denn es sollte schon das Bild im Vordergrund stehen und nicht mein Logo. Vielen Dank!

  11. Ja, diese Beautyretuschen! Diese “Unsitte” haben wohl die Modemagazine eingeführt und eindeutig auf und über die Spitze getrieben. Teils sind sie auch Schuld daran, dass sich heutige junge Frauen auch so sehen wollen und alles daran setzen – die Make-Up-Industrie dankt es – dem nachzueifern, obwohl solche Schön- und Reinheit des Gesichts/Körpers wohl nicht einmal bei Engeln vorkommt. Da aber Realität und Wunsch dann doch nicht in Übereinstimmung gebracht werden kann, ist Enttäuschung vorprogrammiert.
    Zur Bildkritik: Martin Zurmühle finde ich sehr wohlwollend in seiner Kritik, er lobt die Bild- und Farbkomposition – wobei ich hier mit ihm völlig überein stimme – geht aber auf den für mich scheusslichen Rahmen gar nicht ein (ok. man kann ihn auch einfach ignorieren) und kritisiert nur milde die übertriebene Weichzeichnung des Gesichts. Zum Handwerklichen der Bildbearbeitung liest man gar nichts, obwohl er es doch kaum übersehen haben kann, dass die Retusche Stirn-Haaransatz nicht gerade gelungen ist. Hier sollte man so genau arbeiten wie bei Freistellungen, nämlich so, dass man es nicht merkt. Uwe S. meint zwar, dass Diana in digitaler Bildbearbeitung sehr fortgeschritten ist, ich stimme aber eher mit Benedikt L. überein.
    Dass diese Weichzeichnung des Gesichts etwas verunglückt ist, liegt vielleicht auch an der falschen Technik, die angewandt wurde. Man kann nämlich auf viele Arten weichzeichnen, nicht alle ergeben wirklich gute Ergebnisse, sodass noch etwas von der Hautstruktur sichtbar wird. Wichtig ist vor allem, dass man zur Bearbeitung Ebenen und Masken einsetzt, mit welchen man auch hervorragend die Übergänge bearbeiten kann. Den gauschen Weichzeichner würde ich nur sparsam einsetzen, lieber den Filter “Helligkeit interpolieren” (Rauschfilter)oder – ja lacht nur – den Filter “Korneffekt” anisotrop (Stilisierungsfilter). Dann zusätzlich mit der Deckkraft der Ebenen und mit Masken operieren, das gibt hervorragende Ergebnisse.
    Diana, ich möchte Dich wirklich nicht entmutigen, im Gegenteil, ich hoffe, dass es Dir hilft, besser zu werden, die Bilder auf Deiner Website zeigen, dass Du auf gutem Weg bist.

  12. Wäre nicht der Glanz auf Lippen und Augen könnte man meinen einen wunderschön geschminkten Leichnam vor sich zu haben… Sorry, aber das Bild wirkt sehr leblos auf mich.

    Und davon lenkt mich auch kein Rahmen ab.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder