Tutorial:
Folgt dem Untergang der Sonne derjenige der Fotografie auf dem Fuße? (7)

Betrachtungen zu einem ebenso wirkungsvollen wie überstrapazierten Motiv.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Ein meteorologisch-astronomischer Ausflug
3. Kompositorisch-dramaturgische Exkursionen
4. Eine psychologische Annäherung
5. Kurzer Boxenstop beim Kitschbegriff
6. Zurück im fotografischen Alltag: Was können wir tun?
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung

Thomas Brotzler

  Thomas Brotzler

Ich komme nun zum Schluß.

Hatte ich bei der Planung noch gedacht, das Ganze kurz und knapp abhandeln zu können, so sah ich mich bei meiner Recherche und der Abfassung rasch eines Besseren belehrt. Es ist somit (durch die Vielschichtigkeit des Themas und mein Bemühen, ‚Plakatives nicht plakativ abzuhandeln‘) ein recht umfangreiches Tutorial geworden …

Und um auf die im Titel des Tutorials inbegriffene Frage zurückzukommen: „nein, am Sonnenuntergang bzw. Kitsch geht die Fotografie selbst gewiß nicht zugrunde (dies gälte ja für die Malerei genauso). Sie hat schon manches (und eben auch dies) überstanden. Sie ist (positiv ausgedrückt) vielschichtig und dies macht ja auch einen Teil des Reizes aus …”

Es ging mir nicht darum, eine bestimmte (oder gar die einzig richtige) Meinung durchzudrücken – dies dürfte von Seiten meines Ansatzes und der bisherigen Artikel auch bekannt sein; hier galt zudem, daß ich mich mit meinem eigenen Zwiespalt zu diesem Genre auseinandersetzen mußte.

Eine begründete Tendenz habt Ihr aber in meinen Ausführung vorgefunden – diese geht in Richtung eines bedachten, vielleicht auch spielerischen Einsatzes mit diesen sehr wirksamen Bildelementen; in der Subtilität bzw. Andeutung, gleichsam auch in der Gegenüberstellung verschiedener Szenerien (wie im Beispielbild des Abschnitts 14) gewinnen solche Bilder nach meinem Dafürhalten eine ganze Menge und schüren die Entdeckungs- und Interpretationslust des Betrachters.

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Bisherige Tutorials des Autors (chronologisch, verlinkt)
1. Nachtfotografie mit digitaler Ausrüstung (3 Teile)
2. Digitale Filmkornsimulation (2 Teile)
3. Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2 Teile, mit Aktionsset)
4. Vier W-Fragen bei der digitalen Bildschärfung (3 Teile)
5. Das Zonensystem (3 Teile)
6. Festbrennweiten vs. Zoomobjektive – Ein praxisnaher Vergleich bei 35 mm … (3 Teile)
7. Schärfung, lokaler und globaler Kontrast – eine Begriffsklärung … (2 Teile)
8. Lensbaby-Objektive (2 Teile)
9. Lensbaby-Look (2 Teile)
10. Die bildnerische Erarbeitung von Industrieruinen (4 Teile)
11. Möglichkeiten der Bildverfremdung in der klassischen Fotografie (4 Teile)
12. Porträtfotografie (4 Teile)
13. Das Werkzeug ‘Tiefen/Lichter’ (4 Teile)
14. Gestaltpsychologie (4 Teile)
15. Blickwege bei der Bildbetrachtung (4 Teile)
16. Posterisation als ergänzendes Hilfsmittel der Bildanalyse (2 Teile)
17. Waldfotografie (4 Teile)
18. Schärfentiefe (5 Teile)
19. Das digitale Belichtungsdilemma (5 Teile)
20. Spannungsbögen in der Fotografie (5 Teile)
21. Über die Farbe in der digitalen Schwarzweißfotografie (5 Teile)
22. Landschaftsfotografie (6 Teile)

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1 Antwort
  1. µmx says:

    danke für den gelungenen artikel zu diesem sauschweren motiv.
    das irre ist doch, nur abends kommen horden von fotografen auf die idee direkt in die lichtquelle zu fotografieren.
    sonnenaufgangsfotografie ist wahrscheinlich genau so selten wie szene in abendlicht.
    gibt es eigentlich auch sonnenuntergänge in schwarzweiß?

    als referenz für vorbildliche sonnenuntergangsfotografie fällt mir noch thomas weinberger ein.

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