Sony World Photography Awards 2012:
Dreizehn aus 112.000

112.000 Einsendungen waren eingegangen, dreizehn hat die Jury der Sony World Photography Awards 2012 jetzt als die Besten der einzelnen Sparten ausgewählt.

Copyright Tobias Bräuning, Deutschland, Open, Im Bruchteil von Sekunden courtesy of Sony World Photography Awards 2012

Beim Thema „Im Bruchteil von Sekunden“ gewann Tobias Bräuning aus Deutschland. Die beiden Gesamtgewinner des Offenen und des Jugendwettbewerbs werden erst bei der Gala am 26. April in London bekannt gegeben.

Die Sony World Photography Awards haben 2012 weltweit ein noch größeres Echo gefunden als in den vergangenen Jahren, so teilt der Veranstalter, die World Photography Organisation (WPO) mit. Die mehr als 112.000 Einsendungen gingen aus 171 Ländern ein.

Copyright Ana Gregoric, Slowenien, Menschen, Courtesy of SWPA 2012

Das sind die Gewinner der einzelnen Kategorien im Offenen Wettbewerb 2012:

• Architektur: Filippo Di Rosa (Italien)
• Kunst & Kultur: Sanket K (Indien)
• Bearbeitete Fotos: Victor Vargas Villafuerte (Mexiko)
• Schwieriges Licht: Natalia Belentsova (Russische Föderation)
• Natur & wilde Tiere: Giovanni Frescura (Italien)
• Panorama: Denise Worden (USA)
• Menschen: Ana Gregorič (Slowenien)
• Lächeln: Piotr Stasiuk (Polen)
• Im Bruchteil von Sekunden: Tobias Bräuning (Deutschland):
• Reisen: Krzysztof Browko (Polen)

Denise Worden, USA, Open, Panorama courtesy of Sony World Photography Awards 2012

Tobias Bräuning schreibt: „Vor allem mit der Tropfenfotografie habe ich mich in den letzten Monaten beschäftigt. Die Ergebnisse faszinieren mich immer wieder.“ Der 29-jährige lebt im baden-württembergischen Reutlingen und fotografiert seit rund zehn Jahren. Mit seinem „Tropfen-Setup“ erzeugt er mehrfarbige Wassertropfen. Wir finden eine Menge dieser Bilder auf Tobias Bräunings Website. Dort erklärt er uns auch ausführlich, mit welcher (meist selbstgebauten) Hardware er experimentiert und wie er die Bilder nachbearbeitet: Das geht von den Ventilen für die Tropfen über die Kameratechnik bis hin zur Beleuchtung, das Ganze gesteuert von einem selber programmierten Mikrocontroller für mehrere Blitze und mehrere Ventile. Aber „im Prinzip“ ist ja alles einfach, wie Bräuning schreibt:

„Der erste Tropfen fällt ins Wasser. Dabei bildet sich zuerst ein Krater, danach springt aber das Wasser wieder nach oben und bildet eine Säule. Wenn die Säule ihren höchsten Punkt erreicht hat, löst sich manchmal sogar noch ein einzelner Tropfen von der Säule ab und springt noch weiter nach oben. Wenn nun auf die nach oben springende Säule ein weiterer Tropfen von oben fällt, weicht bei der Kollision das Wasser seitlich bzw. kreisförmig aus, es bildet sich das typische ‚Schirmchen‘. Über den Zeitpunkt wann der zweite Tropfen die Säule trifft kann bestimmt werden, wie das ‚Schirmchen‘ aussieht.“

Copyright Bernard Pieterse_South Africa_ Jugend-Wettbewerb_Umwelt_courtesy of SWPA 2012

Und im Jugendwettbewerb (bis 20 Jahre) heißen die Spartengewinner:

• Kultur: Kolyaskin Sergey (Russische Föderation)
• Umwelt: Bernard Pieterse (Südafrika)
• Porträts: Karina Sembe (Ukraine)

Natalia Belentsova, Russia, Open, Schwieriges Licht courtesy of Sony World Photography Awards 2012

Wir finden die Galerie mit den Siegerbildern, auch der Zweit- oder Drittplatzierten auf der Website der World Photography Organisation. Die Sony World Photography Awards zeichnen jährlich die Werke etablierter Meister neben den Arbeiten der nächsten Fotografen-Generation aus. Am Offenen Wettbewerb kann jeder teilnehmen, der sich für Fotografie interessiert. Einstiegshürden gibt es keine. Beurteilt werden von der Jury lediglich die Einzelbilder der Teilnehmer. Insgesamt gibt es zehn unterschiedliche Themengebiete, bei denen ambitionierte Fotografen gegeneinander antreten, drei bei den Jugendlichen.

Copyright Sanket K, Indien, Kunst und Kultur, Courtesy of SWPA 2012

Als etablierter Meister wird in diesem Jahr für „außerordentliche Leistungen“ der Amerikaner William Klein gewürdigt. Er gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Fotografen und Filmschaffenden des 20. Jahrhunderts. William Klein wurde in New York geboren und studierte in den Fünfzigerjahren zunächst bei Fernand Léger in Paris Malerei. Zur Fotografie kam er eher zufällig: Während er in Mailand ausstellte, fotografierte er Wandbilder, die er auf drehbare Paneele gemalt hatte, und begann fortan, die Fotografie als eine Möglichkeit der Weiterentwicklung seiner abstrakten Arbeiten zu erforschen. Klein, dessen Karriere sich mittlerweile über mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckt, ist heute 83 Jahre alt. Er lebt und arbeitet in Frankreich.

Giovanni Frescura, Italy, Open, Natur und wilde Tiere courtesy of Sony World Photography Awards 2012

World Photography Organisation
William Klein bei Wikipedia
Tobias Bräuning

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