Tickets zu gewinnen:
World Press Photo 13 kommt nach Zürich

Am 15. Februar 2013 wurde in Amsterdam das World Press Photo des Jahres 2012 erkoren. Sieger ist der Schwede Paul Hansen mit dem Bild einer Gruppe von Männern, welche die Leichen zweier toter Kinder durch eine Strasse in Gaza City tragen. Die Bildagentur KEYSTONE präsentiert die Ausstellung World Press Photo 13 vom 3. – 26. Mai
2013 im Folium in Sihlcity, Zürich.

WORLD PRESS PHOTO OF THE YEAR 2012, WORLD PRESS PHOTO CONTEST 2013, WORLD PRESS PHOTO WETTBEWERB 2013, WPP 2013,

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Selten hat ein Siegerbild des World Press Photo Awards die Gemüter so erhitzt wie das World Press Photo of the Year 2012 von Paul Hansen. Es zeigt eine Gruppe von Männern, welche die Leichen zweier Kinder durch eine Strasse in Gaza City tragen auf dem Weg zur Beerdigung der Kinder und deren Vater. Der zweijährige Suhaib Hijazi und sein dreijähriger Bruder Muhammad wurden während eines israelischen Luftangriffs in ihrem Elternhaus getötet.

Nach seinem Sieg gestand der Fotograf, Bearbeitungen am Bild vorgenommen zu haben, so hat er beispielsweise die Hauttöne angepasst und ganz allgemein die Gesichter aufgehellt. Bei der Frage, wieviel an einem Bild manipuliert werden darf, teilen sich die Gemüter.

Für Pressefotos gilt grundsätzlich: Bearbeitungen sind erlaubt, solange es sich nicht um Pixelveränderungen, also Retuschen und Montagen handelt. So wurde der Fotograf Harry Fisch vom National Geographic Award disqualifiziert, weil er auf seinem Bild einen Plastiksack am Bildrand wegretuschiert hatte.

Hansen zeigt den Gaza-Konflikt, die ganze Wut, Trauer und den Schmerz gebündelt in einem Bild. Um in unserer Zeit der Bildüberreizung das Elend noch elender wirken zu lassen, wurde es bearbeitet. Ist dies der richtige Weg? Oder hat es Hansen einfach geschafft, den Ausdruck des Bildes auf den Punkt zu bringen?

Wer sich eine eigene Meinung zum Siegerfoto bilden möchte, hat vom 3. – 26. Mai 2013 im Folium in Sihlcity, Zürich die Gelegenheit dazu.

Und unter allen Kommentaren hier im Post oder auf Facebook verlosen wir 3×2 Tickets für die World Press Photo Ausstellung. Viel Glück!

 

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16 Kommentare

  1. Da würde ich mich doch sehr drüber freuen! :-)

  2. digitale Nachbearbeitung im Sinne einer Optimierung der Helligkeiten/Hauttöne/Belcihtungszeiten/…etc finde ich generell nicht verwerflich, jedoch bei Pressofotos, die einen bestimmten Augenblick festhalten sollen führen sie zu einer Subjektivierung der Geschehnisse. Daher unpassen in diesem Kontext…
    und über Karten würde ich mich auch freuen ;)

  3. Ich werde so oder so gehen und würd mich sehr freuen! :)

  4. Ich denke in dem Umfang wie hier geschehen ist eine Bearbeitung des Bildes vertretbar, schließlich gilt es den schmalen Grad zu finden, um Aufmerksamkeit zu erregen, aber das die Bildinformation nicht zu beeinflussen.
    Hätte auch Freude an den Karten ;-)

  5. oh ja…ich würde auch gerne nach Zürich fahren!
    Zum Foto:
    erster Gedanke dazu: nicht schon wieder. Haben wir nicht zu viele dieser Bilder in Zeitschriften und TV gesehen? Und müssen Kinder im Tod so gezeigt werden? Mich stösst nicht nur die Tatsache, dass solche Szenen tatsächlich und täglich geschehen ab, sondern auch, dass sie immer wieder so drastisch gezeigt werden. Ich bekomme ganz böse Gedanken und werde misstrauisch…. Kinder “verkaufen” sich immer gut auf dem Bild. Was ist kalkuliert, was ist authentisch?

    • Dazu fällt mir ein, was der kleine Junge eines Bekannten gesagt hat, als er das Bild sah: “ich würde nicht sollen, dass man mich so auf einem Bild zeigt”.

  6. Korrekturen in Belichtung, Temperatur und Kontrast halte ich für vertretbar. Letztlich findet eine solche außer beim RAW-Format auch automatisch kameraintern statt. Wichtig für mich ist, dass die Stimmung der Original-Szene möglichst gut getroffen wird. Eine gewisse Subjektivierung ist für mich in Ordnung – letztlich ist jedes Bild durch Perspektive und Ausschnitt bereits subjektiv.

  7. Korrekturen in Belichtung, Temperatur und Kontrast halte ich für vertretbar. Letztlich findet eine solche außer beim RAW-Format auch automatisch kameraintern statt. Wichtig für mich ist, dass die Stimmung der Original-Szene möglichst gut getroffen wird. Eine gewisse Subjektivierung ist für mich in Ordnung – letztlich ist jedes Bild durch Perspektive und Ausschnitt bereits subjektiv.

  8. Einerseits drängt sich mir in dieser Diskussion eine obszöne Frage auf: Wäre das Bild auch dann zum besten Foto gekürt worden, wenn Kontrastwerte und Hauttöne nicht auf“gehübscht“ worden wären, um etwas mehr Licht und Brillanz in das Dunkel von Grauen und Trauer zu zaubern?
Von Profis verlangt man technisch perfekte Fotos. Aber was ist ein technisch perfektes Foto angesichts des gezeigten Bildinhalts, bei dem es einem die Sprache verschlägt und bei dem ich nicht an den Fotoreporter denken möchte, wie er an seinem Computerschirm sitzt und versucht, mittels Bildbearbeitung den gezeichneten Gesichtern den letzten Kick zu geben. Vielleicht liegt ja genau darin auch Jahr um Jahr eine gewisse Absurdität, wenn wir Bilder aus Krisengebieten prämieren, bei denen neben den inhaltlichen Aspekten zunehmend die ästhetischen Gesichtspunkte in den Vordergrund rücken. Wann ist ein Bild, das unter diesen Bedingungen entstanden ist, gelungen – und wann nicht? Wie viel von dem eigentlichen Inhalt dieser Bilder und den bedenkenswerten Ereignissen bleibt letztlich in unserem Gedächtnis? Was sagt uns ein solches Bild über den nicht enden wollenden israelisch-palästinensischen Konflikt? Und welche Schlüsse ziehen wir daraus?


    Andererseits: Der Vietnamkrieg hätte laut Medientheoretikern einen anderen Verlauf genommen, wenn es keine Bilder von diesem Krieg gegeben hätte. Unabhängige Fotoreporter (wie z. Bsp. Philip Jones Griffiths) hatten mit ihrer Arbeit wesentlich zu einem Stimmungswandel in der amerikanischen Bevölkerung beigetragen, die eine Fortsetzung dieses lange verlorenen Krieges auch politisch nicht mehr vertretbar erscheinen ließ. … Wir reden hier von einem Bildjournalismus ohne Photoshop und ohne die Allgegenwart der Medien (Fernsehen/Internet), die uns kaum die Realität in‘s behagliche Wohnzimmer bringen, wohl aber einen ästhetisch gezähmten Eindruck davon, wie die Welt als Phantom aussehen könnte.

    Was aber ist mit den ungezählten no-name-Fotos aus solchen Krisenregionen? – 
Fotos, die wohl niemals einen Preis erhalten werden! Was ist etwa mit den unzähligen Aufnahmen, die von Smartphones zu solchen Gelegenheiten festgehalten worden sind, und die vielleicht viel authentischer und nachhaltiger ein Geschehen aufzeichnen, das wir uns hier in der Nachschau in einem beschaulichen Museumsambiente zu Gemüte führen können? 



    Das würde ich mir trotzdem auch gerne anschauen, 
werde aber kaum die Gelegenheit haben, in dieser Zeit 
wieder einmal in das schöne Zürich zu fahren … 


    • lieber Marcus
      Danke für anregende Fragen! …aber können wir sie beantworten? Ich kann’s nicht, aber darüber nachdenken schon.

  9. Ich würde mich über zwei Tickets freuen.

    Gruss,
    Michael.

  10. Ich finde Bildkorrekturen an sich nicht schlimm.
    Bei einem Pressefoto sollte nichts retuschiert sein, allgemeinere Anpassungen wie Farben, Aufhellung usw. geht meiner Meinung nach aber auch hier in Ordnung.

  11. Danke für den Artikel. Ich hoffe mich später einmal konkret zum Foto melden zu können. Jetzt erstmal nur fürs Gewinnspiel. Aber um kurz darauf einzugehen: es sieht mir zu unrealistisch gut ausbeleuchtet aus. Natürlich hat es (mitunter durch die Bearbeitung) eine starke Aussage. Aber ich gebe lieber ein wenig von der Aussage für mehr Echtheit auf.

  12. Auch ich währe sehr an den Tickets interessiert!

  13. Ich hab die Bilder vom vorjährigen Award per Zufall in Lissabon gesehen, und ich muss gestehen, die Bilder wirken in ihrer ganzen Wucht erst so richtig im Großformat, und nach Zürich würde ich auch mal ganz gern fahren, also, los!!

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