Vietnamesischer Tempel:
Zuviel Symmetrie – oder zuwenig?

Wenn man ein Motiv in perfekter Symmetrie aufnimmt, sollte diese eben auch perfekt sein. Die Frage ist aber, ob Symmetrie von vorneherein die richtige Entscheidung war.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Mack).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Mack).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand im verganenen Herbst in der wunderbaren Stadt Hoi An in Zentralvietnam. Abseits der Touristenpfade kamen wir an diesem Tempel vorbei, der nicht im Lonely Planet stand und außer uns von keinem anderen Reisenden besucht wurde. Welch ein kleines Juwel!

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Daniel Mack:

Bei manchen Aufnahmen möchte ich den Fotografen im Nachhinein schütteln. Weil es ein so sehr anderes, so viel besseres Bild hätte werden können. Dein Foto ist so eines.

Ihr wart also in Vietnam, und Ihr seid an diesem Tempel vorbeigekommen, abseits des Weges. Das sind die die “Fotosafaris”, die ich persönlich liebe. Man findet Dinge, die eben in keinem Reiseführer stehen. Gebäude, Menschen, Situationen… Wenn man sich die Zeit nimmt, diese zu erkunden, sich die Zeit nimmt, eine Aufnahme zu durchdenken, bevor man sie macht, können außergewöhnliche Bilder dabei herauskommen, die zwar Schnappschußcharakter haben, aber auch für andere interessant sind.

Was hätte man dort für Aufnahmen machen können, der ganze Tag hätte nicht gereicht – aber Dein Foto hier wirkt, als hättest Du mal eben die Kamera zur Tür hereingehalten. Du hattest zwar die Idee, die beiden großen Pflanzen links und rechts als Rahmen zu benutzen. Allerdings spielst Du hier mit perfekter Symmetrie, und die wurde definitiv nicht eingehalten – man kann sie auch durch Beschneidung der einen Pflanze nicht zurückholen, da Du versetzt gestanden bist, als der Auslöser betätigt wurde. Die Frage ist aber, warum man dieses Motiv überhaupt in perfekter Symmetrie “von der Tür aus” ablichten will.

Wenn auch das farbenfrohe Portal das offensichtliche Motiv gewesen wäre, hätte ich mir etwa ein viel interessanteres Bild vorstellen können, mit dem dunklen Pflanzencontainer in der Mitte, bei dem das Portal im Hintergrund “verschwimmt”.

Dadurch, daß Du bei der eigentlichen Aufnahme mehr oder weniger einfach “abgedrückt” hast, ist aus einem Motiv, das so viel mehr gute Fotos hergegeben hätte, eben ein Urlaubsschnappschuß geworden, der mir als Betrachter visuell oder anderweitig nichts sagt.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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10 Kommentare

  1. Ich empfinde ebenso wie Sofie und könnte mir vorstellen, einen ganzen Tag oder mehr in diesem reizvollen Motiv zuzubringen, Übersichten und Details zu erforschen, den Einfluß des weiterziehenden Lichts auf die Strukturen zu erkunden, mithin also mit Muße eine ganze Serie zu erstellen statt hier nur kurz durchzuhuschen …

    In der präsentierten Form, mit einem auf etwa 45% von links eingestellten (übrigens bei manchen anderen Motiven auf Daniels Homepage ebenso zu beobachten), überdies von einem Blumenkübel verstellten Blickfang und einer deutlichen Verkippung, lassen Motiverarbeitung und Bildkomposition nach meinem Dafürhalten jedoch deutlich zu wünschen übrig.

    Sofies Rezension wirkt sehr entschieden, fast schroff, aber Daniel muß sich schon am eigenen, auf seiner Homepage bekundeten Anspruch (unterwegs in der kommerziellen Fotografie) messen lassen.

  2. O.T.

    Sorry…

    …Sofies Rezension wirkt sehr entschieden, fast schroff…

    Das wird der Grund sein, warum ich mich in fast allen FC’s bisher ziemlich unbeliebt gemacht habe…

    Ein viel geschriebener Satz ist: In der Fotografie ist alles erlaubt! Wirklich?…
    Wenn dem so ist, brauchen wir keine Kritik mehr… und auch keine Bildbesprechungen.

    Mit solchen entschiedenen, fast schon schroff … anmutenden Kritiken kann ich zumindest was anfangen – und wenn dann noch ein Verbesserungsvorschlag dazu geliefert wird – was will ich denn mehr?

    • Reinhard, ich glaube, Thomas hat’s eigentlich positiv gemeint. Mein Job ist hier auch nicht, Nettes zu schreiben – mein Job ist hier, Konstruktives zu eingereichten Fotos zu äußern. Deshalb suche ich mir generell auch nichts aus, zu dem ich wirklich NICHTS Positives zu sagen habe. :)

      Ehrlichkeit tut eben manchmal weh, aber meine Meinung ist eben auch MEINE Meinung. Vielleicht findet jemand anderer ein Foto wie dieses total super (aus Gründen, die Dir und mir nichts sagen müssen) – aber bitte weiter direkt und ehrlich sein, ja?! Bei MIR machst Du Dich dadurch NICHT unbeliebt!! Und Thomas sowieso nicht.

  3. …Reinhard, ich glaube, Thomas hat’s eigentlich positiv gemeint…

    Das ist es ja… :-) Genau so habe ich es auch aufgenommen.

    Zum Bild: Wer sagt denn, dass nicht evtl. noch andere Perspektiven und Ansichten gewählt worden sind? Diese hier ist, abgesehen von der schwierigen Lösung der Symmetrie sehr räumlich zentriert gewählt worden.
    :-) In den Online FC’s wird so etwas immer gern über den Klee gelobt. Wahnsinnige Perspektive – unglaubliche Sogwirkung…
    Es ist sehr statisch. Das ganze Bild. Selbst die Perspektive trägt irgendwie nicht zu einem Spannungsaufbau bei. Alle Linien führen zum Zentrum, zum Tempel. Und mittendrin in meiner Wanderschaft stolpere ich über diesen Riesenblumenkübel. Nicht nur, dass er mir die Sicht auf den Eingang des Tempels versperrt nimmt er zudem eine zu große Dominanz ein.
    Sicher, man kann jetzt das Ding nicht einfach weg räumen :-)
    Zudem ist die Lichtstimmung nicht besonders spannend. Wie es halt im Urlaub so ist. WER kann schon stundenlang, tagelang, wochenlang (?) als Urlauber auf DAS Licht WARTEN…:-) Ich denke die wenigsten. Insofern ist man schon froh, etwas entdeckt zu haben, was eben nicht jeder zu sehen bekommt. Und weil eben die Zeit nicht endlos ist, die man als Urlauber verbrauchen darf, nimmt man das, was man angeboten bekommt und versucht etwas daraus zu machen.
    Vielleicht liegt die Sterilität des Bildes auch daran, dass eben keine menschliche Seele das Bild belebt. In welcher Form auch immer. Dies würde evtl. auch zu einem positiven Bruch der Perspektive beitragen. Sofern sie zur Umgebung passt. Nur meine Gedanken…
    Aber wir wissen ja: Nur Touris können sich in der Mittagshitze bewegen. Einheimische nutzen diese Zeit für eine Siesta… :-)
    Wobei ich keine Ahnung habe wie heiß es in Vietnam im Herbst ist… :-)

    • Kurz zwei Dinge dazu, lieber Reinhardt:

      Die statische, zentral ausgerichtete Komposition ist bei sakralen Objekten durchaus verbreitet, um jenes “Einfrieren nvon Raum und Zeit” zu symbolisieren. Ich verwende sie gelegentlich auch gerne, wie etwa in einem meiner Bilder der aktuellen Ausstellung “Stille Begegnungen” (Link 1).

      Die zeitlichen und lichttechnischen Beschränkungen der Reisefotografie kenne ich schon auch. Trotzdem scheint es mir möglich, dabei eine müßige Motiverkundung und saubere Stativarbeit zu leisten. Als Beispiel möchte ich die Einstimmung und Aufnahme der Kapellenszene auf dem Montagne St. Michel anführen (Link 2, hier schon mal besprochen). In der etwa halbstündigen Erarbeitung huschten knapp ein Dutzend Touristen rein, knipsten kurz und waren nach Sekunden wieder weg.

      Links:
      [1] http://brotzler-fineart.d…gen_triptychon22.jpg
      [2] http://brotzler-fineart.d…gen_triptychon32.jpg

  4. Hallo zusammen,

    vielen herzlichen Dank für die Kritik. Ich würde ja kein Bild einstellen, bloß damit ich Lob erhasche. Dafür habe ich die wohlwollenden Worte der Freunde daheim :-)

    Ich verstehe, was hier negativ kritisiert wird. Von einer bekannten Fotografin wurde ich einmal als “Postkartenfotograf” betitelt – ein Titel der mir sehr positiv hängen geblieben ist! Genau diese Art von Fotos mache ich gerne.

    Was euch, glaube ich, deutlich besser gefallen würde ist ein Bild wie z.B.

    http://fc02.deviantart.ne…sferatou-d473qwo.jpg

    das auch in Vietnam aufgenommen wurde.

    Um meine Sicht ein wenig zu erklären: die meisten Nahaufnahmen und Makros aus ebensolchen Tempeln wirken auf mich zu langweilig. Ich versuche in meinen Bildern oft Geo/Symmetrie anzustreben, und mit Farben zu spielen. Hier hat das wohl nicht gereicht :-)

    Ich werde noch weitere Bilder zur Kritik stellen. Vielleicht gefallen diese besser.

    Liebe Grüße,

    Daniel

    • Hey, kein Problem! Für Lobhudelei haben wir eben auch nicht den Ruf hier, aber das mögt Ihr ja an uns… :) Das andere Foto fand ich in der Tat viel interessanter. Und das mit dem “Postkartenfotografen” ging mir durch den Kopf, aber daß Du das bereits gehört und als Kompliment empfunden hast, konnte ich natürlich nicht wissen.

      Ansonsten bin ich selbstverständlich auf mehr Fotos Deinerseits gespannt!

  5. Ich finde es immer ein wenig befremdlich wenn man eine Bildbeschreibung mit dem Zusatz “abseits der Touristenpfade” anfängt. Das soll wohl immer suggerieren, dass man unglaubliche Torturen auf sich genommen hat um ein Bild zu schiessen. In diesem Fall ist das gerade das Gegenteil. Dieser Tempel steht MITTEN in der Altstadt von Hoi An und ist einer der am meisten fotografierten Objekte dieser Stadt.

  6. Auch wenn das Bild nun schon mehr als ein halbes Jahr online ist, möchte ich kurz einige Anmerkungen loswerden.

    Sophies Kritik stimme ich grundsätzlich zu. Für mich leidet das Bild daran, dass das Hauptmotiv aus verschiedenen Gründen untergeht. Nach meinem subjektiven Empfinden wird dies verursacht durch:

    1. Durch den großen schwarzen Blumentopf wird die Sicht auf den Tempel versperrt. Mein Blick gleitet an der Reihe von Blumentöpfen entlang in Richtung des Gebäudes und bleibt auf halber Strecke am genannten Topf “hängen”. Sophie sprach dieses Problem bereits in ihrer Kritik an.

    2. Mein Blick wird nunmehr durch den kontrastreichen Himmel abgelenkt. Dieser beinhaltet viele helle Flächen und wirkt damit zu anziehend auf das Auge. Hier hätte man vielleicht in der EBV etwas nachdunkeln und die Kontraste reduzieren können? Außerdem nimmt er nach meinem Geschmack zu viel der Bildfläche ein.

    3. Die als Rahmen gedachten Blumentöpfe wirken auf mich zu dominant und drängen sich zu sehr ins Motiv.

    Den Gang meines Blickes möchte ich so zusammenfassen: schwarzer Topf -> Himmel -> Töpfe im Vordergrund
    Das Hauptmotiv an sich übergehe ich dabei stets.

    Die Symmetrie hätte ich als gestalterisches Element vermutlich auch genutzt. Mich würde interessieren, wie das Bild aussehe, wenn sich der Fotograph hinter den schwarzen Blumentopf gestellt hätte und von dort aus eine ähnliche Aufnahme gemacht hätte. Der Tempel würde dann einen größeren Raum einnehmen. Die Blumentopfreihen würden den Blick automatisch auf ihn führen und der Himmel wäre vermutlich auch nicht so präsent im Bild.

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