Freelens Foundation:
Gute Fotos, guter Zweck

Gute Fotos für einen guten Zweck: Mit einer Benefizausstellung will die neu gegründete Freelens Foundation Geld für hilfsbedürftige Fotografen zusammenbringen und auch fotografische Projekte unterstützen.

Peter Bialobrzeski: Lost in Transition

Freelens ist der größte deutsche Berufsverband für Fotojournalisten und Fotografen. So haben über 200 Fotografen mehr als 300 Bilder beigesteuert, die in der Benefizausstellung gezeigt und verkauft werden.

Die Benefizausstellung in der Hamburger Freelens-Galerie erweist sich damit als ein Spiegel des aktuellen deutschen Fotojournalismus‘ – mit bekannten und weniger bekannten Namen. Dirk Reinartz ist da mit dabei, Peter Bialobrzeski und Eva Leitolf, Thomas Hoepker und Pepa Hristova, Rudi Meisel oder auch Rolf Nobel, Professor und Gründer des „Lumix Fotofestival für jungen Fotojournalismus“.

Heidi & Hans-Jürgen Koch: Storm clouds over church, South Dakota

Die gemeinnützige Stiftung Freelens Foundation wurde erst im Mai 2012 gegründet. Der Anstoß: Viele Fotografen stoßen auf ihren Reisen in Entwicklungsländern immer wieder auf Kollegen, die aus finanziellen Gründen nur sehr geringe Chancen haben, sich als Fotograf eine Existenz aufzubauen. Sie müssen unter einfachsten und schwierigsten Arbeitsbedingungen arbeiten und leben. Oft fehlt es nur an Kleinigkeiten und bereits überschaubare Geldbeträge oder Sachleistungen können große Veränderungen bewirken.

Michael Lange: Wald. Landschaften der Erinnerung, 2009

Die Freelens Foundation möchte dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen dieser Fotografen zu verbessern. Neben der Unterstützung einzelner hilfsbedürftiger Fotografen will die Stiftung auch fotografische Projekte, Ausstellungen, Symposien und Workshops ermöglichen. Der Schwerpunkt soll dabei in den sich entwickelnden Ländern liegen.

Das Prinzip der Freelens Foundation basiert auf einem Patenschaftsmodell. In enger Zusammenarbeit mit der Stiftung übernehmen Paten, meistens selbst Fotografen, die Verantwortung für die Verwirklichung eines Projekts vor Ort. Die Paten sind es, die sowohl Geld- als auch Sachmittel überbringen und die Hilfe vor Ort auch fotografisch dokumentieren. So soll sichergestellt werden, dass die finanziellen und sachlichen Mittel ihr Ziel auf direktem Wege erreichen.

Gerd Ludwig: Chords of friendship. Sevastopol, Ukraine, 2010

Thomas Hoepker, Mitglied der Fotoagentur Magnum, sagt dazu:

„Viele junge Fotografen arbeiten heute auf eigene Faust und ohne festen Auftrag, oft in Kriegs- und Krisengebieten. Die Freelens Foundation könnte vielen aus der Klemme helfen und dazu beitragen, das wichtige Bild-Dokumente entstehen.“

Und Peter Bialobrzeski, Fotograf und Professor für Fotografie an der Hochschule für Künste in Bremen:

„Auf meinen Reisen begegne ich häufig Fotografen, denen schon mit geringen Mitteln geholfen werden könnte.“

Über Peter Bialobrzeski schrieben wir Anfang des Jahres unter der Überschrift Lebens(t)raum des Menschen.

Florian Müller: Fashionvictims - Die Kleider anderer Leute; Indien, Ein 12-jaehriger Junge haengt die frisch gefaerbten Stoffbahnen zum Trocknen auf.

Gute Fotos – guter Zweck
Bis 17. Januar 2013
Freelens-Galerie, Steinhöft 5, D-20459 Hamburg
+49 (0)40 3006640, post@freelens.com
Geöffnet Montag bis Freitag 11 – 18 Uhr (24. Dezember bis 1. Januar geschlossen)

Freelens Foundation
Freelens-Galerie

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