Sascha Weidner:
Schönheit des Augenblicks

Für Sascha Weidner zählt der Moment: Aus ihm entspringt alles. Alle Wahrnehmungen, Sehnsüchte, Traumbilder und Erinnerungen.

© Sascha Weidner: Idiosyncratic II

© Sascha Weidner: Idiosyncratic II

Die Schönheit des perfekten Augenblicks ist der künstlerische Anspruch Sascha Weidners. Wir können seine Bilder aktuell in Innsbruck und in Osnabrück sehen.

Mit der Ausstellung „Just let go“ gibt Sascha Weidner einen tiefen Einblick in sein Leben, das von Kinderfotografien bis zu aktuellen Aufnahmen aus unterschiedlichen Kontexten reicht. Sascha Weidners Fotografien schillern zwischen Leichtigkeit, Verletzlichkeit, Intimität und Angst, werfen Fragen menschlicher Existenz auf und stellen zerbrechliche Strukturen und Bezüge untereinander her.

© Sascha Weidner, Cache II, 2012

© Sascha Weidner, Cache II, 2012

Er greift immer wieder neu auf seinen eigenes Bilderarchiv zurück, verändert die Zusammenstellung und somit den Blickwinkel. Die Fotografien ordnet er in unterschiedlichen Formaten wandfüllend zu Installationen an, bei denen die einzelnen Elemente den Rhythmus des anderen Bilder aufgreifen und sich ineinander verweben. Alle Bilder sind miteinander vernetzt. In der Zusammenstellung der Fotografien setzt sich Stück für Stück eine Geschichte zusammen.Der Sinn offenbart sich im Blick aufs Ganze.

© Sascha Weidner

© Sascha Weidner

Mit seiner emotionalen Nahsicht wird Sascha Weidner in die Nähe von Fotografen wie Nan Goldin, Wolfang Tillmans oder Ryan McGinley gerückt, sowohl vom Motiven als auch von der Methode her. Fotografie und Leben sind bei ihm eins. Freilich sind seine Farbbilder keine Schnappschüsse, sondern genau komponiert. Lichteinfall und Schattenwurf sind bewusst gesetzt. Die Grenzen zwischen Inszenierung und Wahrheit, Pose und Natürlichkeit verschwimmen.

©  Sascha Weidner, Start 05

© Sascha Weidner, Start 05

Sascha Weidner, Jahrgang 1976, studierte Fotografie, Film und Material sowie Kommunikationsdesign an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig. 2004 war er Meisterschüler bei Dörte Eißfeldt. Wir finden mehr Infos und Bilder auf Sascha Weidners Website. Außer in der Ausstellung Just let go” ist Weidners Arbeit derzeit auch in der Gruppenausstellung “Faces” im Kulturgeschichtlichen Museum seiner Heimatstadt Osnabrück zu sehen (bis 28. Oktober).

Sascha Weidner – Just let go
Bis 20. Oktober
Foto Kunst Stadtforum Innsbruck, BTV Stadtforum, 6020 Innsbruck
+43 (0)50 53331417, info@btv-fokus.at
Geöffnet Montag bis Freitag 11 – 18 Uhr, Samstag 11 – 15 Uhr

Sascha Weidner
Fo.Ku.S Innsbruck

 

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