Landschaftsstimmung:
Nebel als Offenblende-Ersatz

Wenn man nicht mit offener Blende für Tiefenwirkung sorgen kann, helfen andere Dinge – wie Nebel – eine Schichtung der Distanzen abzubilden.

Kommentar des Fotografen:

Früh morgens bei der Fahrt durchs Altmühltal. Die Sonne war gerade dabei, den Morgennebel aufzulösen. Diese verzauberte Stimmung wollte ich einfangen. Da die farbige Variante nur im Vordergrund etwas Grün zeigte, aber nichts an der Atmosphäre änderte, habe ich mich für s/w entschieden. Olympus Pen E-P2, Blende 5,6, 1/500

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Wolfgang Uhlig:

Ein einsamer Mensch auf einem Fahrrad fährt auf einer Strasse in dieser Schwarz-Weiss Fotorafie ins Bild hinein. Die Person hat eben einen Baum im nebligen Vordergrund rechts passiert. Während Baum und Radfahrerin eine klare Silhouette abgeben, liegen dahinter am Weg zwei weitere Ebenen mit Büschen und Bäumen.

Bei Landschaftsaufnahmen spielt die Illusion der Räumlichkeit eine grosse Rolle. Wenn es der Fotografin gelingt, die Szenerie dreidimensional wirken zu lassen, ist das halbe Bild geschossen – und das ist, zumal mit geschlossener Blende und damit ohne Schärfentiefeneffekte, gar nicht so einfach.

Schwarz-Weiss-Fotografie dagegen bedingt klare Kontrastverhältnisse, sich abgrenzende Flächen und Formen.

Dir ist es in diesem Bild gelungen, beides zusammenzuführen:

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Fotografien aus 24 Stunden:
Der Euro und andere Ereignisse


Euro-Krise, Occupy-Proteste, Hochwasser und ein wenig Kunst

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Landschaft in HDR:
Nachbearbeitung muss Sinn machen

HDR kann aus Landschaftsaufnahmen spektakuläre Bilder herauskitzeln – wenn diese in der Anlage schon vorhanden waren.

Kommentar des Fotografen:

HDR Bild aus drei Aufnahmen. An meinem Bid fasziniert mich vor allem die Wolken und Vögel im Hintergrund.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Thomas Pfenninger:

HDR, schon des öfteren hier auf fokussiert besprochen, oder “high dynamic range” ist eine Art der Bildbearbeitung, bei der die Tonwerte zwischen dem dunkelsten und dem hellsten verteilt werden, anstatt sich an das eine oder andere Ende des Histogramms anzulehnen. Wenn HDR gekonnt eingesetzt wird, können spektakuläre Bilder entstehen. HDR, wie alle anderen Bearbeitungsmöglichkeiten auch, kann aber nur aus einem Bild herausholen, was bereits in der Anlage vorhanden ist.

Des weiteren hat HDR die Tendenz, Dinge mit einem Grauschleier zu überziehen und eine helle Aura um Gegenstände zu legen. Deshalb ist nur mit der HDR-Umwandlung die Arbeit noch lange nicht getan.

Den Schatten nach zu urteilen hast Du diese an sich hübsche Landschaft um die Mittagszeit fotografiert. Die Bildaufteilung ist gut, die Unterschiede zwischen Grasflächen, Weg und Feldern ergeben interessante Texturunterschiede.

Die HDR-Bearbeitung ist hier allerdings meiner Meinung nach fehl am Platz:

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Fotografien aus 24 Stunden:
Ruhe und Besinnlichkeit


Saudi Arabien, Indien, Thailand, Schweiz und Afghanistan

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Landschaft in Schwarzweiß:
Nachbearbeitung oder nicht

Ob und wie er ein Bild nachbearbeitet, entscheidet natürlich der Fotograf. Aber selten kommt es perfekt aus der Kamera.



Kommentar des Fotografen:

Bin 16 Jahre alt und habe dieses Bild hier in einem kleinen Windschutzgürtel mit Bach gemacht. Ich weiß, dass man noch am Computer daran feilen könnte – aber da ich kein Fan von nachträglicher Bearbeitung bin, würde ich gern wissen, was ich vor Ort besser machen könnte. Es ist ein HDR mit Tamron SP 17-50mm VC bei 17mm, zusammenaddierte Belichtungszeit ca. 4sec Blende: 13 Canon EOS 550D

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Felix Waldschütz:

Mir hat an Deinem Foto spontan die Stimmung gefallen, die Du eingefangen hast. Etwas schwermütig, gleichzeitig ruhig. Nichts lenkt ab – und das ist auch für mich eine Schwachstelle. Aber erst einmal der Reihe nach:

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Mona Kuhn:
Behutsame, intime Akte

Aktfotografie kann so schön, so ruhig und so intim sein – ohne jemals in die Nähe von Pornografie zu kommen. Mona Kuhn ist mit «Bordeaux Series» so ein Bildband gelungen. Ein Band, in dem die Nacktheit wieder das ist, was es immer war: das natürliche Kleid des Menschen und kein Mittel, um Skandale und Aufmerksamkeit zu provozieren.

102 Seiten hat dieser wunderbar gemachte Bildband. Schon die Aussenhülle dieses quadratischen, edlen Buches wird dem Titel gerecht: Sie fühlt sich an wie mit Stoff bespannt. Und im Inneren finden sich dann ebenso schöne, edle Aktaufnahmen, die eher Portraits denn Figurenstudien sind. Das Ergebnis ist ein sehr persönliches, feinfühliges Fotobuch mit einer sehr poetischen Bildsprache.

Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)

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Porträt mit Farbkontrast:
Hintergrund sollte nicht mit Vordergrund konkurrieren

Hintergrund sollte Hintergrund bleiben. Wenn er mit dem Vordergrund zu sehr optisch konkurriert, ist das dem Foto namentlich bei Porträts abträglich.

Kommentar des Fotografen:

Nachmittags ca. 15 Uhr im Sept. 2011, an einem stillgelegten Bahnhofsgleise, für eine Sedcard-Erweiterung. Obwohl die “Regel” besagt, dass sie nach links schauen müsste, habe ich mich bewusst dafür entschieden, hier zu brechen und sie aus dem Bild herausschauen zu lassen. Der Blick in den Himmel soll das Abschweifen mit ihren Gedanken an einem ruhigen, verlassenen Ort zeigen – jedoch nicht traurig und verzweifelt, sondern eher hoffnungsvoll. Durch den kräftigen Farbkontrast der Abdeckplane des Güterwagons links im Bild soll der Betrachter wieder zurückgezogen werden und nicht ebenfalls aus dem Bild triften.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Knut Haberkant:

Eine junge Frau steht vor einem Güterwagon. Etwas scheint sie abzulenken, sie schaut nach rechts oben. Was in diesem Blick zu lesen sei, liegt am jeweiligen Betrachter. Spontan gefallen hat mir an diesem Foto die grau-rote Farbpalette und das Experimentelle der Pose. Daß Subjekte aus dem Goldenen Schnitt heraus verschoben sind, sehe ich jetzt öfter – ein Regelbruch, der mir persönlich nicht immer zusagt, aber das kann man diskutieren.

Der rote Hintergrund ist, was das Foto mit ausmacht, aber auch gleichzeitig mein Hauptkritikpunkt:

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