Mona Breede:
Stadtchoreografie

Mona Breede inszeniert Stadtlandschaften mit Menschen: “Stadtchoreografie” nennt sie ihre Arbeit.

Mona Breede, Aurora, 2007; 95 x 120 cm, Lambda-Print/Artsec

Mona Breede, Aurora, 2007; 95 x 120 cm, Lambda-Print/Artsec

Mona Breedes Bilder aus Millionenstädten scheinen dokumentarisch zu sein. Aber die Werke sind sorgfältig komponierte Fotomontagen.

Die Fotografien fangen die Atmosphäre von Millionenstädten wie Shanghai, New York, Chicago, Rom oder Berlin ein. Die übermächtigen, teilweise prominenten Bauwerke dieser Metropolen sind steinerne Kulissen für Menschen unterschiedlichster Herkunft. Im Vergleich zur urbanen Architektur wirken sie klein, unbedeutend, wie verloren. Ohne Kommunikation bewegen sich Passanten vor den bühnenhaft erscheinenden, oft in dramatisches Licht getauchten Fassaden der Gebäude.

Aus einer Vielzahl einzelner Fragmente setzt Mona Breede ihre Montagen zusammen. Der Begriff “Stadtchoreografien” verweist auf den Aspekt der wohlüberlegten Inszenierung und Verfremdung, der ihren Bildern eigen ist. Je nach Dramaturgie wählt Breede die Szenerien aus, arbeitet mit digitalen und analogen Fotografien, digitalisiert Dias und arrangiert am Computer ihre komplexen Bildschöpfungen.

Mona Breede, Aurora, 2007; 95 x 120 cm, Lambda-Print/ArtsecMona Breede, Day in, Day out, 2007; 95 x 120 cm, Lambda-Print/ArtsecMona Breede, The hidden Tree, 2011, 140 x 120 cm, Fine Art Print, BarytaMona Breede, Look-out, 2007; 95 x 160 cm, Lambda-Print/Artsec
Mona Breede, Lost Gateway, 2013; 95 x 170 cm, Lambda-Print/ArtsecMona Breede, Mit Sicherheit keine Freiheit, 2010, 75 x 300 cm, Lambda-Print/Artsec

Mona Breedes Fotoarbeiten führen Momente voller Melancholie vor Augen, in denen Anonymität und Entfremdung reflektiert werden. Versatzstücke des modernen Lebens und kleine Gesten des Alltags verbinden sich zu einer neuen Einheit, werdenSpiegel der Innenwelt des Menschen. “Mich interessieren die Räume dazwischen mehr, das, was sich unter der Oberfläche des Darstellbaren abspielt, das Innenleben der Menschen, Momente, die nicht richtig fassbar sind, Traumhaftes und nicht Erklärbares”, so beschrieb die Künstlerin selbst ihre Intention – und dem entspricht der Titel der aktuellen Ausstellung: Die Außenwelt der Innenwelt.

Mona Breede, Jahrgang 1968, studierte Grafikdesign und Fotografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe bei Gunter Rambow und Thomas Struth. Seit 2011 hat sie am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) einen Lehrauftrag für Fotografie. Auf Mona Breedes Website finden wir ihre Arbeiten und weitere Informationen.

Mona Breede – Die Außenwelt der Innenwelt
Bis 4. August
Städtische Galerie Karlsruhe, Lorenzstraße 27, D-76135 Karlsruhe
+49(0)721 / 133-4401/ -4444, staedtische-galerie@karlsruhe.de
Geöffnet Mittwoch bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen

Mona Breede
Städtische Galerie Karlsruhe

 

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