Leserfoto:
Gut gemeinte Bearbeitung

Unterschiedliche Bildkonzepte und Möglichkeiten der Schwarzweißkonvertierung wollen wir am heutigen Bildbeispiel diskutieren.

Ausgangsbild

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Unser Leser Moritz Griebl aus dem niederbayerischen Vilshofen an der Donau hat uns das obige Bild unter dem Titel „Kinder beim Spielen” in der Kategorie ‚Street‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Ich beschäftige mich noch gar nicht so lange mit Fotografie, bin also noch blutiger Anfäger. Dieses Foto habe ich zusammen mit meiner Frau auf einer Reise in Laos aufgeommen. Mir gefällt der intensive Blick des zur Kamera gewandten Mädchens sowie die Geste des anderen, das völlig in das Spiel versunken scheint. In der Bearbeitung habe ich das Bild neben der Graustufenkonvertierung partiell nachverschärft und gleichzeitig die Tiefenschärfe etwas abgemildert, da dies mit einer Kamera dieser Klasse nur sehr schwer möglich ist. Über eine Kritik, die mich fotografisch weiterbringt, würde ich mich sehr freuen.”

Zur Aufnahme wurde die 2008 eingeführte Bridgekamera Kodak EasyShare Z8612 IS mit eingebautem Zoomobjektiv verwendet. Die Brennweite betrug 16.2 mm (entsprechend Zahl 96.0 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von knapp 6), die Belichtungsdaten waren 1/60 Sekunde bei Blende f/3.2 und ISO 64.

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Gerne will ich versuchen, Moritz einige konstruktive Hinweise zur weiteren fotografischen Entwicklung zu geben. Da die Bearbeitungsartefakte ins Auge stachen, hatte ich ihn zu Vergleichszwecken noch um das ursprüngliche Farbbild (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild) gebeten. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente.

Komposition (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild): Im Originalbild sind die beiden Mädchen recht mittig, in Moritz‘ Beschnitt etwas nach rechts verlagert platziert. Als Motivzentrum fungiert das dem Betrachter zugewandte, im Drittel rechts oben liegende Gesicht (rotes Dreieck ebd.). Zahlreiche auf das Gesicht zulaufende Diagonalen binden diesen im Bild ein (gelbe Linien ebd.), weitere Senkrechten strukturieren den Raum (blaue Linien ebd.) der Hintergrund fällt in Unschärfe.

Struktur (siehe dazu untenstehende, gleichnamige Bilder): Im Gesicht der rechten Mädchens sind die Überschärfungsartefakte im Bereich der Augen besonders deutlich – die Kontrastkanten wirken unnatürlich wie bei einer überzogenen Beautyretusche; es ist, wie wenn das Kind übermäßig Kajal aufgetragen hätte und seine Bindehäute (die bei uns Menschen üblicherweise in den Zone VIII oder IX liegen) mit dem reinen Weiß der Zone X eine Blutarmut anzeigten. Des weiteren fallen die Bearbeitungsartefakte im Sinn der unsauberen Übergänge zwischen nachgeschäften und weichgezeichneten Bereichen auf.

In jenem Bereich des rechten Ellbogens des linken Mädchens, dessen Kleids und des Pfostens zeigt sich schließlich die über dem ganzen Bild liegende, geringe Tonwertrennung in verdichteter Form – was sich im Originalbild noch als markante Farbunterschiede abzeichnet, wird in der Bearbeitung zu einem kaum differenzierten Mittelgrau.

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Zusammenfassung: Sofern ich Moritz‘ Konzept und Workflow nachvollziehen kann, war er durch die beiden Mädchen, insbesondere den Blick des einen und die Geste des anderen, sehr in den Bann gezogen. Zu seinem Motiv der Schwarzweißbearbeitung äußerte er sich nicht, jedoch beließ er es bei einer reinen Umwandlung in Graustufen (einer völligen Entsättigung der Farben entsprechend) und verzichtete auf die Möglichkeiten einer differenzierten Auslenkung der Farbkanäle. Es mag dem Wunsch einer Freistellung und Ästhetisierung der beiden Mädchen geschuldet sein, daß er einen Teil des Bildes deutlich nachschärfte (bis zu den erwähnten Schärfungsartefakten und ohne dadurch eine wirkliche Schärfeanmutung erzielen zu können) und den anderen Teil durch Weichzeichnung in Unschärfe fallen ließ, wobei hier allerdings die Übergänge nicht sauber gerieten.

Da mir das farbige Originalbild vorlag, entschloß ich mich an einer Neuinterpretation (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild).

Mein Konzept dabei war, ohne den Beschnitt auszukommen und die Mittigkeit der beiden Mädchen hinzunehmen, um mehr von der Umgebung zu zeigen. Ich hatte auch kein Ansinnen, etwas von besagtem Hintergrund in Unschärfe fallen zu lassen und damit zu verschleiern – die Streetfotografie unterliegt keinem Idealisierungs- oder Ästhetisierungszwang, sondern darf bzw. soll das vor Ort vorhandene Elend bzw. die Häßlichkeit durchaus unverstellt aufzeigen. So war es meine Absicht, die einfache bis heruntergekommene Umgebung der natürlichen Anmut der Mädchen gegenüberzustellen. Auf eine Nachschärfung habe ich verzichtet, weil sich – wie oben dargelegt – die Abbildung dadurch nicht verbessert, sondern allenfalls Artefakte entstehen. Mit einer solchen Herangehensweise scheint mir auch das Wechselspiel der kindlichen Neugier und des ernsten Blicks besser zur Geltung zu kommen.

In der Schwarzweißkonvertierung lenkte ich schließlich die Farbkanäle differenziert aus – der Rotkanal wurde dabei deutlich, der Gelbkanal leicht angezogen, um die Hautpartien aufzuhellen; der Violettkanal wurde schließlich deutlich, der Blaukanal leicht gemindert, um das Kleid und den Stuhl abzudunkeln. Eine dunkle Vignettierung und ein hartes Filmkorn wurde schließlich noch über das Bild gelegt, um das rauhen Charakter der Szene zu betonen.

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Farbbild

Komposition

Struktur: Überschärfungs- und Freistellungsartefakte

Struktur: Geringe Tonwerttrennung

Neuinterpretation

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Einfache Monitore mit sogenanntem TN-Panel sind werkseitig selten auf eine korrekte Farb- und Helligkeitswiedergabe eingestellt. Insbesondere die tiefen Schatten (Zonen 0 bis II) wirken oft wie verklumpt. Die Bilder sind so nur eingeschränkt beurteilbar, da der Monitor nicht das wiedergibt, was der Fotograf beabsichtigte.

Für eine orientierende Monitorprüfung eignet sich der nachstehende Graustufenkeil. Sind alle 26 Abstufungen unterscheidbar, ist zumindest hinsichtlich der Tonwerte alles in Ordnung.

Wenn nicht, ist eine Kalibrierung des Monitors zu empfehlen – softwareseitig bzw. unter Augenkontrolle mit kostenlosen Tools wie etwa dem Monitor Calibration Wizard (das bekannte Adobe Gamma ist mittlerweile nicht mehr verfügbar), hardwareseitig bzw. unter Sensorkontrolle mit Geräten etwa von Datacolor oder X-Rite.

Orientierende Monitorprüfung


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In der Rubrik ‚Bildkritik‘ analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

10 Antworten
  1. Moritz Griebl says:

    Hallo zusammen,
    ich habe leider gar nicht bemerkt, dass mein Foto besprochen wurde. Daher erstamal sorry dass ich mich bisher nicht an der Diskussion beteiligte. Evtl wäre es gut wenn eine kurze Mail an die Fotografen gehen würde, wenn ihr Foto besprochen wird. Weiß aber auch nicht ob das für das Fokussiert-Team einen zu großen Aufwand darstellt, da sie wie dei ausführlichen und wirklich gut gelungenen Besprechungen zeigen bereits ein großes Arbeitspensum zu bewältigen haben.

    Zu meiner Besprechung: Erstmal vielen Dank für die wirklich hilfreichen Tippps.
    Ich habe seit der Aufnahme des obigen Fotos micht in Bearbeitungstechnik wie auch in Kameratechnik weiter entwickelt. So habe ich zum einen bessere Freistellungstechniken erlernt, um derart unsaubere ränder etwas zu vermeiden, zum anderen nun eine echte dslr mit lichtstarkem objektiv, weshalb mir glaube ich nun die Steuerung der Tiefenschärfe besser gelingen würde.
    Auch habe ich bei obigem Foto irgendwie noch nicht geckeckt, dass beim nachschärfen zum einen weniger häufig mehr ist, zum anderen die 100% Ansicht immer vernachlässigt und dadurch das Bild viel zu stark geschärft.

    Wirklich hilfreich war auch der Tipp mit dem Steuern der Kontraste bei SW-Konvertierung. Danke dafür.

    Zu den beiden alternativen Bearbeitungen:
    Ist wirklich interessant wie unterschiedliche Menschen ein und das selbe Foto unterschiedlich Interpretieren.
    @ Thomas: Du hast tatsächlich recht, dass der Beschnitt des Fotos nicht zwingend Notwendig ist. Auch mit dieser zentralen Komposition gefällt mir das Bild gut. Die Steuerung der Kontraste finde ich bei den Kindern, insbesondere auch in den von dir angesprochenen Problembereichen sehr gut. Jedoch finde ich dass durch die Auslenkung des Rot- und Gelbkanals zu gunsten der Hauttöne der sandige Hintergrund etwas zu hell wird. Ggf. wäre hier noch eine Maskierung erforderlich?
    Auch ist die künstliche Unschärfe nicht wirklich nötig, wie deine Bearbeitung zeigt.
    Nicht so großer Fan bin ich von der groben Filmkörnung. Da ich zu Analogzeiten noch gar nicht Fotografierte, kann ich mich mit deisem etwas nostalgischen Stielelement nicht so recht anfreunden.

    @Tilman: Du hast schon recht, dass auch das Farbbild gerade durch die intensive Farbe des Kleides des linken Mädchens einen Hingucker bildet. Jedoch ging/geht es mir so, und das ist auch der Hinweis zu meinem Motiv der SW-Konvertierung, dass eben dieser leuchtende Farbton für meinen Geschmack etwas zu sehr vom Hauptmotiv, dem Blick des rechten Mädchens, ablenkt. Oder würdet ihr eher sagen, dass dadurch der Blick zwischen Gesicht und Kleid pendeln kann?

    So, zum Schluss bleibt mir natürlich nur noch mal Danke für die Tipps zu sagen, und dafür dass ihr beide euch die mühe gemacht habt eine eigene Bearbeitung des Bildes vorzunehmen und dadurch unterschiedliche Inputs für mich gegeben habt.

    Lg Moritz

    Antworten
    • Thomas Brotzler says:

      Zitat: „Evtl wäre es gut wenn eine kurze Mail an die Fotografen gehen würde, wenn ihr Foto besprochen wird.

      Das ist eigentlich auch im Plan, unsere Chefredaktorin Barbara Hess kümmert sich darum. Ich könnte mir vorstellen, daß es in der Vorweihnachtszeit etwas ins Hintertreffen geriet …

  2. Tilman says:

    <>

    Wahrscheinlich kommt es darauf an, die Sache erst einmal zum Laufen zu bringen. Es ist halt blöd, wenn man der einzige ist, der antwortet und etwas schreibt. Ein Trick wäre vielleicht, Fragen zu stellen… da fühlt man sich mehr angesprochen. Thomas macht das bereits öfters. Aber auch die Experten könnten Fotos kommentieren, die sie nicht selbst besprochen haben.

    Es kann hindernd wirken, wenn die Diskussion hier zu persönlich wird. Da ist es dann schwer, als Außenstehender einzusteigen.

    Würde mich übrigens mal interessieren, wie groß die Leserschaft von Fokussiert ist. Vielleicht sind es ja auch nur 5 :->

    Einen Belohnung für die Teilnahme, eine lustige Idee. Also, ich finde, daß eigentlich die Teilnahme bereits die Belohnung ist.

    Viele Grüße,
    Tilman

    Antworten
    • Thomas Brotzler says:

      Zitat: „Es kann hindernd wirken, wenn die Diskussion hier zu persönlich wird. Da ist es dann schwer, als Außenstehender einzusteigen.

      Auch wenn ich meine Bildbesprechungen zunächst als einen Dialog zwischen dem Einreichenden und mir auffasse, der natürlich vor größerem Publikum stattfindet, kann ich Deiner Besorgnis schon folgen …

      (1) Wenn es sehr speziell wird, mögen Außenstehende sich tatsächlich scheuen, einzugreifen.

      (2) Gleiches mag gelten, wenn sehr viel Gefühl mitschwingt, wie etwa in jener Besprechung von Tatjanas Bild ihres Sohnes, an der auch Du sehr konstruktiv beteiligt warst – wobei gerade hier ersichtlich schien, daß ein wohlwollender und respektabler Austausch auch im Internet, auch ohne persönliche Kenntnis und direktes Gegenüber gelingen kann …

      Zitat: „Würde mich übrigens mal interessieren, wie groß die Leserschaft von Fokussiert ist. Vielleicht sind es ja auch nur 5 :->

      Ganz richtig, es pendelt zwischen vier und sechs Lesern, wie ja auch die Nennung unter den 15 beliebtesten Fotoblogs der FC-Besucher aufzeigte :o) … aber ‚Ernst beiseite‘, vielleicht kann unsere Chefredaktorin Barbara hierzu noch etwas sagen …

  3. Marcus Leusch says:

    @ Tilmann

    Eine interessante Bearbeitung des Fotos mit „brillanteren Farben“, wie mir scheint Das gefällt mir schon besser als das Original, wenngleich ich bei der Farb-Beurteilung nur bedingt Aussagekräftiges sagen kann – bin leider gnadenlos Farbenblind. Das mit den Unschärfen (Hintergrund) ist auch eine gute Idee, lässt sich im Nachhinein leider nur sehr schwer bewerkstelligen. Zumindest deine Mühen zeigen, was aus einem solchen Bild mit einigem Aufwand noch rauszuholen ist …
    Mir persönlich gefällt allerdings die S/W-Anmutung (sehr gute Konvertierung) noch etwas besser. Das hat eher etwas von Reportage und Dokumentarfotografie, was mir persönlich näher liegt und ja möglicherweise auch den Aussagegehalt des Bildes eher unterstützt.

    

@ Thomas
    Auf das Tutorial zur Monitorkalibrierung bin ich schon gespannt. Ich selbst musste mir das einrichten lassen, gerade weil ich das Ergebnis nicht angemessen beurteilen kann (Farben sehen ist gar nicht so einfach!) – Hauptsache mit den Graustufen haut es hin, und das betrifft 90% meiner Fotos.

    „Mir ist schon aufgefallen, daß relativ wenige Bildeinreicher sich in der Diskussion melden …“

    Das ist vielleicht eine gewisse Trägheit des Herzens. Aber es ist ja schon recht viel verlangt, dass man seinen Fotos bei Einreichung wenigstens eine kurze Erklärung hinzufügen muss. Diese Hürde setzt zumindest einige ernsthafte Gedanken zum eigenen Foto voraus. Eine weitergehende Beschäftigung mit technischen und inhaltlichen Fragen, die in der Bildkritik zur Sprache kommen, ist unter Umständen noch etwas mühsamer, da man den hoffentlich gewonnenen Erkenntniszuwachs ja auch erst einmal „verdauen“ muss. 
Vielleicht „funktioniert“ eine regere Diskussionskultur wirklich nur mit einer speziellen „Ermunterung“, wie Du sagst?! Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang einen weiteren Preis ausloben, was zwar nicht unbedingt zu meiner persönlichen Einstellung passt (schließlich beteilige ich mich hier nicht wegen eines solchen Anreizes, sondern wegen inhaltlichen Gründen!)? Man könnte etwa unter jenen bildeinreichenden Teilnehmern, die sich im Forum mit Diskussionsbeiträgen zu Wort melden bzw. auf eine Kritik mit Herz und Hand auch reagieren, einen Print (Größe: A-4/18×24) des eingereichten Fotos anbieten. – Via Verlosung (4 x jährlich?) könnte so ein Preisträger ermittelt werden. – Eine kleine Belohnung für rege Teilnahme und praktizierte Diskussionskultur … 
Nur mal so dahergesponnen …

    Beste Grüße

    Antworten
    • Barbara Hess
      Barbara Hess says:

      Lieber Marcus

      Vielen Dank für den Input und die gute Idee zum Ankurbeln der Kommentare. Ich werde diesen Punkt intern mit der Geschäftsleitung besprechen.

      Liebe Grüsse
      Barbara

  4. Thomas Brotzler says:

    @ Tilman

    Dank auch von mir für Deine Anmerkungen und Neuinterpretation. So hätten wir denn drei Bilder, deren Vergleich recht lehrreich erscheint.

    Es wäre interessant, was Moritz selbst dazu meint. Mir ist schon aufgefallen, daß relativ wenige Bildeinreicher sich in der Diskussion melden, aber für diese mache ich die Bildbesprechungen doch in erster Linie. So möchte ich gerne in die Runde und natürlich auch mich selbst fragen, was hier zur Ermunterung noch getan werden könnte. Dieses ‚Paket aus Bildbesprechung und Diskussion‘ soll ja gewiß nicht dem Verriß und der Anprangerung, sondern vielmehr der Erkenntnis und der Förderung dienen.

    @ Erica

    Vielen Dank auch für den Hinweis zur Einwirkung der ‚Lichtverhältnisse auf den Monitor‘. Ich werde darauf im geplanten Tutorial ‚Kalibrierung auf der Wegstrecke Kamera, Monitor, Druck‘ noch genauer eingehen, doch hierzu in Kürze Folgendes …

    Ohne spezielles Kalibiriertool ist ein ‚gesundes Mittelgrau‘ zu empfehlen, d. h. eine Bearbeitung in der Dämmerung bzw. bei gedimmtem Umgebungslicht und mit neutraler Kleidung, um Spiegelungs-, Überblendungs- und Überfärbungsartefakte auf dem Monitor zu vermeiden. Mit einem speziellen Tool, welches die Umgebungsbeleuchtung bei der Kalibrierung mit einbezieht (idealtypisch 100 bis 200 Lux), ist der ‚kompensierbare Eintrag des Umgebungslichts‘ zwar nicht unendlich, aber etwas größer.

    Antworten
  5. Erica says:

    Guten Tag,
    tatsächlich ist es ein bemerkenswerter Unterschied zur der Konvertierung vom Bildeinreicher und dem Bildkritiker. Es dauert ein wenig, bevor man lernt, dass weniger mehr ist. Hinweis: Es ist auch ein Unterschied, welche Lichtverhältnisse -Tageslicht oder Neonlicht – auf den Monitor einwirken, wenn eine Bildbearbeitung gemacht wird. Ich ziehe persönlich fokussierte Bilder vor, um Umgebungsunruhe auszublenden, daher finde ich den Beschnitt vom Bildeinreicher nicht verwerflich. Der Bildausschnitt wird aber auch von mir gleich direkt mit der Kamera bei der Aufnahme gemacht. Das Auge gewöhnt sich ganz schnell an vorgegebene Bilder und man kommt in Zweifel, ob fokussiert oder mit Umgebung/Weitwinkel evtl. besser ist.
    mit weihnachtlichen Grüssen

    Antworten
  6. Tilman says:

    Hallo,
    ein tolles Foto und eine sehr interessante Besprechung! Ich empfinde wie Thomas: die Schärfung der Augen ist übertrieben, die Übergänge zwischen unscharf und scharfen Zonen zu offensichtlich. Dadurch sieht das Bild künstlich aus.
    Interessant ist die Technik der Konvertierung, die Thomas vorschlägt. Allerdings kann mich die Körnung in der Überarbeitung nicht überzeugen, ist irgendwie zu klischeehaft. Am meisten stört mich, daß Ihr die Bilder in s/w konvertiert habt. Gerade die Farben sind doch hier so lebendig, so ausdrucksstark.
    Ich konnte es nicht lassen, auch einmal das Bild zu bearbeiten. Mir gefällt der Ausschnitt von Moritz, dadurch kommt das rechte Kind viel mehr zur Geltung. Und auch die Idee mit der Unschärfe finde ich gut. Aber unscharf machen ist sehr schwierig, das Auge ist hier ziemlich anspruchsvoll, sollte man vielleicht die Finger von lassen. Und auch ich habe viel zu schnell gearbeitet… Hier also meine Version: wie Moritz, aber in Farbe :-> http://sdrv.ms/1aVmTXg
    Viele Grüße,
    Tilman

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