Was hast DU an Fotobänden auf dem Regal?

Fotografen, die jeder einmal gesehen haben sollte!

In Bill Jays Interview mit Magnum Fotograf David Hurn, festgehalten in „On Being a Photographer“ („Fotograf sein“ – besprochen auf fokussiert im November 2010), bringt dieser zum Ausdruck, daß ein Teil dessen, was einen Fotografen als solchen wachsen läßt, die Arbeiten anderer Fotografen sind. Mit anderen Worten, durch das Studium der Fotos anderer wird man selbst zu einem besseren Fotografen – so, wie auch Maler die Werke anderer Maler zum Vorbild nehmen.

Schon bevor ich „On Being a Photographer“ gelesen hatte, war eine meiner Schwächen Fotobücher. Vor Jahren bin ich in Washington DC in der Nationalgalerie einer Ausstellung verfallen, die einfach nur „foto“ hieß und eine Retrospektive früher, experimenteller Fotografie war. Seitdem wünschte ich, ich hätte diese Zeit persönlich miterlebt, als Fotografie noch jung, aufregend und neu war.

Mit dem tonnenschweren Katalog der Ausstellung begann eine Mini-Sammlung, die mit (fast) jeder Fotografieausstellung um ein Buch größer wird. „Fast“, denn manche Ausstellung besuche ich, bin aber nicht versucht, mir den Katalog oder einen entsprechenden Fotoband zuzulegen. Etwa den einer William Wegman Ausstellung, die vor ein oder zwei Jahren hier in der Nähe gezeigt wurde. Ich fand seine Arbeiten interessant, aber nicht genug, um sie mir in gebundener Form ins Regal zu stellen.

Durch alle Bände, die ich bisher angehäuft habe, zieht sich ein roter Faden: sie sind experimentell/bahnbrechend, dokumentarisch oder beides. Viele der Fotografen arbeiten/arbeiteten als Dokumentar- oder Pressefotografen, einige auch fast ausschließlich als Porträtisten. Sie lassen sich gut unter dem Titel eines Buches von Steve McCurry, der für den National Geographic hauptsächlich in Indien, Pakistan und Afghanistan unterwegs ist, zusammenfassen: „der unbeobachtete Augenblick“. Auch frontal aufgenommene Porträts sollten meines Erachtens so wirken, als seien sie unbeobachtet fotografiert worden, und den besten Porträtisten – wie etwa Annie Leibovitz – gelingt dieses auch bei hochgradig gestellten Fotos. Eine Ausnahme bildet vielleicht Robert Häusser, der in seinen Kunstfotos Perspektiven und Kontraste zum Ausdruck bringt, die ich so sonst nirgendwo gesehen habe.

5 Antworten
  1. Reinhard Witt says:

    :-) Dann fangen wir mal an:

    Alles von Jens Brüggemann ;-)
    Alles von Thomas Karsten
    Herve Lewis – Belles
    Damahne – Erotic Sessions
    Hans von Oyen – Close to you
    Alles von Andreas H. Bitesnich
    Nicht zu vergessen: Roy Stuart :-)

    Für mich ein kleines Vermögen, was da so rumliegt oder steht…
    Aber jeden Cent wert…
    :-)

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  2. Alex says:

    Ich habe noch ein paar Exemplare vom Taschen Verlag rumliegen… Erotische Fotobücher mit Stil. Immer wieder etwas womit man seine Gäste etwas provozieren kann…

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    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      Wenn Du Verbesserungsvorschläge hast, kannst Du diese gerne an Barbara Hess weiterleiten. Ansonsten trägt Dein Kommentar zur Diskussion hier wirklich nichts Konstruktives bei. Ich bitte weitere auf das Thema zu beschränken.

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