Leserfoto:
Surrealistisches Kopfkino

Eine weitere ‚Paraphrasierung des Vorweihnachtsidylls‘ will ich Euch in der heutigen Bildbesprechung präsentieren.

Überblick
Einleitung
Beschreibung
Zusammenfassung
Bildteil (4 Bilder)

 
Ausgangsbild

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Unser Leser Marcus Leusch aus Mainz hat uns das obige Bild unter dem Titel „Unterm Sternentor …” in der Kategorie ‚Street/Strasse‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Mainz/Ludwigstraße: Im Monat Dezember vor einigen Jahren. Die festlich geschmückte Hauptstraße weist den Weg zum obligatorischen Weihnachtsmarkt, kein Schnee zu dieser Jahreszeit, dafür ein nasskalter Dauerregen, der das Pflaster in eine spiegelnde Fläche verwandelt, die mich zu einigen Aufnahmen veranlasst hat, was mir nach einiger Zeit denn auch Kopfschütteln und fragende Blicke von Passanten einbrachte, denen meine weit nach unten gebeugte oder hockende Haltung (die Kamera so nah am Boden wie möglich) merkwürdig aufgefallen war. Dabei ist die vorliegende Aufnahme entstanden, die zum Thema Spiegelungen passen mag, das hier in einigen vorangegangenen Bildkritiken Gegenstand war. Mich reizte besonders der surreale Aspekt der Bildergebnisse, in denen Fotografie und Malerei enger zusammen rücken – vielleicht auch ein Seitenaspekt zu der interessanten Diskussion im Zusammenhang mit dem sehr gelungenen Bildexperiment von Dirk Wenzel (siehe An der Grenze zur Malerei auf diesen Seiten) … Aufnahmedaten: Nikon D700, 17-35 mm-Objektiv (bei 35 mm), ISO 500 (sehr trübes Wetter), Belichtungszeit 1/100, Blende 7.1”

Über Ausrüstung und Aufnahmedaten hatte Marcus bereits berichtet. Zu ergänzen wäre allenfalls, daß die numerische und die kleinbildäquivalente Brennweite bei der hier verwendeten Vollformatkamera identisch sind (‚echte 35 mm‘).

***

Marcus Leusch: „Herdentrieb”Marcus hatte in seiner Erläuterung schon (formalen) Bezug zu einem anderen hier vorgestellten Bild (siehe dortiger Link) genommen.

Im (inhaltlichen) Zusammenhang mit dem Thema ‚Vorweihnachtszeit und Konsumverlorenheit‘ darf natürlich auch an seine eigene Arbeit ‚Herdentrieb‚ (siehe auch nebenstehendes Bild) erinnert werden.

Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente der heutigen Arbeit.

Komposition:

Marcus wird mir hoffentlich nicht ‚ins Gesicht springen‘, wenn ich unsere Leser aus didaktischen Gründen auf die Ursprungsszene (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild) hinweise und damit das Geheimnis des Bildes etwas lüfte.

Es ist nach meinem Dafürhalten ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie sich eine profane Szene mithilfe von gestaltungsfreudiger Vorstellung und bedachter Übersetzung in etwas über den Augenblick Hinausreichendes verwandeln läßt.

Von Seiten der Grundelemente (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild) steht natürlich jenes wie aus Untersicht aufgenommene, etwas verloren wirkende und sich aneinander festklammernde Paar (rote Linien ebd.) zwar am unteren Bildrand, doch als Bildeinstieg ganz im Vordergrund unserer Aufmerksamkeit. Ob Marcus bei der Aufnahme bzw. Ausarbeitung wohl ein Stückweit vom bekannten ‚Bonny-und-Clyde-Motiv‚ inspiriert wurde?

Eingerahmt wird das Paar zu beiden Seiten durch ein ‚Gewusel von angedeuteten Häusern, Laternen und Bäumen‘ (gelbe Linien ebd.).

Über den beiden hängt ein über die Straße gespannter Weihnachtsstern, von dem man befinden mag, ob er schön sein oder unseren Protagonisten gleich auf den Kopf fallen soll (orange Linien ebd.).

Surreale Momente tauchen in Form der ‚Weihnachtssterndoppelung‘ links neben dem Paar (nochmals organe Linien ebd.) und dem scheinbar in der Luft schwebenden Gullideckel (blaue Linien ebd.) auf.

Auch die Zeichnung des Himmels gehört in die gleiche Kategorie des Surrealen bzw. Kafkaesken (grüne Linien ebd.). In der Ursprungsszene wird natürlich deutlich, daß es sich hierbei um die Zeichnung bzw. Körnung des Asphalts handelt, doch in der vorgestellten Arbeit wirkt es wie einmal ‚per Anhalter durch die Galaxis‚ (man beachte das Titelbild), wie wenn also das Paar samt Weihnachtsmarkt mit ‚Überlichtschmackes durch das Universum sausen‘ würde (ist ja so, oder?)

Tonwerte (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild):

Auch hier gibt es ‚gar nix zum Schimpfen‘: das Histogramm ist etwas rechtsversetzt, dabei jedoch normalverteilt bei einem Median von knapp 160 und zeigt keine maßgeblichen Tonwertabbrüche.

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Zusammenfassung:

Thomas Brotzler

  Thomas Brotzler

Es mag in der obigen Detailschilderung schon deutlich geworden sein: ich mag diese Arbeit sehr, gerade weil sie derart surrealistisch bzw. kafkaesk daherkommt und mit den ‚Versatzstücken vorweihnachtlicher Idylle‘ so herrlich Schindluder treibt. Auch in formaler Hinsicht der Komposition sowie der Befassung der Tonwerte und Farben gibt sich die Arbeit sehr abgeklärt.

Bisweilen frage ich mich, ob wir „Kopfschütteln und fragende Blicke von Passanten” (bzw. die noch denkbare Überhöhung durch Auftauchen von Polizei und Rettungswagen) als ‚bedeutsame Hinweise auf das genialische Bild‘ möglicherweise stärker im Auge behalten sollten …

Und zum Thema ‚vorweihnachtlicher Verlorenheit‘ sprang mich noch jenes Bild aus meinem eigenen Portfolio an, welches ich hier als Vergleichsarbeit anfüge (siehe dazu untenstehendes, gleichnamiges Bild).

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Bildteil:

Komposition: Ursprungsszene

Komposition: Grundelemente

Tonwerte: Histogramm

Vergleichsarbeit

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Einfache Monitore mit sogenanntem TN-Panel sind werkseitig selten auf eine korrekte Farb- und Helligkeitswiedergabe eingestellt. Insbesondere die tiefen Schatten (Zonen 0 bis II) wirken oft wie verklumpt. Die Bilder sind so nur eingeschränkt beurteilbar, da der Monitor nicht das wiedergibt, was der Fotograf beabsichtigte.

Für eine orientierende Monitorprüfung eignet sich der nachstehende Graustufenkeil. Sind alle 26 Abstufungen unterscheidbar, ist zumindest hinsichtlich der Tonwerte alles in Ordnung.

Wenn nicht, ist eine Kalibrierung des Monitors zu empfehlen – softwareseitig bzw. unter Augenkontrolle mit kostenlosen Tools wie etwa dem Monitor Calibration Wizard (das bekannte Adobe Gamma ist mittlerweile nicht mehr verfügbar), hardwareseitig bzw. unter Sensorkontrolle mit Geräten etwa von Datacolor oder X-Rite.

Orientierende Monitorprüfung


***

In der Rubrik ‚Bildkritik‘ analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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10 Antworten
  1. Dirk Wenzel says:

    Moin Moin vom Krabbenkutter …

    es ist viel geschrieben und ich beschränke mich auf die Bildwirkung …

    Marcus, Glückwunsch zu dieser so find „farbliche“ gelungenen Präsentation …

    … die Deckel „müssen“ fliegen …

    so find …

    der Himmel in ausreichender Platzgebung erhalten …

    und wie Thomas schon aufzeigte in der Bildbesprechung …

    die Personen wandeln unter den beiden Sternen … welche das Bild in die Tiefe verlängern und ein „bedachtes“ … als Raumbegrenzung… mir erscheint … so der Himmel einfach darüber schwebt …

    fein fein so find mit Grüßen von der Seehundbank

    Dirk

    Antworten
  2. Tilman says:

    Hallo Marcus,

    “und nicht etwa um einen digitalen Verfremdungsprozess…”

    Ja, das hat seinen Reiz. Allerdings macht ein digitaler Filter ja oft auch einfach nur das, was bei Dir die Spiegelung bewirkt. Für mich kommt es auf das Ergebnis an, und nicht auf den Weg.

    Michael ist es genauso gegangen wie mir… “Was macht der Gulli-Deckel da?” Deswegen habe ich ihm mal wegretuschiert, und dann auch gleich den Himmel gestaucht http://1drv.ms/1gPKLFy

    Mit freundlichen Grüßen,
    Tilman

    Antworten
    • Marcus Leusch says:

      Lieber Tilman,

      in Deiner sehr interessanten Version steckt ja eine ganze Menge Detailarbeit, aller Ehre wert – zumal es ja Dein besonderes Interesse an der vorliegenden Aufnahme signalisiert. Herzlichen Dank dafür. Ein für mich durchaus akzeptables und diskussionswürdiges Bildergebnis, wenngleich ich die Stauchung des Himmels erst einmal verdauen musste, da mir das Bild so einen Kick zu sehr in die Breite geht. Aber dieses unverhoffte „Hüftgold“ ist vielleicht zu verschmerzen, da der Gesamteindruck (Verlorenheit unter der Weite des „Himmels“) dabei nicht gänzlich auf der Strecke bleibt, wohl aber nach meinem Dafürhalten abgemildert wirkt. – Trotzdem ein „chapeau“ von mir.

      Der Gullydeckel ist (für mich) gewissermaßen ein Angelhaken aus der „realen Welt“ und insofern ein „Stolperstein“ in der ansonsten surrealen Anmutung des Bildes. Er regt sozusagen an, das Bild zu Ende zu denken, so wie es Michael (vielen Dank für den „Super Schuss“!) ja offenbar widerfahren ist. In Deiner Version wird auf diesen Aspekt verzichtet, da der Deckel offenbar als störend empfunden wurde. Auch diese Auffassung kann ich teilen, da es mir anfangs auch so ging. Es gibt aber eine Neigung in mir, die gerade den Widersprüchen in vielen meiner Bilder eine Daseinsberechtigung zubilligt, auch wenn sie quer zu einer angenehmen Bildrezeption stehen mögen. So hat ein „schönes Bild“ für mich durchaus solche Angelhaken (bezüglich Gesamtkomposition, Bildelementen, etc.) und ist manchmal auch ruppig und widerborstig zu seinem Betrachter. – Eine recht „kratzbürstige“ Ästhetik, wenn man so will. …
      Deine Version hingegen wirkt auf mich sehr aufgeräumt und am perfekten Bildeindruck orientiert. Dagegen ist aus meiner Sicht nun kaum etwas einzuwenden, wenn da nicht meine „Neigungen“ wären. Ob nun so ein „besseres“ Bild entstanden ist, überlasse ich einmal den Diskutanten.

      Ja, letztlich kommt es immer auf das Ergebnis an. Die Frage, die ich mir allerdings immer wieder stelle ist, ob wir in der Fotografie wie ein Maler arbeiten können/sollen, dem es vergönnt ist, mit seiner Erfahrungswirklichkeit nach Gutdünken zu spielen, bis das gewünschte Ergebnis dabei entsteht. Hier bin ich durchaus noch unentschlossen oder aber zu old fashioned, um mich von meinen fotografischen Instinkten (siehe oben) weitgehend zu lösen (ich habe übrigens nichts gegen kleinere Retuschen, wenn unbedingt nötig!). … Gewiss ein weites Feld!

      Nochmals herzlichen Dank
      Marcus

    • Thomas Brotzler says:

      Eine schöne und gehaltvolle Diskussion, die aus der Kontroverse gerade ihre Würze bekommt – insofern auch aus meiner Sicht vielen Dank dafür.

      Wir alle (ich auch) konnten daraus vermutlich einiges mitnehmen – darunter vielleicht auch die Idee, daß es nicht um ein lineares ‚Richtig oder Falsch‘, sondern um Bildkonzepte geht, die je nach Absicht natürlich auch bei unterschiedlichen Bildern enden können (auch wenn Marcus‘ Konzept näher meinem eigenen ist).

      Sofern ich hier einen Beitrag leisten kann, solche Diskussion anzustoßen und Bilder (mit denen der Fotograf ja immer auch eine kommunikative Absicht in Richtung des Betrachters verfolgt) aus der ’simplen Bewertungsmaschinerie im Schnelldurchgang‘ herauszuholen, freut mich das …

  3. Michael says:

    „Was macht der Gulli-Deckel da?“ – Das war mein erster Gedanke. Ich musste schon 2x hinschauen, um zu erkennen, dass es eine Spiegelung ist. Mit dem ersten Blick war mein Interesse für das Bild geweckt, nach dem zweiten Blick kann ich nur sagen: Wow – Super Schuss!

    Antworten
  4. Tilman says:

    Hallo Marcus,

    ein tolles Bild. Es gefällt mir sehr, sehr gut!

    Das „Geheimnis“ habe ich gleich erkannt… eigentlich schade, dass es Thomas präsentiert. So beguckt man sich das Original und schenkt dem eingereichten Bild weniger Aufmerksamkeit.

    Ich finde die Illusion fantastisch, die Struktur des Asphalts wirkt wie ein Schneesturm, das Verschwommen-sein lässt das Photo wie ein gemaltes Bild aussehen. Hast Du das bereits bei der Aufnahme gesehen und bedacht?

    An dem Gullydeckel kann ich nichts Surreales finden, mich stört er im gespiegelten Bild, er ist sehr bildbestimmend. Ich denke, dass auch der „Himmel“ zu viel Platz einnimmt, ich hätte das Bild oben beschnitten (quadratisch ?).

    Mit freundlichen Grüßen,
    Tilman

    Antworten
    • Thomas Brotzler says:

      Zitat: „Das ‚Geheimnis‘ habe ich gleich erkannt… eigentlich schade, dass es Thomas präsentiert.

      Mir läge es auch fern, dieses Bild – sofern etwa in einer Ausstellung präsentiert – in solcher Weise zu ‚zerreden‘. Solcher passiert leider oft genug, und vom ursprünglichen Zauber eines Bildes bleibt dann wenig übrig.

      Beim kürzlichen Künstlergespräch meiner aktuellen ‚Sakralbauten‚ wurde etwa moniert, daß die Überzahl von Detailaufnahmen bzw. Stilleben regelmäßig den Gesamtbau ausblendeten und somit die Wiedererkennbarkeit und Verortung der Kirche erschwerten. Ich machte atmosphärische Gründe geltend dahingehend, daß die Gestimmtheit des Betrachters das eigentliche Ziel des Bildes wäre und nicht etwa eine architektonische Bestandsaufnahme.

      Doch zurück zu Marcus‘ Bild. Hier soll es ja um Didaktik gehen, um Aufbau und Wirkungsfaktoren des Bildes also, und da erscheint mir solche Analytik zielführend.

      Verkürzung des Himmels? Würde ich eher nicht machen, denn gerade das so eklatante Auseinanderdriften von Personen und Himmels- bzw. Pfützenstrukturen und der sich dadurch ergebende Verfremdungseffekt machen für mich den Reiz aus.

    • Marcus Leusch says:

      Hallo Tilman,

      ein herzliches merci für Deine interessanten Anmerkungen.
      Ja, der malerische Effekt war mir schon bei der Aufnahme durchaus bewusst. Meine eigenen Erläuterungen zum Bild (siehe oben) und der Hinweis auf ähnliche Beispiele in dieser Richtung, die von Thomas hier schon einmal besprochen wurden, legen dies nahe – auch wenn der experimentelle Ansatz grundverschieden ist, da es mir immer um eine rein fotografische Annäherung geht, und nicht etwa um einen digitalen Verfremdungsprozess via Photoshop & Co. (Stichwort: Digitale Kunst) .…

      Der Gullydeckel stört mich jetzt eigentlich weniger, im Gegenteil scheint er mir wie ein Wasserzeichen (mit Mainzer Stadtwappen) als Orientierung im Raum zu schweben. Alle übrigen Objekte (Bäume, Häuser etc.) bleiben ja doch recht unbestimmt … Er ist sozusagen eine störende oder rettende Leuchtboje im Ungewissen.

      Bildbeschneidung? – Gerade weil sich der „Himmel“ wie ein unendlich leerer Raum über den beiden Personen öffnet, vermittelt sich der Eindruck von „Verlorenheit“, die Thomas in seiner Bildkritik anklingen lässt. Letztlich hat dieser Pflasterstrand-Himmel ja auch etwas Erdrückendes und die beiden Fußgänger rücken sich gegenseitig haltend noch etwas näher. Eine Beschneidung (Quadratformat) hätte hier diesen Bildeindruck niemals erreicht.

      LG
      Marcus


  5. Marcus Leusch says:

    Hallo Thomas und Kay,

    vielen Dank für sooo viel Lob und Verständnis – wieder so ein Bild, das sich nicht auf den ersten Blick jedem öffnet … und auch noch eine Farbfotografie, mit der ich immer noch auf Kriegsfuß stehe, weil ich Farben nicht wirklich gut sehe. Insofern bin ich Kay für den Bearbeitungshinweis dankbar, den ich einmal überdenke, auch wenn Thomas hier von „sehr abgeklärt“ spricht, was ich einmal als Lob und Ermunterung auffasse – dieses Bild ließ sich aber auch gar nicht adäquat in SW umsetzen.
    Für mich hatte die Szenerie durchaus auch etwas „Rauschhaftes“, wobei eine Serie von etwa zwanzig Fotos entstanden ist, allesamt kopfüber wie das hier präsentierte, das mir am gelungensten erschien. Thomas‘ „Surrealistisches Kopfkino“ hat mich besonders gefreut. Die Formulierung (und Besprechung) trifft ziemlich genau den Eindruck, den ich durch den Sucher hatte – immer auch mit einem virtuellen Kopfstand bei der Komposition…

    
Realismus: Was abgebildet ist, wird wahr durch das, was ich einmal den subjektiven Faktor nennen möchte. Eine einfache Straßenszene kann so auch zu einem kafkaesken Drama mutieren. In diesem Sinne ist mir meine Erfahrungswirklichkeit immer schon rätselhaft gewesen, und vielleicht lässt sich dies gerade an unserer mythischen Konsum(enten)welt herauslesen, in der ich mir manchmal vorkomme wie ein „Anhalter in der Galaxis“ (brillanter Bildhinweis, auf den ich nie gekommen wäre!). 



    Vergleichsarbeit: Ein Lensbaby(?)-Foto wie aus Rosemaries Baby (Polanski): Traumbild nach oder vor dem Budenzauber. Die Adventszeit hat durchaus etwas Unwirtliches: das Fest der „Freude“, darin der Einzelne wie ein versprengtes schwarzes Schaf!?

    Beste Grüße in die Runde
    Marcus

    Antworten
  6. Kay Kietzmann says:

    Hallo Marcus,

    klasse Arbeit! Spontan fällt mir nicht ein, was man hätte besser machen können. Möglicherweise hätte ich mir die ‚Farbflecken‘ – vor allem das Gelb und das rotbraune Bein der Dame – vorgenommen. Allerdings kann jetzt nicht sagen, ob ich diese Änderungen wieder rückgängig gemacht hätte. Ich kann mich nur wiederholen, das Bild hat es auch mir sehr angetan.

    Beste Grüße
    Kay

    Antworten

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