Frauenporträt extrem:
Wenig schmeichelhaft

Experimentierfreudigkeit ist lobenswert, sofern sie nicht das Ergebnis so verzerrt, dass man nicht weiß, wo man als Kommentator anfangen soll.

Zur Technik: Nikon F100, Nikkor AF-S 70-300mm f/3.5-5.6 VR bei 250mm f/5.6 1/80s, Kodak Portra 160 NC aus ISO 160, Scan vom Negativ.

Zur Technik: Nikon F100, Nikkor AF-S 70-300mm f/3.5-5.6 VR bei 250mm f/5.6 1/80s, Kodak Portra 160 NC aus ISO 160, Scan vom Negativ.

Christian Fehse aus Bramsche schreibt zu diesem Bild:

Das Foto ist aus Juni 2016. Ich würde es mal in die Kategorie „Beauty“ verorten – allerdings versehen meinem relativen rauen Look. Diese Art der Bilder kann man jetzt mögen oder nicht, aber darum geht es mir hier nicht. Fotografiert wurde dieses Portrait draußen bei natürlichem, leichtem Gegenlicht und mit langer Brennweite, um einen gesamt weichen Eindruck zu erreichen. Das Negativ ist leicht unterbelichtet und für meinen Geschmack zu grün geworden (wahrscheinlich dem 1998 abgelaufenen Film geschuldet). Mein Problem ist jetzt: irgendwas fehlt und ich weiß nicht was. Deswegen reiche ich es ein, das es mal so richtig auseinandergenommen wird.

Wir sind bei fokussiert grundsätzlich bemüht, alle Fotos positiv zu besprechen, denn nur durch konstruktive Kritik kann der Fotograf diese annehmen und etwas von dem Geschriebenen für sich verwenden. Hier ist mir das, kurz gesagt, leider etwas schwer gefallen; doch schreibst Du, es solle richtig auseinandergenommen werden, und das werde ich denn auch tun.

Es geht nicht so sehr darum, dass ich Beauty nicht selbst fotografiere, und ob mir der Stil gefällt. Egal, ob man das Foto so einstuft, oder als „normales“ Porträt, es hat für mich erhebliche Mängel, und ich würde den Shoot wiederholen. Das Ergebnis hier wird weder Dir als Fotograf (ich kenne Deine anderen Arbeiten und bin ein Fan) noch dem Modell gerecht.

Erst einmal zum technischen Aspekt: Du fotografierst mit Film, (Affiliate-Link) was ich super finde, und der „Grunge“, den Du Deinen Fotos verleihst, ist deine persönliche Note. Der von Dir erwähnte Grünstich kam auf meinem Bildschirm nicht so zum Tragen. Was aber sofort auffällt, ist die merkwürdige Schärfentiefe, die das Foto hat. Gesicht und rechte Hand scheinen im Bild zu schweben, während der Rest in ziemlich extremer Unschärfe verschwimmt:

Vergleichsfoto

Vergleichsfoto

Das einzige, was wirklich 100% scharf ist, ist ihr linkes Auge. Das kann man als Stilmittel sehen – für mich ist es eher das Ergebnis des Zusammenspiels von gewählter Blende und Brennweite. 250 mm ist einfach bei der offenen Blende zu extrem, um eine Nahaufnahme anders hinzubekommen, insbesondere bei diesem Bildausschnitt.

Der Kopf der Frau befindet sich horizontal schmack in der Bildmitte (hellblau), die Nase fast im Goldenen Schnitt (rosa), das rechte Auge im linken Drittel (grün). Fast könnte man meinen, da ist ja alles so platziert, wie es sein sollte.

Komposition

Komposition

Leider ist dem nicht so. Der Bildausschnitt ist so knapp gewählt, dass Du ihr praktisch überall etwas abgeschnitten hast, und sie insbesondere am linken Rand amputiert wirkt:

Vergleichsfoto

Vergleichsfoto

Hand und Gesicht könnten auch von jemand anderem in diese Aufnahme nachträglich digital hineinkopiert worden sein, man würde es kaum merken.

Das schwarze Top, zusammen mit der Brustfalte, mutet unten an wie eine Art extra Hand, die sich nach oben ausstreckt:

Vergleichsfoto

Vergleichsfoto

Ihre Pose war wahrscheinlich lasziv gemeint, doch durch die Positionierung der Kamera wird ihr Kopf kleiner, konkurriert visuell mit der Hand, und verzerrt dadurch den Eindruck von sexy, der wohl angestrebt war.

Bottom line: was Du auch immer mit diesem Foto bezweckt hast, ich würde es mit einem anderen Objektiv, anderen Einstellungen, einer anderen Pose etc. wiederholen. Denn das vorliegende Ergebnis ist, wie eingangs erwähnt, nicht nur für Dein Modell nicht schmeichelhaft, es wird auch Dir nicht gerecht. Selbst als experimentelles Porträt genommen würde ich zu keinem anderen Schluss kommen.

Fehlen tut so gesehen also nichts – oder alles.

43 Antworten
  1. Candy Shop says:

    @ Dierk,

    du schreibst: danke, es ist meistens ganz gut, wenn man darauf achtet, was man macht.
    :-) Nun, ich denke schon das ich darauf achte… Was ich NICHT wissen kann ist, dass aus einem harmlosen Link zu Deinen Bildern gleich das ganze Album aufgemacht wird. Fazit: Nie wieder ein Link von Flickr irgendwo hin…
    weiterhin schreibst Du: Leider habe ich keine Petzval-Bilder bei dir gefunden?
    Und dabei ist es das einfachste der Welt: Es gibt doch eine Suchfunktion, rechts oben im Header… einfach Petzval eintragen und schon läufts…
    Ich gebe aber zu, dass dort auch sehr sehr viele Infos drauf laufen… ich mag das Petzval eben…
    So, weiterhin…Was ich aber gefunden habe, sind viele Bilder von jungen Frauen/Mädchen in teilweise sehr erotischen Posen.
    Na und?
    Weiter im Text: Du schreibst hier zu dem Bild „Explizit wandert mein Blick immer wieder dort hin, wo er nix zu suchen hat…“
    Cool Du hast das “ :-) “ vergessen… immer mit einem lachenden Auge… ich bin halt Genießer… und ja… ich habe alle 336 Shootings sehr gut überstanden… bisher…
    Weiter: Die S/W Bearbeitung deiner Bilder finde ich zum Teil ganz gut, aber bei vielen denke ich eher an nackt und erotische Pin-Ups als an Akt.
    So etwas soll es geben… hat auch seine Berechtigung in der Welt der erotischen Fotografie…
    ich denke ich brauche keine großen Namen nennen…
    Dann schreibst du: So etwas kommt mir oft eher vor wie ein „künstlerischer“ Vorwand, um nackte (meist junge) Frauen zu fotografieren.
    Tja… wenn ich dir jetzt aber sage, dass ich nicht eine der Frauen anschreiben oder kontaktieren musste… wie sieht es dann aus? Diese jungen Frauen und Mädchen sind aus freien Stücken zu mir gekommen, ohne meine Aufforderung und erst recht nicht durch irgendeine Überredungskunst… Sie WOLLTEN es einfach… ja, so etwas gibt es…
    Man nennt es auch Mundpropaganda… und die funktionierte in diesem Fall hervorragend.

    Und zum Schluss: Wie wäre es mal mit Portraits von älteren Menschen mit gelebtem Leben im Gesicht, oder habe ich die nur nicht gefunden?

    DAS ist DEIN Ding, ich umgebe mich mit blühendem Leben… :-)

    Antworten
    • dierk
      dierk says:

      Hallo Reinhard,
      danke, es ist meistens ganz gut, wenn man darauf achtet, was man macht.
      Leider habe ich keine Petzval-Bilder bei dir gefunden?

      Was ich aber gefunden habe, sind viele Bilder von jungen Frauen/Mädchen in teilweise sehr erotischen Posen.
      Du schreibst hier zu dem Bild „Explizit wandert mein Blick immer wieder dort hin, wo er nix zu suchen hat…“, hast du das Shooting mit den Mädchen denn heil überstanden?

      Die S/W Bearbeitung deiner Bilder finde ich zum Teil ganz gut, aber bei vielen denke ich eher an nackt und erotische Pin-Ups als an Akt. So etwas kommt mir oft eher vor wie ein „künstlerischer“ Vorwand, um nackte (meist junge) Frauen zu fotografieren.

      Wie wäre es mal mit Portraits von älteren Menschen mit gelebtem Leben im Gesicht, oder habe ich die nur nicht gefunden?
      Good luck
      dierk

  2. Candy Shop says:

    Zu 6. Oh ja… Mich stören sogar immens ganze BH-Träger… kann ich nix bei machen, ist so… Irgendetwas fehlt und Du weißt nicht was… Das war die eigentliche Frage. Deswegen hattest Du es eingereicht. Mit allem was dann passierte frage ich Dich ob diese Frage überhaupt beantwortet wurde. Es ist ein Bild auf Film belichtet – nicht mehr und nicht weniger. Ich gehe konform damit, dass es Bilder gibt, die darf man einfach nicht digital belichten und wenn dann evtl. mit völlig anderen Objektiven… :-) Ja, ich experimentiere zur Zeit auch mit richtig alten Gläsern und bin erstaunt, wie nah man dem analogen Look da schon hin kommt. Im Vertrauen – ich habe diese analytische Schärfe der digitalen Technik immer gehasst… Und sie treiben es immer weiter, 4K, 6K nun schon 8K… Wo es endet wissen wir nicht… Zurück zu deinem Bild… Was fehlt? Zunächst einmal kann ich nur für mich sprechen, ein Bild – 1000 Leute – 1000 verschiedene Meinungen, und man ist genau wieder da wo man am Anfang war…
    Explizit wandert mein Blick immer wieder dort hin, wo er nix zu suchen hat… :-) Da hilft auch die ganze Linienmalerei nicht… Ich glaube sogar, dass diese Maske es einem leicht macht jedes Bild gleich aussehen zu lassen. DA musst Du Dein wichtiges Element hinmachen, DA gehört dies hin und DA gehört das hin… Schmarrn…
    Was stimmt also nicht… Für MICH stimmt alles nicht… Der Ausdruck, die Handhaltung, die Pose… Hände im Gesicht sind und waren immer problematisch. Sind sie doch, wenn auch gespreizt, genauso groß wie das Gesicht… Das Bild spricht mich einfach nicht an. In der Serie hattest Du tatsächlich bessere. Wobei ich allerdings zustimme, dass ist die Anmerkung des Platzes im Bild. Es hätte großzügiger ausfallen können. Und zwar an allen vier Seiten… Und das ist es für mich was „fehlt“.

    Antworten
    • Christian Fehse says:

      Hallo,

      in der Diskussion ist eine Menge beantwortet worden. Ich bin sehr zufrieden.*gg* Beschnitt hatten wir und auch warum; Du schreibst hätte großzügiger an den Rändern sein können; Blickwinkel; Kopf zu klein.

      Weil Du es auch noch mal ansprichst, bleiben wir doch noch mal bei der Hand. Was stört an der Hand und warum? Die Hand konkurriert mit dem Kopf. Die Proportionen sind wohl ein Problem. Was ist für diese Wahrnehmungen der Hintergrund? Wenn noch jemand Bock hat, dazu was zu sagen – würde mich freuen.*gg*

      Ich möchte mich aber trotzdem schon mal für die vielen Kommentare bedanken und allen ein schönes Wochenende wünschen!

      Christian

    • dierk
      dierk says:

      Hallo Reinhard,
      ich gestehe, so ganz habe ich nicht verstanden, was du wortreich zu sagen versucht hast. Dir gefällt das Bild nicht?

      Ich hatte das Petzval für Christian am 1.12.16 erwähnt und verlinkt. Es ist natürlich eine große Ehre, dass du meine Petzval Bilder am 2.12.16 auf deiner Seite zeigst (und als solche gekennzeichnet hast), ich kann mich aber nicht erinnern, dass du mich dazu gefragt hast?
      Hast du keine eigenen Bilder mit deinem Petzval?

      In deinem Impressum steht:
      „Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.“

      Bei den Kommentaren schreibst du dort: „… DAS ist MEIN Petzval“. Wie ist das zu verstehen?

  3. dierk
    dierk says:

    Glückwunsch, Christian!
    so rege Beteiligung und Kommentare gab es lange nicht!

    Und danke für die links weiter unten. Ich hatte mir die meisten deiner Bilder schon vor den Kommentaren angesehen.

    Die Bilder von Namibia gefallen mir sehr! Sie erinnerten mich sehr an meine Serie vom Death Valey, die ich 1987 mit T-Max 100 gemacht habe. Der Film wurde im Labor in San José leider vollkommen falsch entwickelt. Die kannten den neuen T-Max da noch nicht!
    https://www.flickr.com/photos/dierktopp/albums/72157645947712173/with/14550260989/

    Analog könnte mich heute nur noch Polaroid im Großformat reizen oder ein Dia-Film von 3M mit ISO 1000, den es vor Jahrzehnten gab, da konnte man das Korn mit bloßem Auge sehen. Oder ich arbeite weiter an meinen Analogbildern aus 5 Jahrzehnten :-)

    Ich oute mich dann mal. Vielleicht bin ich zu alt, zu wenig kreativ oder zu sehr einfacher Ästhet, aber viele der verlinkten Bilder sind einfach nichts für mich :-(

    Für die Lomo Freunde ist hier vielleicht das Petzval interessant (meins ist mit Nikon Anschluss, Christian :-) )
    https://www.flickr.com/photos/dierktopp/albums/72157648599839546

    dierk

    Antworten
    • Sabine Münch says:

      Haha, Dierk! Ich weiß, ich kommentiere gern und vielleicht manch einem zu viel. ;-) Aber wenn die Diskussion einen interessanten Verlauf nimmt (und für mich hat sie das), warum nicht. Ich lese oft alte Beiträge und freue mich, wenn es eine anschließende Diskussion dazu gibt. Bei manchen Bildern fehlt mir das geradezu. ;-)
      Also ran ans Schreiben.

      Sonnengrüße aus München, Sabine

    • Sabine Münch says:

      BTW das mich jeder Link wieder wegführt von dieser Seite, hat ein gewisses Nervpotenzial. Aber die Macher haben sich sicher was dabei gedacht. ;-)

    • Christian Fehse says:

      Moin Dierk!

      Die Death Valey sind toll – aber die Entwicklung ist eher lomohaft. *gg* Sehr ärgerlich, zumal es zu der Zeit von Kodak wenigstens schon den T-Max Entwickler für die Filme gab.

      Nein Du bist weder zu alt, noch zu wenig kreativ; sicherlich bist Du ein Ästhet; Du hast einfach nur einen anderen Geschmack als ich und möglicherweise auch als Sofie.

      Ja ja Petzval – mach mich nur neidisch! Der Ritter ist Klasse (auch unabhängig vom Petzval):

      https://www.flickr.com/photos/dierktopp/19043282624/in/album-72157648599839546/

      Christian

    • dierk
      dierk says:

      Hallo Christian,
      Death Valley: I hatte den ganz neuen T-Max aus Deutschland mitgenommen für einen Job in Kalifornien (eigentlich wollte ich den APX 25 nehmen). Der T-Max sollte super fein sein. Nur wusste ich nicht, das der in den USA noch gar nicht bekannt und angekündigt war!! Das Profi-Labor in San José sagte mir, sie hätten die Filme in der normalen Suppe entwickelt, mit dem Ergebnis, dass das Korn mindestens wie ISO 800 war :-(((
      Da war Stativ und Spiegel Vorauslösung dann auch nicht mehr so wichtig.

      …….“Du hast einfach nur einen anderen Geschmack als ich und möglicherweise auch als Sofie.“
      glücklicherweise gibt es das, sonst wäre wieder alles „entartet“.

      Ich stehe nun mal auf S/W und nicht auf S/M :-)
      und Fotografie von nackten Menschen ist nicht immer auch Kunst.
      Meine ersten Bilder dazu sind z.B. von 1968
      https://www.flickr.com/photos/dierktopp/25291188536/in/album-72157644568393295/
      und folgende nach rechts klicken
      und
      https://www.flickr.com/photos/dierktopp/25012971432/in/album-72157627967118544/

      Ja Sabine,
      es nervt ganz schön, wenn man beim Folgen eines Link immer wieder zu fokussiert zurück suchen muss. Ich hatte das schon mal bei Peter angesprochen. Schon vor 20 Jahren habe ich bei Webseiten externe Links immer im neuen Fenster erzeugt. Sonst verliert man die Besucher sofort an andere Seiten – ein Klick entfernt!

    • Peter Sennhauser says:

      Hallo alle – angeregte Diskussion! Was die Links angeht: Früher hatte WP noch die Wahl zur Linkgebung, ich habe damals immer darauf gedrängt, externe im neuen Fenster aufzumachen. Wieso heute alles über einen Leisten gebrochen wird, weiss ich nicht, aber ich mach mich mal schlau, wie ich dem ganz grundsätzlich abhelfen kann. Ihr habt natürlich recht!

    • Sabine Münch says:

      Peter, danke! WP hat da sicher was. ;-)
      Andererseits ist es ja kein großer Aufwand, selbst dafür zu sorgen, dass sich die Links in einem neuen Fenster öffnen. Trotzdem erliege ich zu gern dem Charme des Direktklicks…

  4. Sabine Münch says:

    Hallo zusammen,

    die Bilder von Sofie, von denen zuletzt die Rede sind, finde ich wo? ;-)

    Die zuletzt von dir verlinkten Fotos auf Lomographie gefallen mir sehr, Christian. Besonders die Künstlerin, die sich performt, finde ich klasse. Kannst du ihren Namen verraten? Ich würde sie gern googeln und mehr von ihr/ihren Arbeiten sehen.

    Nochmal zurück zur analogen Fotografie. ´;-) Wenn es dir nichts ausmacht, Christian, kannst du in Worten sagen, was du damit ausdrücken möchtest?
    „ich kann mit Film sehr viel einfacher und schneller die Bilder machen, die ich haben will. Das ist nicht provokant gemeint – digital ist fantastisch! – sondern rein persönlich. Ich habe für mich herausgefunden, das ich solche Bilder am Besten mit Film machen kann“
    Gemeint ist, beschreibe „die Bilder, die ich haben will“, „solche Bilder“ mit Worten.

    Wenn dir das jetzt lästig ist, ist das okay und ich verstehe es vollkommen. Ansonsten freue ich mich über deine Antwort.

    Sonnige Grüße von Sabine

    Antworten
    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      PS. Obwohl ich Christian nicht zuvorkommen will, aber ich glaube, das meint er folgendermaßen: für bestimmte Motive hat man eine bestimmte Umsetzung im Kopf. Zum Ziel kann man natürlich auch anders kommen, aber wenn man sich einmal an einen Modus Operandi gewöhnt hat, geht man automatisch an Motive eben entsprechend heran.

      Beispiel: ich habe gerade eine Serie fertiggestellt, die ich „Time Adjustments“ nannte. Umgesetzt habe ich sie, indem ich mit meiner Canon erst die Fotos machte, diese dann in PS weiterbearbeitet habe, um sie dann letztlich auf Impossible Project Film zu drucken. Von vorneherein war das so geplant, und ich wußte, daß ich sie übermäßig kontrastieren bzw. nachschärfen mußte, damit im Endergebnis genügend Details übrigbleiben.

      Wenn Christian das also mit Film macht, könnte ich mir vorstellen, dass er einen ähnlichen Workflow durchläuft.

      PS. Die erwähnten Fotos sind hier: http://www.sdittmann.com/photography/time-adjustments/

    • Sabine Münch says:

      Dank dir, Sofie, für Links und Erklärungen. Die Fotos schaue ich in Ruhe, das dauert. ;-) Sprich, ich hab noch nicht geschaut.

      Ja, ich verstehe, was du meinst. Ich fotografiere auch. ;-) Aber ich meine es konkreter.

    • Christian Fehse says:

      Hallo Sabine,

      Elisa findet man zum Beispiel hier: http://www.arcticas-nightmare.de/ oder bei Facebook nach Arcticas Nightmare suchen…

      Bestimmt Schwarzweißfilme (Kodak Tri-X 400, Ilford HP5+) und Farbfilme (Kodak Portra 800, Fuji Superia 1600) erzeugen bei bestimmter Verarbeitung (bei mir oft 1 oder 2 Blenden gepusht – also unterbelichtet und überentwickelt) eine ganz spezielle Struktur in den digitalen Bildern. Dazu kommt die Graustufen- bzw. Farbdarstellung – da ist der Unterschied zu digital bei Schwarzweiß deutlicher als bei Farbe aus meiner Sicht. Ich habe den Effekt für mich „organische Schärfe“ getauft. Es ist rau und unregelmäßig; es hat irgendwie weniger Details als digital, ohne „Schärfe“ zu verlieren. Ich finde man kann den Effekt bei Farbe hier gut sehen:

      http://www.lomography.de/homes/cfehse/albums/2124504-elisa-on-cn-09-2016/21510487

      und bei Schwarzweiß hier:

      http://www.lomography.de/homes/cfehse/photos/21444199
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/photos/21444194 (hier auch mit Unschärfe)

      Ich weiß viele Leute belächeln mich dafür – aber ich kann den Look rein technisch einfach besser und konstanter durch belichten auf Film + Entwickeln + Scannen + Bearbeiten erzeugen. Wenn ich es könnte, würde ich versuchen so zu malen/zeichnen wie meine Bilder aussehen.

      Christian

    • Sabine Münch says:

      Hallo Christian,

      ah, sehr interessant. Die Filme, die du nennst, sind meine Lieblinge. ;-) Und ich verstehe gut, was du meinst… Ja, das ist wohl das Besondere, das ich auch sehr mag.
      Ich verfolge einfach mal weiter, was du so machst. Ist nicht alles mein Fall, aber diese Bilder… mhmmm, die sind schon sehr meins.

      Danke für deine und eure Mühen, Christian und Sofie! Die Links schaue ich mir jetzt an. Und Elisa werde ich sicher ebenfalls im Auge behalten. Interessante Frau und Motivation. Die ich grad brauche, da ich Fotos seit Monaten mehr zerdenke (in Anlehnung an euren Artikel hier) statt sie zu machen…. ;-) Manchmal sind zunehmendes Wissen und der eigene Anspruch eine echte Pest. Ihr wisst, was ich meine.

      Schönen Abend, Sabine

    • Christian Fehse says:

      Ach so – die Dame ist Wiebke Kahn aus Berlin. Sie findet man am einfachsten unter ihrem Namen bei Facebook. :-)

    • Sabine Münch says:

      Sofie, die Farewell-Bilder hab ich gestern noch geschaut, zumindest hab ich angefangen. Ich lasse mir gern Zeit dabei. Besonders wenn sie so nahe gehen.
      Gehören für mich zu deinen stärksten Fotos, wenn ich an das denke, was ich von dir denke. ich würde mir mehr in der Richtung von dir wünschen.
      Vielleicht magst du deb verlinkten Artikel lesen, der ist mir diese Woche bei meinem Osteopathen begegnet. Falls du Interesse hast, gib Bescheid. ;-)
      http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/wie-sterben-ablaeuft-ganz-am-ende-1.3032650?reduced=true

    • Sabine Münch says:

      Christian, danke für den Link auf Wiebkes Mann. In der Hoffnung, Wiebke dort zu finden, bin ich gestern noch auf die Seite gewechselt. Leider nicht das, was mich anspricht. Und weil mich das immer wieder ärgert: Warum können Fotografen nicht klar sagen, warum sie Akt bevorzugen? Diese Umschreibungen, und seien sie noch so künstlerisch, nerven. ;-) Letztendlich drücken die Bilder das aus, warum sie es machen: um ihre Träume, Vorstellungen, Phantasien auszuleben.
      Oder siehst du das grundlegend anders? Nein, ich habe nichts gegen Akt, ganz im Gegenteil. Wenn er so umgesetzt wird wie bei Wiebke auf den Fotos, die du verlinkt hast, oder bei Elisa, fühle ich mich angesprochen. Das hat für mich Tiefe, die ich meistens vermmisse.

    • Christian Fehse says:

      Also ich kenne den Andreas nicht persönlich und habe auch auf seiner Seite nicht vorher nach Bildern von Wiebke recherchiert, muß ich sage. *gg* Allerdings finde ich die Bilder, die ich von ihm kenne, gut. Gelesen habe ich auf seiner Seite aber nicht.

      Träume, Vorstellungen und Phantasien ja – ich kann jetzt natürlich nur von mir sprechen: Aktbilder sollen wiedergeben, wie ich den Menschen empfinde, wie er auf mich wirkt. Das hat bei Frauenakten oft auch eine sexuelle Komponente – ganz sicher. Akt verstärkt dabei die „Wirkung“. Es wird unmittelbarer. Ob meine Akte künstlerisch sind, weiß ich nicht. Im besten Fall sind sie in einer bestimmten Art und Weise persönlich (obwohl ich keines der hier angesprochenen Modelle wirklich näher kenne).

      Die Bilder von Wiebke und Elisa sind fast wie bei einer Reportage entstanden. Ich hab immer nur gesagt: „Nicht aufhören und kümmer Dich nicht um mich.“. Einfach die Situation aufnehmen. Das ist dann sehr unmittelbar das, was der Mensch vor der Kamera von sich zeigen will.

  5. dierk
    dierk says:

    Hallo Christian,
    „Ich weiß nicht welche anderen Fotos Du jetzt genau meinst“
    ich bezog mich auf die Bilder in 500px.com über den link von Sofie, und da auf die Bilder in „people“ und „nudes“. Ich muss sagen, dass die meisten Bilder dort nicht mein Geschmack sind, eben mein Geschmack!

    Bei den Bildern in lomography ist es anders. Bei den S/W gefällt mir besonders #5 und bei den farbigen die #2.
    Was mir bei vielen Bildern passend zum „border control“ auffällt, die Modelle stehen zu dicht am Hintergrund, der dann zu scharf abgebildet wird und bei den Farbbildern, z.B. das o.g. Bild #2, finde ich den Hintergrund zu unruhig und bunt.

    Wenn du schon so einen Aufwand mit analog treibst, warum machst du nicht ein Bild mit einer Grau/Farbtafel (meine war glaube ich von Jobo), um einen besseren Weißabgleich zu bekommen?

    Ich habe aber immer noch nicht verstanden, was dir die analogen Bilder für eine besondere Aussage gegenüber digital bieten?

    Ich will mich hier nicht hinter den kritischen Kommentaren verstecken!
    Meine Portraits sind hier:
    https://www.flickr.com/photos/dierktopp/albums/72157627967118544
    und einige analog:
    https://www.flickr.com/photos/dierktopp/albums/72157657024904809

    dierk

    Antworten
    • Christian Fehse says:

      Moin Dierk,

      mal vorweg, daß Du fotografieren kannst, davon bin ich ausgegangen und das Du nicht zu meiner „Zielgruppe“ gehörst, war auch klar. Vor dem Hintergrund ist Deine Wahl vom Bild #5 und #2 stringent – und auch Deine Anmerkungen zu Bildern bei den Lomos und bei 500px.

      Kitische Kommentare sind super. Allerdings bringt es für mich gar nichts, wenn sie fast völlig auf der Geschmacksebene bleiben wie Sofies Kritik und Dein erster Kommentar. Aber ein paar Problem haben wir bemeinsam herausgearbeitet und es ist auf jeden Fall was dran an der Kritik! Das war der eigentlich Sinn der Einreichung von diesem Bild. Für mich ist es ein mittelgutes Bild, das nicht stimmig war. Für euch war es ein grottiges Bild wo gar nichts stimmte. Okay.*gg*

      Und nun zu dem Aufwand und analog und warum (und ja ich hab ne Graukarte – von Hama glaube ich). Ich empfinde Film hybrid verarbeitet mittlerweile überhaupt nicht mehr als besonderen Aufwand. Das ist alles so wunderbar einfach gegenüber „früher“. Toll! Dir jetzt zu erklären warum ich auf Film fotografiere, könnte nen bisschen schwierig werden: deine alten Bilder auf TX 400 sind ja schon so fein und gestochen scharf wie viele Leute das mit digital nicht hinkriegen. Ich glaube für Dich macht Film überhaupt keinen Sinn.

      Mein Hauptgrund ist eigentlich sehr schlicht: ich kann mit Film sehr viel einfacher und schneller die Bilder machen, die ich haben will. Das ist nicht provokant gemeint – digital ist fantastisch! – sondern rein persönlich. Ich habe für mich herausgefunden, das ich solche Bilder am Besten mit Film machen kann:

      http://www.lomography.de/homes/cfehse/albums/2123617-elisa-on-bw-09-2016/21487353
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/albums/2124504-elisa-on-cn-09-2016/21510487
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/albums/2124504-elisa-on-cn-09-2016/21510478
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/photos/21444199
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/photos/21390521
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/photos/21199169

      Bei den Bildern von Sophie kann man sich streiten, ob es da „sinnvoll“ ist. Es ist halt so, wenn es für mich „gut“ werden soll, nehme ich Film mit. Das ist alles.

      Christian

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      „Bei den Bildern von Sophie kann man sich streiten, ob es da „sinnvoll“ ist.“ – Bei meinen persönlichen? Ich bin da wie Du – ich mache, wozu ich Lust habe, und wenn dazu gehört, auf dem Instant Lab etwas auf IP Film abzuziehen, was dann keiner kapiert, ist das auch egal.

      Übrigens: Du hast nach einer Meinung gefragt, und die hast Du bekommen. Es gibt bestimmte Dinge, wie etwa der Beschnitt bei Porträts, also allgemeine Regeln, die man natürlich brechen kann, wenn man sie brechen will. Ich habe Sachen in meinem Fundus, wo ich jemandem das Gesicht quer durch abgeschnitten habe. Aber der Bruch war da Absicht. Bei Dir ist er, wie ich Dich verstanden habe, keine Absicht gewesen, und das sieht man auch.

      Ja, das war ein ziemlich kritischer Beitrag meinerseits, aber kein Votum zu Deinem fotografischen Können, vergiss das bitte nicht.

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      Übrigens, ich hab mir gerade die Links angeschaut, die Du mitgeliefert hast. Ausnahmslos geiles Zeug, insbesondere die Porträts. Siehste, es geht doch. Ich hätte persönlich für beide nur SW benutzt, aber das ist eine andere Diskussion. Das Porträt mit Schulter und Kopf wirkt merkwürdig durch die Position, aber das passt hier.

    • Christian Fehse says:

      Hi Sofie,

      Mit „Bei den Bildern von Sophie kann man sich streiten, ob es da „sinnvoll“ ist.“ meinte ich die Serie mit dem Modell Sophie aus dem das eingereichte Bild stammt. *gg* Von Dir kenne ich gar nicht so viele Bilder ehrlich gesagt. *schäm*

      Nein bei mir war der „Regelbruch“ keine Absicht – es hat mich nur einfach nicht so gestört. An dem Bild hat mich schon einiges gestört, deswegen habe ich es eingereicht. Den Moment, den das Bild zeigt, hätte ich ganz anders fotografieren sollen. Als erstes schon mal im Querformat und sicherlich etwas tiefer vom Blickwinkel. Das 70-300 war drauf – hätte ich also nur schnell näher ran gehen können und die Brennweite verringern. Die Bilder entstehen nicht so sehr aus einer Pose, sondern mehr aus der Bewegung. Wenn ich dann noch etwas mehr die Border unter Kontrolle gehabt hätte, hätte man mal schauen können, was dabei rausgekommen wäre. So habe ich was gelernt – Zweck der Einreichung erfüllt.

      Bei Farbe ist es tatsächlich so, das ich fast immer experimentiere. Ich habe kaum Erfahrung mit Farbfotografie und dadurch auch wenig Erfahrung mit dem Material. Das ist für mich eine Spielwiese (bei Dingen und bei Menschen). Ich bin selbst oft sehr überrascht, was da für Bilder rauskommen – gute wie schlechte!

      Noch mal besten Dank für die Kritik!

      Christian

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      @Christian, Vielen Dank für die Blumen! Ja, alles aus dem Bauch heraus fotografiert letztes Jahr. Ich hab auch lange mit mir gerungen, ob und wie ich sie nachbearbeiten soll. Schlussendlich ist dann „Film Noir“ draus geworden.

  6. Christian Fehse says:

    Hallo Sofie,

    danke für die Kritik und fürs Fan sein! Also das Bild ist so schlecht – schnell löschen und neu machen. Vielleicht nicht ganz so einfach.

    Bildausschnitt zu knapp und sie wird „amputiert“. Das Argument lese ich immer wieder z.B. auch bei anderen Kritiken hier. Was gemeint ist sehe ich, aber irgendwie macht es bei mir nicht klick warum das so schlimm ist. Ich bin in der Beziehung ein Überzeugungstäter wie man am angehängten Rohscan sehen kann (da kann man auch den Grünstich sehen, den ich ansprach). Über die Brennweite und die Schärfe kann man streiten. Das 85mm hätte es auch getan. Aber auch das hat mich nicht gestört. Ich gehe eh mit Schärfe oft etwas unbekümmert um. Der durch den Blickwinkel kleiner werdende Kopf. Da stimmt. Wobei ich die visuelle Konkurenz der Hand mit dem Gesicht gut finde.

    Dinge wie schmeichelhaft oder nicht, laziv und sexy oder nicht sind eher Sache des Geschmacks. Das sehe ich natürlich etwas anders als Du – aber man kann in dem Punkt sehr unterschiedlicher Meinung sein. Das Bild hat ganz klar Schwächen, aber so grottig wie Du fand ich es nicht.

    fehse_114_2016_18-web

    Antworten
    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      Christian,

      Du musst Dir immer vor Augen halten, dass das, was Du liest, die Meinung EINER Person ist. Ich kann mir vorstellen, dass andere Leute das vollständig anders sehen. Vorliegend war das, was ICH drüber dachte.

      Was Amputationen angeht, ich sehe das immer wieder, bin da „Alte Schule“.

      Last but not least: im Rohscan sehe ich den Farbstich auch.

      Allzeit gut Licht,

      Sofie

    • Christian Fehse says:

      Sofie,

      es ist sehr gut, das Du das Bild „zerrissen“ hast. Ich verstehe das Problem mit der Amputation nur nicht und z.B. auch nicht, warum nichts aus dem Kopf nichts wachen „darf“ (das haben wir hier nun nicht). Irgendwann kriege ich das schon noch raus.*gg*

      Alles gut!

      Christian

    • Sofie Dittmann
      Sofie Dittmann says:

      Hallo Christian,

      Das mit dem Amputieren hat mit dem subjektiven Empfinden des Betrachters zu tun. Wenn man an bestimmten Stellen den Körper „beschneidet“, ist der beschnittene Teil noch konzeptionell im Foto, während es an anderen so aussieht, als sei der Porträtierte amputiert worden.

      Hier etwa findest Du eine Veranschaulichung: http://petapixel.com/2011/09/29/crop-guidelines-for-portrait-photography/

      Der Artikel hier erklärt es noch besser: https://photography.tutsplus.com/tutorials/what-we-expect-to-see-when-to-crop-limbs-in-a-portrait–cms-22349

      Hoffe, das hilft.

      LG,

      Sofie

      PS. Dass aus einem Kopf etc. nichts „wachsen“ sollte, hat doch letztendlich mit der Frage zu tun, ob Du jemanden als Außerirdischen darstellen willst. Es sieht einfach komisch aus, wenn jemandem Dinge aus dem Kopf „stehen“, die dort nicht hingehören. Wenn ein Ast etc. verschwommen ist, ist das eine Sache, aber wenn er (fast) die gleiche Schärfentiefe hat, wie der Abgebildete, ist das eine andere. Lee Friedlander hat sich daraus einen Spass gemacht. Bruce Barnbaum wiederum nennt die Notwendigkeit, auf solche Dinge zu achten, „border control“ (Randkontrolle).

    • Christian Fehse says:

      Hallo Sofie,

      ja der zweite Artikel erklärt es besser. Ich habe mehr Informationen zu dem Bild in meinem Kopf, als ein „normaler“ Betrachter und deswegen schließe ich die Lücken leichter.

      Wenn man jetzt annimmt, daß die Wechselwirkung der Hand mit dem Gesicht gewollt ist und das die Pose weder laziv noch betont sexy ist (ich persönlich finde beides nicht) dann bekommt man mit einem anderen Beschnitt (siehe angehängtes Bild) ein passendere Wirkung. Zumindest ist die „Regel“ für mich so verständlicher.

      Christian

      fehse_114_2016_18_02

  7. dierk
    dierk says:

    Christian,
    mir fielen zu dem Bild spontan einige Fragen ein. Nachdem ich den Kommentar von Sofie gelesen habe und über den Link einige deiner Bilder, haben sich die Fragen fast erübrigt.

    Ich stelle sie trotzdem.
    1. was möchtest du durch die Verwendung von Film anderes aussagen, als es digital möglich wäre? Ich sehe in dem Bild nichts, was die Besonderheiten von analog nutzt.
    2. findet dein Modell sich auf dem Bild gut dargestellt? Wenn ich deine anderen Fotos ansehe, ist dieses Bild jedoch mit das Vorteilhafteste.
    3. die Hand wirkt sehr gestellt, als wüsste sie nicht so recht, wie sie sie halten sollte. Gibt es da keine andere Pose in der Serie.
    4. warum 250mm, bei der Perspektive musst du auf einer Leiter oder anderen Erhöhung gestanden haben? Waren es wirklich 250mm und f/5.6? 1/80s vom Stativ? Das alte VR bringt das doch kaum aus der Hand.
    5. die Schärfe liegt auf der Mitte des Kopfes, wie oben an den Haaren zu sehen ist. Die Haare dort wirken jedenfalls schärfer als die Augen.
    6. last but not least: die Kette hängt schief :-)

    Ansonsten stimme ich Sofie zu.

    Antworten
    • Christian Fehse says:

      Hey Dierk!

      Wie ich lese bist Du auch ein Fan von mir – nur von der andern Seite.*gg* Trotzdem finde ich Deine Fragen zum Teil relevant.

      1. Die Frage habe ich mir bei diesem Shooting auch gestellt. Bei langsamen Filmen ist der Unterschied zu digital generell doch recht gering. Ich nehme auch selten solche feinen Filme. Für mich persönlich ist digital einfach erst die zweite Wahl.

      2. Es war nicht ihr bevorzugtes Bild und meins auch nicht. Sonst fand sie die Bilder von dem Shooting sehr schön. Ich weiß nicht welche anderen Fotos Du jetzt genau meinst – paar mehr Bilder aus der Serie gibt es hier zu sehen:

      http://www.lomography.de/homes/cfehse/albums/2116200-sophie-on-bw-06-2016
      http://www.lomography.de/homes/cfehse/albums/2116020-sophie-on-cn-06-2016

      3. Geschmacksache – kann man so sehen.

      4. Über die Brennweite kann man streiten (siehe mein Kommentar oben). Und ja es ware wirklich 250mm offen aus der Hand. Das alte VR macht seine Sache recht gut, finde ich! Ich habe auch nicht auf ner Leiter gestanden. Ich glaube sie sitzt bei dieser Aufnahme.

      5. Okay – mag sein

      6. Ein Klassiker wie „Die BH-Streifen stören mich bei dem Bild.“ *gg*

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