Bernhard Fuchs:
Ungeschöntes Landleben

Bernhard Fuchs beschäftigt sich mit dem Ländlichen, dem Bäuerlichen, so wie es ist, einfach und unfrisiert: ein ungeschöntes Landleben.

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Bernhard Fuchs: Herr Ö., St. Peter am Wimberg, 1994
Solch nüchterne Bilder vom kargen Landleben kann nur jemand machen, der dort aufgewachsen ist und das kennt: die blauen Kittel der Bauern, abgeschaffte Autos, Wege durch Wald und Flur, Rückseiten von Schuppen und Ställen.

Bernhard Fuchs stammt aus dem ländlichen Österreich: So begründen sich seine Bilder in der Erfahrung dieser intensivenVertrautheit mit den Menschen und der Landschaft seiner Heimat, dem Mühlviertels in Oberösterreich. Hier entstehen die Bilder von Straßen und Wegen, von Kindern, Frauen und Männern. Es sind undramatische, beruhigte Kompositionen, nüchtern und zurückhaltend in der Farbe. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf die Überlieferungen der Lebenszusammenhänge und auf die Dinge, die heutzutage das Landleben prägen.

Bernhard Fuchs: Grüner VW-Transporter, Helfenberg, 2002

Die Serie der Autos zum Beispiel verdankt sich zufälligen Begegnungen. In menschenleeren Räumen stehen sie als Zeugen für die Anwesenheit der Bewohner. Diese Bewohner, ihre Höfe und ihr Wirtschaften, das verschwindet immer mehr. Die Erfahrung des Verlusts spricht aus den Bildern und sie könnten auch in anderen ländlichen Regionen entstanden sein, ob im Schwarzwald, in der Eifel oder in Brandenburg.

Bernhard Fuchs: Pfad, Helfenberg, 2004

Bernhard Fuchs, Jahrgang 1971, studierte Fotografie zuerst bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Akademie und schloss als Meisterschüler bei Timm Rautert an der Hochschule für für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf. Auf der Website von Bernhard Fuchs finden wir einige wenige Informationen und Bilder. Zuletzt erschien 2011 der Bildband Höfe (Affiliate-Link) im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln.

Bernhard Fuchs – Porträts / Autos / Straßen und Wege
bis 7. Oktober
Sprengel-Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, D-30169 Hannover
+49 (0)511-168 4 38 75, sprengel-museum@hannover-stadt.de
Geöffnet Dienstag 10 – 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10 – 18 Uhr

Bernhard Fuchs
Sprengel-Museum Hannover

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